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Abwägung neuer Pflanzen

Mit jeder Saatpflanzen Ernte hat man zig unterschiedliche Gräser? Das muss nicht sein, wenn man mit Stecklingen arbeitet. Im Kapitel Saatpflanzen wurden diese von den Saatpflanzen genommen, sie wurden in die Blüte gestellt. Welches ist nun die beste Pflanze, welche gewinnt das Rennen?

Abwägung neuer Pflanzen

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Zu Beginn wurde im Basisteil vom Nutzhanf erläutert, wie neue Mutterpflanzen aus Saat herangezogen werden können um von diesen Stecklinge zu schneiden. Im Kapitel „Saatpflanzen“ wurde dann veranschaulicht, wie Saat gesetzt wird und diese bis zur Blüte heranwächst. Dann wurde jedoch auf vorangegangene Bilder zurückgegriffen, da dieses in die Erläuterung im Kapitel „Saatpflanzen“ passte und die passenden Fotos zu den Stecklingen der fünf Saatpflanzen noch nicht geschossen werden konnten, da diese noch nicht soweit herangewachsen waren. Nun sind diese gereift, geerntet und ausgewertet. Dieses wird nun veranschaulicht.

Das Afghani 1 trug vereinzelt Samen und fünf von diesen wurden angesetzt, gingen auf und waren alle weiblich. Eine Theorie besagt, dass die Pflanze sich selber bestäubte aber nicht über das männliche Y Gen verfügt sondern nur über die weiblichen X Gene. Aber wie kann die Pflanze dann zwittern, wenn sie rein weiblich ist? Deswegen ist es nicht auszuschließen, dass die Pflanze von Außen bestäubt wurde und dieses nur Zufall ist. Die Pflanzen ähneln einander nicht unbedingt im Wuchs und sind in der Blüte sehr unterschiedlich. Keine dieser Pflanzen ist der Mutter sehr ähnlich.

Dennoch scheint es so zu sein, dass eine unbestäubte Mutter sich aus „Verzweiflung“ selber befruchten kann um dem biologischen Sinn ihres Lebens nachzukommen. Die Pflanze bildet nur deswegen eine große sich zuharzende Blüte, da Pollen an den Harzen kleben bleiben soll um die Blütenfäden zu befruchten. Sobald sie genügend befruchtet wird schiebt sie ihre ganze Energie in die Saat und die Blüte wird Strohig. Nun werden die Blütenfäden der Pflanzen aber nicht befruchtet und diese schaffen es gelegentlich, sich für wenige Samen mit sich selber zu befruchten. Dabei geben sie ihre eigenen Erbanlagen weiter die sich dabei aber in den Mütterlichen und Väterlichen Teil vergabeln. Die Pflanze klont nicht ihre eigenen Gene sondern reibt diese auf um sie miteinander neu zu mischen und dabei können dann ganz unterschiedliche Pflanzen herauskommen. Einige können dann „Oma oder Opa“ ähneln oder der Mutter, die dann auch der Vater ist wobei jedoch die Ausgangseigenschaften sich auch zu der Linie nicht ähnlichen Pflanzen mischen kann.

Es scheint jedoch so zu sein, dass der Nachwuchs aus dieser Inzucht in seiner Potenz regelmäßig die der Vatermutter so ungefähr wiederspiegelt.

Teststecklinge

Dieses sind die fünf Stecklinge der fünf Saatpflanzen. Von links nach rechts handelt es sich um: II – V – III – I – IV.

Auf diesem Foto können eigentlich noch keine richtig großen Unterschiede zwischen den Pflanzen erkannt werden. Die eine ist groß, die andere klein, eine wächst mit Ästen und die anderen weniger oder gar nicht. Die sich gerade bildenden Blüten sehen auch ziemlich gleich aus und harzen schon ein wenig oder etwas mehr. Um den Wuchs einer Pflanze richtig einzuschätzen zu können ist diese in der Vorblüte und bis Ende der Blüte zu beobachten. Vieles kann erahnt werden, auch wie die Blüten einmal trocken aussehen werden, jedoch werden einem erst die trockenen Blüten Gewissheit über deren Eigenschaften und Qualität der Pflanze geben und die Vermutungen, die man hatte bestätigen oder wiederlegen.

Wenn viele Pflanzen zusammen stehen sehen sie in gesundem Zustand erst einmal grün aus. Zu diesen Pflanzen viel also Folgendes auf: I: Diese Pflanze wächst fast Astlos und ihre Blüte ist etwas dem der Afghani 1 ähnlich, scheint aber ein wenig weniger harzig zu sein. Getrocknet ist der Geruch der Blüte etwas fad, sie hat viele Kristalle und auffällig viele Härchen.

Testpflanze I

reife Blüte

geerntet

trockene Blüte

Die Pflanze ist in der Blüte von 12 auf 70cm gewachsen, diese dauerte vom 15.07.04 bis 24.09.04, dieses sind 71 Tage. Das Erntegewicht erbrachte 11 Gramm. Die Pflanze hat unten zwar zwei kleine Äste, aber ansonsten schiebt sie sich nur in die Höhe. Die Blüte ist zwar nicht schlecht, sie konnte sich im Vergleich aber nicht hervortun.

//An dieser Stelle ist noch anzumerken, dass diese Testpflanzen in vier Liter Töpfen gepflanzt wurden und sie im mittleren Bereich der dreigeteilten Blütekammer zum Rand standen der lediglich mit einer 400 Watt Röhre beleuchtet wird. Unter anderen Bedingungen hätte jede der fünf Pflanzen mehr Ertrag erbringen können, es geht hierbei aber zuerst einmal darum, herauszufinden, inwieweit sich die Pflanzen überhaupt zur Weiterzucht eignen und dieses wurde auch festgestellt, ohne das diese Pflanzen den anderen Platz wegnahmen.

II: Diese Pflanze wächst komplett ohne Äste und schiebt sich dabei in die Länge. Die Blüte sieht an der Pflanze ein wenig Skunkähnlich aus. Getrocknet ist sie harzig mit unscheinbarem Geruch. Sie ist dem Afghan die ähnlichste.

Testpflanze II

reife Blüte

geerntet

trockene Blüte

Mit 15cm wuchs diese Pflanze auf 80cm heran. Sie wurde am 15.07.04 in die Blüte gestellt und am 17.09.04 abgeerntet, dieses ist eine Blütezeit von 64 Tagen, der Ertrag betrug 9,5 Gramm. Das die unteren Blätter absterben ist normal wenn diese nur wenig Licht ab kriegen. Diese Pflanze fand in der Gesamtwertung etwas Anklang.

III: Diese Pflanze wächst gedrungener, im unteren Bereich mit Astansätzen. Bei dieser Pflanze zieht sich das Harz am weitesten auf die Blütenblätter hinaus. Die Pflanze hat zum einen das kräftige, satte Grün des Afghan und zum anderen ein Wuchsschema des White Widow eines der Saathersteller. (Von Saathersteller zu Saathersteller handelt es sich bei deren gleichnamigen Sorten um unterschiedliche Pflanzen.) Sie wächst weniger in die Höhe, packt die Blüten dichter aneinander und deutet im unteren Bereich Astwachstum an. Der Geruch der trockenen Blüte ist süßlich pikant duftend.

Testpflanze III

reife Blüte

geerntet

trockene Blüte

Diese Pflanze wuchs von 12 auf 55cm. Sie benötigte vom 18.07.04 zum 24.09.04 68 Tage. Der Ertrag lag bei 10 Gramm. Diese Pflanze fand in der Abwägung den höchsten Anklang.

IV: Diese Pflanze hat im unteren Bereich kleine Äste und wächst füllig. Die Blüte scheint sich etwas hinter den auffällig vielen Blütenblättern zu verstecken. Sie scheint weniger harzig zu sein als die der anderen Testpflanzen. Diese Pflanze musste als einzige gestützt werden. Beim trocknen richt die Blüte etwas moderig und strohig. Es fällt eine Parallele im Geruch zu dem herausnehmen frischer Erbsen aus der Hülse auf, dieses hinterlässt Geruch an den Fingern. Die satt dunkelgrüne Blüte behält diese Duftnote auch im Trockenzustand.

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Testpflanze IV
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reife Blüte
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geerntet
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trockene Blüte

Dieser Ausschuss wuchs von 12 auf 70cm und brauchte vom 19.07.04 bis zum 20.09.04 insgesamt 65 Tage. Das Trockenergebnis betrug 12,5 Gramm. In der Wertung blieb diese Pflanze ohne posetiefen Kommentar. Sie hat die am wenig harzigste Blüte und in Mengen würde sie beim trocknen wohl dermaßen stinken, dass Übelkeit aufkommen könnte.

V: Dieses Material hat im unteren Bereich Äste und wächst mit einer schlanken harzigen Blüte. Getrocknet ist die Blüte sehr fest und harzig. Der Geruch ist eher hintergründig ohne Aussage.

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Testpflanze V

reife Blüte

geerntet

trockene Blüte

Die Jungpflanze wuchs von 11 auf 65cm und benötigte vom 21.07.04 bis zum 24.09.04 65 Tage. Eine große Überraschung war, dass die an der Pflanze nicht voluminöse Blüte im Trockenzustand 12,5 Gramm Ertrag anbrachte und sich somit vom Gewicht mit der Pflanze IV den ersten Platz teilt. Diese Pflanze erhielt wie die I und II in der Gesamtwertung vereinzelt posetiefe Kritik.

Außerdem fällt es auf, dass in der trockenen Blüte noch vereinzelt gelbe also nicht ab- oder nachgereifte Blütenfäden zu finden sind. Dieses ist bei den vorherigen Pflanzen nicht der Fall. Zu folgern bleibt, dass die Pflanze V im Gegensatz zu den vorherigen nicht nachreifend ist und somit die Blüte an der Pflanze vor dem Ernten erst weitgehend reifen soll, damit sie nach dem Trocknen auch durchgereift ist.

Dieses sind nun erste Eindrücke durch Beobachtung und erste Eindrücke durch Test Nutzer deren Wahrnehmung teilweise soweit beeinträchtigt zu sein schien, dass sie zu keiner klaren Aussage im Stande waren. Da von diesen fünf Pflanzen nun vier ausgemustert werden sollen, soll die verbleibende für alle vertretbar sein. Demnach käme nur die III in Frage wobei die V wegen ihres hohen Ertrages auch noch interessant wäre.

Nun soll aber auch die Pflanze an sich mit ihren Eigenschaften zum Anbau in die Gesamtauswahl mit einfließen. Die IV fliegt direkt raus. Die II wächst zu hoch und hat zu wenig Ertrag. Die I fand Teilweise keinen Gefallen und ist nicht das, wonach gesucht wurde. Demnach bleiben zum auswerten der Wuchseigenschaften auch nur die III und V. Von diesen beiden Pflanzen wurden nun Stecklinge zu Mutterpflanzen herangezogen. Diese sind zwar noch klein aber es könnten bald erste Stecklinge genommen werden und es kann rückgefolgert werden, wie die Mutterpflanze sich dann weiterentwickeln würde.

III und V im Vorblütevergleich

Die gleich alten Jungpflanzen zeigen in der Vorblüte auch schon unterschiedliche Wuchsschema. Die III wächst kräftig und gedrungen mit den Ästen und nicht so in die Höhe. Die Spitzen wurden genommen um die Pflanze zu verzweigen, diese Zweige sind nun schon soweit, dass über der Verästelung der Trieb bereits als Steckling genommen werden könnte. Das V wächst kraftloser aber dafür stark in die Höhe. Die Pflanze schiebt sich regelrecht auseinander. Die Triebe an den Verzweigungen der entnommenen Spitze sind noch nicht soweit, dass Stecklinge genommen werden können sodass eine untere Blattebene stehen bleiben würde, die dann je mit zwei frischen Trieben pro Alttrieb austreiben kann.

Wenn nun von III Stecklinge genommen werden, sodass die Zweige mit einer Blattebene neu austreiben können, würde die Pflanze immer weiter verästeln und sich in ihrer Gedrungenheit verwuchern. Schwächere Äste müssen dann gelichtet werden und gelegentlich sollen die Stecklinge in solch einer Situation so genommen werden, das im Resttrieb zwei Blattebenen zum neuen Austreiben stehen bleiben. Die unterste wird entfernt damit die Pflanze als gesamtes etwas auseinander wachsen kann und Höhe gewinnt.

Die V wächst in der Vorblüte schwach aber sehr in die Höhe. Wenn die Triebe nun genommen werden und die Pflanze neu austreibt wächst sie weiter in die Höhe. Dieses wird dieser Pflanze zum Verhängnis. Erstens sollen die Mutterpflanzen nicht stark in die Höhe wachsen um diese nicht so oft austauschen zu müssen und zweitens fehlt ihr mit der Höhe die Stabilität selbstständig zu stehen.

Die V scheidet demnach in der Vorblüte aus und somit verbleibt nur noch die III. Diese Pflanze ist mit ihren trockenen Blüten anscheinend sogar etwas attraktiver als die Mutter Afghani 1, die vermutlich auch ihr Vater ist. Das die Nachkommen dieser Pflanze zueinander so differenziert sind und von ihrer Mutter teils sogar stark abweichen fiel auf. Besonders die IV viel auf, die jedoch eher negative Eigenschaften aufwies. Diese Pflanze wuchs zwar üppig, entwickelte aber einen üblen Geruch der etwas an das Ernten von Erbsen erinnert. Solch seltsamen Eigenschaften sind kein Einzelfall. Eine sehr impotente Sorte aus vergangenen Zeiten roch auffällig nach Schnittblumen. Dieses muss nicht unbedingt Genmanipulation sein sondern kann Zufall sein. Eine einzelne Pflanze hatte zwar keine Knochen, jedoch konnte der Effekt von Glasknochen an ihr beobachtet werden, der Stiel war extrem brüchig.

Diese Parallelen müssen jedoch nicht unbedingt immer negativ sein. Das Afghani 1 weist mit den kräftig satten grünen Blättern eine Parallele zu Spinat und durch ihren Wuchs auch zu Mais auf und ist ein sehr beliebtes Gras geworden. Es wird vermutlich noch einige Phänomene geben, denen man beim Anbau von Marihuana begegnen kann. Am 05.05.04 wurde die Saat gesetzt, ca. Mitte Juli wurden die ersten Jungpflanzen zum Testen in die Blüte gestellt. Diese wurden ca. Mitte bis Ende September geerntet. Die ersten Eindrücke zum Wuchs wurden gesammelt und die ersten Eindrücke zur trockenen Blüte konnten im Oktober ausgewertet werden. Ein halbes Jahr ist vergangen und die Stecklinge der Saatpflanzen konnten heranwachsen, geerntet und ausgewertet werden. Dieses ist ein gründlicher erster Eindruck bei dem sich das III behauptete. Somit ist es an der Zeit für einen zweiten Eindruck, bei dem der neuen Pflanze mehr Platz zuteil wird. Das Drittel von zwei m² wird nun halbiert. Die eine Hälfte mit Afghani 1 kann somit mit der anderen Hälfte mit der neuen Sorte verglichen werden.

Außerdem ist es für die III an der Zeit einen Namen zu finden. Da der Ursprungsort in Deutschland liegt kann der Name auch deutschen Ursprungs sein, dieses gründet aber nicht in einer allgemeinen Sympathie zu diesem Land oder zu den Leuten, die in diesem leben. Somit wird dieser neuen Pflanze der Name „Steinschlag“ zuteil der sich leider mit SS abkürzt. Die Wirkung des Grases läst die Nutzer zwar nicht zu Boden gehen aber getroffen sind diese dennoch. Diese Eigenschaft der satten Wirkung des Grases, die beim Nutzer aber nicht zu einer destruktiven Passivität führen muss findet sich auch beim Afghani und ist eine sehr positive Eigenschaft. Die Nutzer sind zwar gut beknallt aber bleiben Kommunikations- und Aktionsfähig. Wenn man wieder und wieder wie ein nasser Sack im Sofa hängt und wie immer nichts passiert ist dieses irgendwann ziemlich öde wenn da sonst nichts mehr ist. Nun aber zurück zu dem Vergleich dieser zwei Pflanzen zueinander, welcher im nächsten Kapitel geschildert wird.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 14:05, Erscheinungsdatum Dienstag 31. März 2009 17:50

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Der Kermith

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