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Bessere Gedächtnisleistung dank Cannabis

Eine neue Studie aus Kanada räumt auf mit dem weit verbreiteten Vorurteil, Cannabis-Konsumenten ("Kiffer") seien geistig nicht so auf der Höhe. Jetzt zeigt sich nämlich, dass Cannabis zumindest bei Ratten die Gedächtnisleitstung deutlich steigern kann. Laut Forscher Xia Ziang ist das Rauchen von Cannabis wahrscheinlich "eine gute Sache".

Die Fachzeitschrift "Journal of Clinical Investigation" berichtet in ihrer Novemberausgabe, dass an der Universität von Saskatchewan in Kanada die synthetische Substanz HU-210 an Ratten verabreicht wurde. HU-210 ist eine Substanz, die den Wirkungsmechanismus von delta-9-THC nachahmt und sogar übertrifft. Bei den Ratten wurde anschließend eine erhöhte Neuronen-Produktion in einem Teil des Großhirns, dem so genannten Hippocampus, festgestellt. Im Hippocampus werden Lern- und Gedächtnisleistungen, Angstgefühle und Depressionen gesteuert.

Das Forscherteam unter der Leitung von Xia Zhang geht davon aus, dass Angst und Depressionen mit mangelndem Zellwachstum im Hippocampus zusammenhängen. Mehrere jüngst erschienene Studien zeigten, dass eine Zunahme des Zellwachstums in dieser Hirnregion Ängstlichkeit drosselt. Im Gegensatz zu Cannabis verringern Alkohol, Nikotin, Kokain und Heroin die Bildung von Hirnzellen.

Die Studie deutet darauf hin, "dass das Rauchen von Cannabis [1] eine gute Sache ist", sagte Zhang. Auch könne sie dazu dienen, ein neues Medikament zur Behandlung von Depressionen zu entwickeln. Zunächst sei jedoch lediglich die Wirksamkeit von HU-210 bei Ratten bewiesen. Diese Substanz sei hundert Mal so stark wie der Wirkstoff delta-9-THC in Cannabis.

Quelle: rp-online 17.10.05; verschiedene

Notizen

[1] zumindest ohne Zugabe von Tabak

  • marijuana makes new cells grow in rat brains with reducing anxiety and depression
Erscheinungsdatum Sonnabend 12. November 2005 18:40

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