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BAG/EKDF: Schweizerisches Cannabismonitoring 2004 -2007, Zusammenfassung

Die Anteile an Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche in ihrem Leben schon mindestens einmal Cannabis genommen haben oder aktuell Cannabis konsumieren, haben sich insgesamt betrachtet in den letzten Jahren (2004-2007) kaum verändert. Dies zeigen Zahlen des Schweizerischen Cannabismonitorings.

Gemäss einer repräsentativen Befragung, welche im Rahmen des Schweizerischen Cannabismonitorings durchgeführt wurde, hat der Cannabiskonsum in den letzten Jahren nicht weiter zugenommen. Die Anteile an Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche in ihrem bisherigen Leben schon Cannabis genommen haben oder aktuell Cannabis konsumieren, haben sich insgesamt betrachtet zwischen 2004 und 2007 kaum verändert:

Während im Jahre 2004 46 % der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 13 bis 29 Jahren sagten, mindestens einmal im Leben Cannabis genommen zu haben, waren es im Jahre 2007 44 %. Auch die Anteile an aktuell Cannabiskonsumierenden, das heisst jener Personen, welche in den sechs Monaten vor der jeweiligen Befragung mindestens einmal Cannabis genommen hatten, sind in der besagten Zeitspanne von 13 % auf 11 % leicht zurückgegangen. Der Rückgang in den Anteilen jemals und aktuell Cannabiskonsumierender erreicht keine statistische Signifikanz.

Deutlichere Veränderungen zwischen den beiden Erhebungszeitpunkten zeichnen sich jedoch in gewissen Subgruppen ab: Während bei 13- bis 24-Jährigen die Anteile an Personen, welche in ihrem Leben schon Cannabis genommen haben, zwischen 2004 und 2007 zurückgegangen sind, ist bei Erwachsenen im Alter von 25 bis 29 diesbezüglich eine signifikante Zunahme festzustellen. Gleichzeitig lässt sich bei Männern und Personen unter 25 Jahren ein Rückgang an aktuell Cannabiskonsumierenden feststellen, während bei 25- bis 29-Jährigen eine Zunahme an aktuell Konsumierenden zu beobachten ist.

Innerhalb der Gruppe der aktuell Cannabiskonsumierenden haben die Anteile an täglich oder fast täglich Konsumierenden von 14 % auf 9 % zwischen 2004 und 2007 deutlich abgenommen. In der gleichen Zeit sind die Anteile an Personen mit einem problematischen Konsummuster (gemäss dem Cannabis Use Disorders Identification Test) von 32 % auf 29 % leicht (d.h. nicht statistisch signifikant) zurückgegangen.

Das Alter beim Erstkonsum von Cannabis hat sich hingegen zwischen 2004 und 2007 deutlich nach unten verschoben: Während im 2004 im Mittel mit 16.5 Jahren zum ersten Mal Cannabis genommen wurde, lag das mittlere Einstiegsalter im 2007 bei 15.8 Jahren.

Zwischen 2004 und 2007 hat eine klare Verschiebung von der Beschaffung von Cannabis in Hanfläden und vom Selbstanbau auf den Bezug über Freunde oder über die Gasse stattgefunden: Im Jahre 2004 hatten 22 % der aktuell Konsumierenden gesagt, sie würden Cannabis im Hanfladen kaufen; im Jahre 2007 waren es nur noch 6 %. Gleichzeitig hatten im Jahre 2004 6 % gesagt, sie würden Cannabis auf der Gasse beziehungsweise bei einem Dealer kaufen, während drei Jahre später 13 % sagten, Cannabis über die Gasse oder beim Dealer zu beziehen.

Im Rahmen der oben zitierten repräsentativen Befragung der Bevölkerung im Alter von 13 bis 29 Jahren, wurden im Jahre 2004 5025 Jugendliche und junge Erwachsene in telefonischen Interviews zu ihrem Cannabis Konsumverhalten befragt. Drei Jahre später konnten davon 3103 Personen wieder befragt werden. Zusätzlich wurde die Stichprobe neu mit 2611 13- bis 18-Jährigen aufgestockt.

Das Schweizerische Cannabismonitoring beinhaltet nebst dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung eine Sentinellstudie, d.h. Gesprächsgruppen von Experten und Expertinnen, sowie eine kriminologische Marktstudie. Das Schweizerische Cannabismonitoring wurde durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ins Leben gerufen. Folgende Forschungsinstitute sind daran beteiligt: Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), das Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) in Zürich, das Institut Universitaire de Médcine Sociale et Préventive (IUMSP) in Lausanne, das Institut de Criminologie et de Droit pénal (ICDP) der Universität Lausanne sowie das Institut für Begleit- und Sozialforschung (IBSF) in Zürich. Finanziert wird das Cannabismonitoring durch das BAG.

Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings Letzte Änderung: 23.09.2008 | Grösse: 1046 kB | Typ: PDF

Das Schweizerische Cannabismonitoring wurde durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ins Leben gerufen und finanziert. Folgende Forschungsinstitute sind daran beteiligt: Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), das Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) in Zürich, das Institut Universitaire de Médcine Sociale et Préventive (IUMSP) in Lausanne, das Institut de Criminologie et de Droit pénal (ICDP) der Universität Lausanne sowie das Institut für Begleit- und Sozialforschung (IBSF) in Zürich. Das Schweizerische Cannabismonitoring beinhaltet eine repräsentative Längsschnittstudie, die in erster Linie Prävalenzen, Konsumformen und Folgen des Cannabisgebrauchs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (im Alter zwischen 13 und 29 Jahren) in der Schweiz sowie deren Einstellung zur Rechtslage erfasst. Eine erste Erhebung hatte im Jahr 2004 stattgefunden, eine zweite im Jahr 2007. Gemäss dieser repräsentativen Befragung, die im Rahmen des Schweizerischen Cannabismonitorings durchgeführt wurde, hat der Cannabiskonsum in den letzten Jahren nicht weiter zugenommen. Die Anteile an Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in ihrem bisherigen Leben schon Cannabis genommen haben oder aktuell Cannabis konsumieren, haben sich zwischen 2004 und 2007 kaum verändert.

  • Le « Monitoring Cannabis » comprend, en plus de cette enquête représentative, une étude sentinelle, c.à.d. des discussions au sein de groupes d'experts, ainsi qu'une étude criminologique du marché du cannabis. Le ‘Monitoring Cannabis' a été initié par l'Office fédéral de la santé publique (OFSP).
Erscheinungsdatum Sonnabend 11. Oktober 2008 02:08

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