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Afghani #1 und Steinschlag im Vergleich

Das Afghani wird schon einige Jahre kultiviert, es ist ein gutes Cannabis und die Erträge sind trotz des Alters immer noch gut. Aber man möchte ja auch mal eine andere Pflanze ausprobieren. Nun stellt sich die Frage, welche der beiden Pflanzen ist die bessere, das Afghani oder das Steinschlag?

Afghani 1 und Steinschlag im Vergleich

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Nun konnte sich das Steinschlag aus den fünf Pflanzen heraus kristallisieren. Wie wird es aber im Vergleich zum Afghan aussehen? Dieses wird der parallele Anbau beider Pflanzen auf jeweils einem m², der jeweils durch eine 400 Watt Armatur ausgeleuchtet wird, zeigen. Um dieses im Vorfeld noch klar zu stellen, das Afghani 1 ist eine Sorte deren Saat nachgekauft werden kann. Vom Steinschlag kann keine Saat nachgekauft werden. Diese Pflanze basiert auf einem Samenkorn und das sie so gewachsen ist war Zufall. Demnach ist das Steinschlag keine neue Sorte sondern eine neue Pflanze, die nicht irgendwann erneut aus ihrer Saat herangezogen werden kann.

Beide Pflanzen benötigen ungefähr dieselbe Zeit in der Blüte, dieses ist sehr praktisch um sie nebeneinander zu beobachte. In der Vorblüte bleibt das Steinschlag schon etwas kompakter und wächst auch mit unteren Trieben. Das Afghan wächst jedoch ohne untere Triebe in die Höhe. Deswegen sollen die kleinwüchsigeren Stecklinge des Steinschlags etwas früher geschnitten werden um etwas größer in die Blüte gestellt zu werden. In dieser Situation sind die Jungpflanzen jedoch gleichaltrig und auf dem Foto schlecht voneinander zu unterscheiden.

erster Blütetag

Dieses ist der erste Blütetag der Jungpflanzen. Im hinteren Bereich steht das Steinschlag und im vorderen Bereich das Afghan. Beiden Pflanzen wurde die Spitze ein bis zwei mal genommen um das wachsen mit mehreren Trieben zu erzwingen. Das Afghan würde ansonsten fast Astlos in die Höhe wachsen und dieses ist nicht gewünscht. Das Steinschlag wird seine Spitze zukünftig jedoch behalten dürfen, da es mit den Seitentrieben wächst und nicht nur mit der Spitze. Diese Pflanze hat einen ausgeprägten Tannebaum Wuchs. Somit füllt sie mit neun Jungpflanzen, die mit 30cm auf einen m² in die Blüte gestellt werden den Platz aus. Das Afghani würde dann nur neun in die Höhe schnellende Äste hervorbringen, zwischen denen auf einem m² noch viel Platz wäre. Deswegen werden dessen Jungpflanzen zweimal die Spitzen genommen um diese mit ca. 25cm in die Blüte zu stellen, in der sie dann zu kleinen Büschen heranwachsen werden.

Es ist bei den einzelnen Sorten sehr unterschiedlich, ob sie etwas oder stark mit den Seitentrieben mitwachsen. Der Grund dazu findet sich in den unterschiedlichen Lebensräumen. Viele wild wachsende Gräser müssen erst einmal über die Vegetation hinauswachsen um sich zu behaupten bevor sie beginnen, mit den Seiten zu wachsen. Demnach wachsen sie erst einmal einen Meter oder mehr fast nur in die Höhe und gehen dann in die Breite. Es gibt jedoch auch trockenere Situationen in denen die Vegetation nicht üppig alles überwuchert. Die Pflanze ist es gewohnt, nicht viel Wasser zu kriegen und zu den Seiten Platz zu haben und wächst dann schon direkt mit den Seitentrieben mit. Je nachdem welche Veranlagung in den Kreuzungen überwiegt dominiert diese auch das Wuchsschema.

Zurück zum vorherigen Foto: Auf diesem Foto sieht erst einmal alles gleich aus. Es kann nun nicht zu den einzelnen Details heran gesumt werden, so wie es mit den Augen möglich wäre. Mit genauem hinsehen kann erkannt werden, dass die hinteren Jungpflanzen etwas kräftiger in ihrer Struktur sind als die Vorderen.

8 Tage in der Blüte

Dieses grüne Dickicht sieht an dem achten Tag der Blüte, wie es im oberen Foto zu sehen ist, auch nicht viel anders aus. Die Pflanzen wurzeln und wachsen schon aber auf dem Foto sieht es einfach alles grün aus. Die hinteren kleinwüchsigeren Steinschlag Pflanzen wurden etwas aufgebockt, um eine einheitlich Wuchshöhe zu erzielen.

Der Zeitsprung zu dem nächsten Foto ist von acht auf 22 Tage etwas größer. Die Pflanzen haben so ungefähr ihre Größe erreicht und die Blüten beginnen sich zu bilden. Die Pflanzen haben sich gut entwickelt und sehen gesund aus. Vorne im Bild sind die Afghan Pflanzen zu sehen. Die Blüte setzt sichtbar an und es ist zu sehen, dass die Triebe nur nach oben wachsen und sich Seitentriebe höchstens im unteren Bereich etwas bilden und somit im oberen Bereich nicht einmal Ansatzweise zu sehen sind. Im hinteren Bereich ist das Steinschlag zu sehen, das den selben Entwicklungsstand mit der Blütenbildung vorweist.

22 Tage in der Blüte

36 Tage in der Blüte

Auf dem vorangehenden Foto sind die Pflanzen nun 36 Tage alt. Sie wurden von der Mitte nun zur rechten Seite gestellt, da die dortigen Pflanzen abgeerntet wurden und der Platz in der Mitte für die nächsten Jungpflanzen benötigt wird. Durch diese Umstrukturierung steht nun das Afghan hinten und das Steinschlag vorne.

Es ist nun deutlich zu sehen, dass auch das Steinschlag im oberen Bereich ohne Ansatz von Seitentrieben wächst. Dieses hat aber folgenden Grund: Die Triebspitzen der Pflanzen wurden ein bis zwei mal genommen, damit diese mit vielen Haupttrieben wächst. Dieses ist für das Steinschlag aber nicht notwendig. Es hat sich nun so zugewuchert, dass die Seitentriebe zurück bleiben. Ansonsten würde diese Pflanze auch im oberen Bereich etwas und im unteren Bereich stärker mit den Trieben mit wachsen.

Auf diesem Foto kann wenigstens ein Unterschied zwischen beiden Pflanzen gesehen werden. Zum einem sind die Afghans wegen ihrer Wuchskraft 10 bis 20 cm höher gewachsen. Zum anderen sieht die Blüte des Afghans zuerst einmal etwas blättriger aus als die des Steinschlags. Ansonsten unterscheidet sich die Blüte auch etwas zueinander wobei aber beide Pflanzen mittelfest bis fest blühend sind.

Nun folgt ein größerer Sprung zum 58 Blütetag, die Blüten haben ihr Volumen so ungefähr erreicht und reifen nun und packen sich noch mit etwas Gewicht voll.

58 Tage in der Blüte

Trotz dessen, dass das Steinschlag eine etwas schwächere Wuchskraft hat als das Afghan ist es bis knapp 80cm hoch gewachsen, das Afghan ist bis knapp 100cm hoch gewachsen. Beide Pflanzen tragen dicke feste Blüten. Im groben und ganzen sehen die Pflanzen kurz vor der Ernte gesund aus. Die Blüten vom Afghan zum Steinschlag unterscheiden sich etwas, dieses ist auf dem Foto jedoch schlecht zu sehen. Die Blüte des Steinschlags wächst eher gleichmäßig zu allen Seiten wobei das Afghan gerne in der bereits abreifenden Blüte mit frischen Ansätzen noch mal ausbricht, dieses ist an der Blüte vor dem Ventilator zu sehen, aus ihr heraus wachsen zwei neue Blütentriebe.

69 Tage in der Blüte

Auf diesem Foto sind die Pflanzen mit 69 Tagen einen Tag vor der Ernte. Der Dünger wurde bereits zwei Tage zuvor weitgehend aus den CoGr Matten gespült. Somit sind diese schon für die nächste Bepflanzung vorbereitet. Der Reifegrad der Blüten kann an ihren Härchen abgeschätzt werden. Die weiß gelben sind noch nicht reif sondern die gold braunen. Je mehr dieser Härchen reif sind, desto reifer ist die Pflanze. Unter der prallen Beleuchtung sind besonders die nicht reifen zu sehen, wenn die Lampen ausgehen sind die reifen gut sichtbar. Es muss nicht jedes Härchen reif sein, um die Pflanze ernten zu können. Meist reifen diese Härchen nach, wenn schon ein guter Teil reif war.

Dann kann die Pflanze geerntet werden, wenn die größere Hälfte der Härchen reif ist. Viele Pflanzen reifen in der Blüte auch nicht gerne komplett aus sondern treiben mit ein paar frischen Blütenansätzen in dem großen Blütenballen nach. Sobald die Blütenfäden abreifen sind sie nicht mehr dazu in der Lage, den Pollen zu transportieren mit dem ein Saatkorn entstehen kann. Deswegen sind einige Pflanzen überhaupt nicht daran interessiert abzureifen und treiben deswegen auch vor der Ernte in der reifen Blüte immer noch mit frischen Ansätzen aus. Wenn solch eine Pflanze dann so lange stehen bliebe, bis sie wirklich mit jedem Blütenhärchen reif wäre würden die schon reifen Bereiche der Blüte auch solange abwarten müssen. Diese stellen ihr Wachstum bereits ein und sind für die Pflanze, die auf Fortpflanzung aus ist überflüssig. Diese reifen Blütenbereiche werden jeden Tag der Beleuchtung ausgesetzt und schwitzen, eventuell saugt die Pflanze auch wieder etwas Saft aus ihnen heraus. Somit kann die Pflanze auch wieder etwas an Gewicht oder auch Gehalt verlieren. Eine reifere Pflanze ist jedoch meist schwerer in ihrer Wirkung als eine weniger reife. Somit kommt es immer etwas auf die Situation an, wann eine Pflanze geerntet wird und diese beiden Pflanzen werden geerntet, bevor sie komplett abgereift sind, da sie noch etwas nachreifen.

Ansonsten zeigen vor allem die Pflanzen des Steinschlags leichte Anzeichen einer Überdüngung auf obwohl weniger als sonst gedüngt wurde. Auch das Afghan ist etwas empfindlicher als ansonsten. Die Spitzen der Blattfinger und die Seiten der Blätter vom Steinschlag rollen sich etwas nach oben. Deswegen wurde dann noch etwas vorsichtiger gedüngt. Unterschiedliche Pflanzen signalisieren Überdüngung etwas unterschiedlich und auch unterschiedlich stark. Die Blätter rollen sich auf unterschiedliche Weise zusammen oder vertrocknen zu den Spitzen. Das die Pflanzen in ihrem Gesamtbild jedoch zur Ernte etwas abbauen ist normal und nur ein Grund zur Aufmerksamkeit und noch nicht zur Beunruhigung. Mit zunehmenden Reifegrad sinkt die Lebenskraft der Pflanzen. Wenn die Pflanzen jedoch vor der Reife schon strapaziert aussehen sollte die Situation gründlich geprüft werden.

Somit rückt nun der Schlachttag an, an dem die Pflanzen für ihre Bewirtung zu zahlen haben und den nächsten Platz machen müssen. Für diese Arbeiten soll ein kühles Plätzchen gewählt werden um angenehmer arbeiten zu können. Die Ablüftung soll hochgefahren werden um eine Geruchsbildung nach Außen zu verhindern.

gerupftes Steinschlag

Zuerst werden die großen Blätter entfernt, so wie dieses bei diesen neun Steinschlag Pflanzen schon geschehen ist, die in dem oberen Foto ein gutes Bild machen. Einige der Blüten sind in ihrem Durchmesser ca. 6cm stark. Die durchschnittliche Größe der Pflanzen liegt ca. bei 70cm. Es kann nun gut gesehen werden, dass ganz unten die erste Spitze genommen wurde und etwas darüber die zweite, die Pflanze gabelt erst in zwei und dann in vier Haupttriebe. Auf dem nächsten Foto macht das Afghani 1 auch ein gutes Bild.

gerupftes Afghan

Die neun Pflanzen tragen Blüten, die sogar noch etwas dicker sind als die des Steinschlags. Die Pflanzen sind ca. einen Meter groß und auch bei ihnen ist die Spitze zwei mal genommen worden. Dieses ist unten an der Vergabelung zu sehen. Ansonsten wäre diese Pflanze nicht mit mehreren kräftigen Trieben gewachsen. Da diese Pflanzen länger als die des Steinschlags sind sehen sie etwas schlanker aus.

Steinschlag, geerntet

Afghan, geerntet

Das Steinschlag oben und das Afghan unten bringen ein ordentliches Erntevolumen zusammen, auf diesen Fotos sind die Blütenblätter auch schon entfernt. Zum trocknen werden die Triebe aufgehangen. Das Volumen der noch nicht trockenen Blüten ist etwas trügerisch, da diese sich manchmal mehr aufplustern oder einfach auf das Volumen noch nicht soviel Trockenmasse haben. Auf diesen Fotos sieht dieses erst einmal nach einer Rekordernte aus, nach dem trocknen blieb es dann aber nur eine der besten Ernten.

Die Jungpflanzen wuchsen in der Mitte unter einer 400 Watt Armatur und dem Licht von den Seiten heran um dann ca. drei Wochen später in den rechten Flügel um verlegt zu werden. Hier wurden ihnen auf zwei m² zwei 400 Watt Armaturen geboten. Ansonsten schien auch die CO² Begasung ein Stück zu greifen. Somit konnte das Afghan auf einem m² 386 Gramm Ertrag anbringen, dieses sind 42,8 Gramm pro Pflanze. Das Steinschlag lag knapp dahinter mit 373 Gramm welches 41,4 Gramm pro Pflanze sind. Hierbei ist anzumerken, dass diese Pflanzen erstens größer als die Teststecklinge in die Blüte gestellt wurden und im Wurzelbereich mehr Platz hatten. Außerdem blieben diese Pflanzen nicht die ganze Zeit unter der 400 Watt Armatur auf den 2m² stehen sondern wurden nach ca. drei Wochen unter zwei 400 Watt Armaturen gestellt, die auch 2m² ausleuchten. Da sie somit üppiger gewachsen sind können sie auch das vierfache an Gewicht anbringen.

Die Pflanzen scheinen in ihrem Ertrag also so ungefähr gleich zu sein, ansonsten scheint das Steinschlag aber die Nase vorn zu haben. Diese Erträge sind vermutlich schon überdurchschnittlich jedoch wurde auch mit CO² Gas nachgeholfen. Demnach bleibt aber dennoch nach oben hin ein gutes Stück Luft.

trocken im Vergleich

In diesem Foto sind beide Gräser im Trockenzustand zu sehen. In der unteren Hälfte ist es komplett trocken und Jahre lagerfähig. In der oberen Hälfte ist es mit zwei bis drei Prozent Wasser befeuchtet. Dieses zieht im Plastikbeutel gleichmäßig in die Blüten ein. Diese werden aromatischer und prägen ihren Geruch besser aus. Ansonsten zerbröselt das Gras nicht so schnell. Dieses ist jedoch Geschmackssache. Viele Raucher mögen es auch nicht, wenn ihr Tabak trocken ist. Wenn die Blüten knochentrocken sind zieht sich die Glut beim rauchen schnell runter und verbrennt eventuell etwas Harz oder es kann sich nicht so schnell lösen und bleibt in der Asche. Mit etwas Restfeuchtigkeit glüht es länger und die Öle können sich besser entfalten. Diese sollen nämlich nicht verbrennen sondern verdampfen, so wie es die Technik beim Vapureiser ist. In diesem Gerät werden die Blüten soweit erwärmt, dass die Öle sich verflüchtigen und sich mit dem einsaugen der Luft aufnehmen lassen. Diese Technik ist von Modell zu Modell unterschiedlich effektiv und kann sich noch nicht richtig auf dem Markt durchsetzen.

Dieses sind die Gründe, die dafür sprechen, dass Gras mit einer geringen Restfeuchtigkeit, so dass es im Plastikbeutel nicht pappig wird, zu belassen.

Zum Vergleich: Fotos sind nur ein Bild aber nicht eigenes sehen. Auf diesem Foto sind die Unterschiede zwischen den beiden Gräsern und zwischen trocken und leicht befeuchtet schlecht zu erkennen. Die Blüten sind ordentlich nachgereift und mit Kristallen überzogen. Das Steinschlag ist etwas heller und bildet angefeuchtet einen angenehmen pikant und ein wenig süßlichen Geruch. Das Afghan hat auch eine Duftnote, diese ist aber schwerer und sticht nicht so hervor. Das Steinschlag scheint etwas belebender zu wirken wobei das Afghan auch nicht richtig einschläfert.

Dem Afghan können gut zwei mal die Spitzen genommen werden um es in die Äste zu zwingen, es wird dann mit 28 Tagen bei einer Größe von ca. 25cm in die Blüte gestellt. Dort wächst es dann auf einen knappen Meter und bringt meist zwischen 300 bis 400 Gramm auf einen m² mit 400 Watt Beleuchtung. Es benötigt neun bis zehn Wochen in der Blüte. Das Steinschlag kann seine Spitze behalten, da es die Fläche auch mit ihr durch die dennoch wachsenden Seitentriebe gut ausfüllt. Nach 35 Tagen soll die Jungpflanze ca. 30 bis 35 cm hoch sein. In der Blüte wächst sie dann auf 70 bis 80cm heran und benötigt ebenfalls neun bis zehn Wochen. Der Ertrag wird auch meist bei 300 bis 400 Gramm pro m² liegen. Wegen der selben Blütedauer können beide Pflanzen gut nebeneinander angebaut werden.

Wenn nun bedacht wird, dass beide Pflanzen trotz CO² Begasung, die dazu nicht unbedingt notwendig ist, kein Gramm pro Watt gebracht haben und sie dennoch 70 Tage benötigten um erntebereit zu sein, dann ist dieses wohl kein Spitzenergebnis. Allzeit wird einem vor Augen gehalten, dass gewisse Gräser mit unter oder mit 50 Tagen fertig sind und diese dennoch fette Erträge abwerfen. Von bis zu 550 Gramm pro m² ist die Rede. Wie diese Gräser dann angebaut werden müssen, damit dieses klappt wird nicht dazu erklärt. Vermutlich wird mit über 400 Watt pro m² in einer vollautomatisch gesteuerten Kammer, die mit CO² Gas begast und auch runtergekühlt wird gearbeitet, vermutlich sind dieses die Spitzenergebnisse. Ansonsten wurden die Blüten wohl nur halbtrocken abgewogen, so wie es einige Leute machen. Das ist dann keine Feuchtigkeit sondern alles Harz.

Dieses soll nicht heißen, dass es nicht möglich ist, mit einem schnell blühenden Grass solch hohe Erträge zu erwirtschaften. Hiermit ist gemeint, dass dieses schwer vorstellbar ist und nicht ganz leicht sein wird. Wenn einem nun Pflanzen vor Augen stehen, die fast 400 Gramm pro m² Ertrag anbringen und man nicht wüste, wo die Pflanzen noch mehr Gewicht lassen könnten erscheinen 550 Gramm pro m² als nicht realisierbar.

Diese Gräser, die in bis zu 50 Tagen fertig sind, gibt es und einige dieser Sorten bringen auch einen gute Quantität oder Qualität oder sogar beides. Diese drei Faktoren der Blütedauer sowie die Qualität und Quantität der Blüten sind zur Vermarktung wirklich wichtig und werden deshalb werbewirksam geschönt. Unter gewissen Bedingungen können diese Gräser solche Erträge tragen, dieses sind dann aber nicht mehr nur Optimal Bedingungen sondern Optimalst Bedingungen. Für das Afghan wird vom Hersteller eine Blütedauer von 45 Tagen angegeben. Diese Pflanze dann zu ernten wäre dumm, da sie dann nicht einmal den halben Ertrag anbrächte und dessen Qualität vermutlich ziemlich mild wäre. Wenn die Armatur zu nahe an den Pflanzen ist und viel Wärme und Dünger wirken, können die Pflanzen schneller in die Reife gezwungen werden. Das Ergebnis wird dadurch in Qualität und Quantität wohl ziemlich leiden. Demnach sollten die Angaben zu der Ertragsmenge und der Blütezeit der einzelnen Sorten immer kritisch betrachtet werden. Es ist dann vermutlich selten, diesen Angaben nahe zu kommen oder diese Angaben sind stark geschönt und realistisch gesehen nicht erreichbar.

Interessant wird es dann, wenn die gewählte Sorte eine schlechte oder gar keine Keimkraft hat. Dann macht man wohl wieder irgendetwas falsch. Was könnte dieses dann sein, wenn alles genau so gemacht wurde, wie mit eigener Saat die aufging?

Saat ist empfindlich und es kann einiges falsch gemacht werden. Dennoch haben Keimlinge eine enorme Überlebenskraft. Ob man das heranziehen von Saat gänzlich falsch macht läst sich ganz einfach überprüfen. Vorab oder parallel zum sähen werden Getreidekörner gesät. Diese gibt es als Kleintierfutter und nicht jedes Korn ist unbeschädigt. Wenn diese Körner aufgehen und das teure Marihuana nicht ist dessen Keimkraft wohl dahin gewesen.

Durchgebracht werden müssen die aufgegangenen Sämlinge dann dennoch. Und wieder kann es dann sehr interessant werden, wenn die Jungpflanzen in der Blüte dann nicht nur männlich, weiblich und zwitterig werden sondern wenn die ausselektierten weiblichen Pflanzen der jeweiligen Sorte dann zudem noch alle sehr unterschiedlich wachsen, man also von Pflanze zu Pflanze etwas anderes hat und keine einheitliche Sorte. In dieser Situation ist es dann die Pflanze, die der Abbildung im Prospekt am ähnlichsten sieht und ansonsten die am best gefallenste.

Dieses scheint ein kleiner Irrgarten aus Vermarktung und Fehlinformation zu sein durch den sich ein jeder zu quälen hat. Als Schlussfolgerung bleibt hierbei anzumerken, dass es nicht so wichtig ist, dass die Pflanzen schnellstmöglich fertig sind und dabei den höchsten Ertrag haben. Dieses ist zwar wichtig aber gute bis überdurchschnittliche Ergebnisse sind bei einer entsprechenden Qualität völlig zufrieden stellend wenn diese Ergebnisse kein Einzelfall sind sondern immer wieder in diesem Bereich liegen. Solche angepriesenen Traumergebnisse wirken dann doch nur deprimierend, wenn man sie schon wieder weit verfehlt hat.

Wenn eine Pflanze gefunden wird, die einem zusagt, kann einem die Erfahrung durch den wiederholten Anbau dazu verhelfen, sich diesen Wunschwerten etwas mehr anzunähern.

Für das eine Extrem stehen oft andere Eigenschaften der Pflanzen zurück und deswegen soll man sich von solchen Angaben zu Blütedauer und Erntevolumen besser nicht zu sehr blenden lassen, es wird einem nur direkt die nächste sensationelle Neukreuzung vor Augen gehalten, die dann unbedingt sofort gekauft werden muss.

Dieser Effekt, der sechs Monats Sensation, ist in dem gesamten Grow Bereich zu finden und wird nicht unbedingt hilfreich sein, da es oft besser ist, dass, womit man arbeitet erst ein mal richtig kennen zu lernen. Neuheiten an Saat und Technik am Rande zu testen kann aber dennoch nicht schaden.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 14:05, Erscheinungsdatum Dienstag 31. März 2009 17:47

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