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Auch in Österreich wird mehr gekifft,

damit hat aber nur die Polizei und die Drogenberatung ein Problem, denn das könnte ja Arbeit geben.

Cannabis im Eigenbau

"Wir bemerken ein kontinuierliches Plus bei Cannabis, die Problemeinschätzung bei Jugendlichen sinkt", sagt der Wiener Drogenbeauftragte, Alexander David. Es wird offenbar mehr gekifft, wie aus der "Suchtmittel-Studie 2005" von IFES hervorgeht. Und: Das "Gras" kommt nicht nur durch Schmuggler ins Land, sondern wird zunehmend in Geheim-Plantagen in Wien und Umgebung angebaut.

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Artikel vom 05.04.2006 |KURIER

Diese Einschätzung deckt sich mit Erkenntnissen der Kripo. So wurden in Wien und NÖ zahlreiche Plantagen ausgehoben, erst kürzlich etwa in Mödling (wie berichtet). Teils waren die Anlagen mit Beleuchtungs- und Bewässerungsanlagen richtiggehend zur "Marihuana-Fabrik" ausgebaut worden.

Besorgniserregend(??) sei das laut David deshalb, weil natürliches Gras drei Prozent berauschendes THC beinhaltet, während der künstlich gezüchtete Kiffer-Hanf bis zu 20 Prozent THC intus hat. Die Gefahr, als "Ketten-Raucher" aus der Gesellschaft zu gleiten oder psychisch zu erkranken, sei größer.

An Setzlinge oder Gärtnerei-Hightech zu gelangen, ist weder schwer noch illegal. In Wien bieten Geschäfte Samen oder kleine Pflanzen an, via Internet kann auch in großem Stil bestellt werden. Da in Hanf-Läden nur Pflanzen verkauft werden, die (noch) nicht mit THC angereichert sind, ist der Handel (noch) legal.

Doch wer kifft nun? Bei der alle zwei Jahre durchgeführten Studie gaben 26 Prozent der Männer unter 30 (Frauen: 18 Prozent) an, sich in den letzten drei Jahren zumindest einmal eingeraucht zu haben. Die Zahl jener, die Hanf probiert haben, stieg von sieben (1993) auf 17 Prozent (2005).

Im allgemeinen sei die Situation, "vor allem was harte Drogen, Einstiegsalter und Zahl der Kranken betrifft, stabil", sagt Stadträtin Renate Brauner (SP). In letzter Zeit sei zwar eine etwas restriktivere Haltung der Bevölkerung gegenüber Konsumenten zu bemerken, dennoch finde etwa das System "Therapie statt Strafe" breite Zustimmung.

Man habe auch bemerkt, dass sich eine Koks-Straßenszene entwickelt hat. Bei der Kripo bemerkte man, dass Dealer nun neben Heroin eben auch Kokain verkaufen.

Erscheinungsdatum Montag 17. April 2006 02:18

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