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Bestechung? Oberster Drogenfahnder verhaftet

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Der Chef des Rauschgiftsdezernats des Kantons Freiburg - er jagte Dealer und Süchtige. Jetzt sitzt er selber in einer Zelle. Steckte Paul Grossrieder (51) seine eigene Nase tief in des weisse Pulverfass?

Der Verdacht: passive Korruption, Verhinderung der Strafklage - und Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes. In Polizeikreisen heisst es: Der höchste Drogenfahnder hat selber Drogen konsumiert. "Und zwar in grossen Mengen", sagt ein Beamter. "Er ist ein dicker Fisch. "Das wird sich in den nächsten Tagen mahr als bewahrheiten."

Paul Grossrieder, seit 31 Jahren ist er bei der Polizei. Als Drogenfahnder feiert er Erfolge. Höhepunkt: die Affäre "Les Paccots FR". Unter seiner Leitung werden 1985 die international gesuchten Drogenbarone Scapüula, Altrieri und Wiesgrill geschnappt - mit 10 Kilo Heroin.

Ein Jahr später ist Grossrieder massgeblich an der Verhaftung von 20 Dealern der "French Connection" beteiligt. Der internationale Drogenring wird zerschlagen, die Mörder des 1981 getöteten Marseiller Richters Pierre Michel identifiziert.

Tappte der Fahnder jetzt selber in die Drogenfalle? Ein Beamter: "Es war für Grossrieder kein Problem, an die Ware zu gelangen.

Aus der Zeitung Blick vom Dienstag 24 März 1998
Artikel modifiziert Mittwoch 3. Dezember 2003 15:59, Erscheinungsdatum Montag 24. November 2003 16:11

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