Blüte
Es ist absolut toll, die Pflanzen wachsen und blühen zu sehen. Lange muss man sich gedulden, bis die Pflanzen reif sind, es ist wie der Advent, damals, als man als Kind auf Weihnachten gewartet hat. Das kann man gar nicht beschreiben, man muss es selbst erlebt haben. Seid ihr schon soweit um diesen Schritt in eure Unabhängigkeit vom Schwarzmarkt zu tun?
Blüte
//In diesem Kapitel wird noch nicht der Bau oder die Strukturierung einer Blütekammer geschildert.
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Nun ist das Fundament bereitet um darauf aufzubauen. Ob nun eigene Stecklinge herangezogen wurden oder diese organisiert werden. Man hat nun entweder kleine Pflanzen mit großer Wuchskraft oder größere mit weniger. Wenn eine Pflanze mit viel Höhentrieb in die Äste gezwungen wird, teilt sich ihre Kraft auf mehrere Triebe und dieses drosselt ihr Höhenwachstum etwas.
Die Stecklinge werden aber nach Möglichkeit nicht direkt in die Blüte gestellt, sondern erst auf das Wuchsmedium, auf dem die Pflanze in der Blüte stehen wird, angewurzelt . Drei bis fünf Tage soll die Pflanze anwurzeln können, sie kann aber auch auf dem Medium auf Höhe gezogen werden. Die Pflanzen können dieses auch in der Blütekammer, wenn der Abstand (125% der 60 oder 80 cm) zu den Armaturen berücksichtigt wird und der Lichtzyklus auf 18 Stunden Licht eingestellt wird. Kräftig gewurzelte Stecklinge können zwar direkt auf das Wuchsmedium in die Blüte gestellt werden, dieses ist aber meist nicht so gut, da diese klein- oder einzelne zurückbleiben. Die im vorherigen Kapitel beschriebene Methode, die Stecklinge in zwei Töpfen, von denen der eine keinen Boden hat, heranwachsen zu lassen hat sich gegen die Steinwollblöcke, die in diesem Kapitel zum Schluss auf einem Foto zu sehen sind, durchgesetzt.
In welcher Art und Weise die Pflanzen nun in die Blüte gebracht werden entscheidet die vorherige Vorgehensweise oder die Erwartung an das, wie die Pflanzen wachsen sollen.
//Wuchsmedien sind z.B. Töpfe mit Erde oder Cocos oder in Librakästen liegende Steinwoll oder CoGr Matten. Es gibt auch andere Möglichkeiten aber dieses sind die Üblichsten.
Wurzelstimulator wirkt im niedrigem EC Wert am besten und die Pflanzen brauchen auch noch nicht viel Dünger, also wird das Wasser zum anwurzeln mager angerührt. Wachsende Pflanzen können besser wachsen und wurzeln, wenn sie noch nicht so hart gedüngt werden, später in der Blüte soll der EC Wert dann etwas gesteigert werden, man sollte aber zur Vorsicht lieber unterdüngen als überdüngen.
Wenn die Blüte über das exakte beleuchten von 12 Stunden Licht zu 12 Stunden absoluter Dunkelheit eingeleitet wird, darf die Dunkelfase nicht gestört werden, in der es richtig dunkel sein muss. Die Pflanze wird über Hormone gesteuert. Bei 18 Stunden Beleuchtung wächst die Pflanze, bei 12 Stunden fängt sie an zu blühen und wenn sie blüht schütten die Blüten Hormone aus, die das Wachstum bremsen. Kommt in der Dunkelfase nun doch plötzlich Licht an die Pflanzen „verwirrt“ diese das wobei dieses in der Vorblüte belanglos ist.
Für die Blüte braucht die Pflanze, nachdem sie aufhört zu wachsen, rotes Licht (Lichtspektrum), zu Beginn ist rot-blau vorteilig und in der Vorblüte mit hohem Blauanteil.
Als Basis für die Pflanze gibt es unterschiedliche Wuchsmedien, die Vor- und Nachteile haben können: Erde, Cocos, Steinwolle und CoGr sind nicht die einzigen Möglichkeiten, jedoch besser als Aqua (Wasser), Blähton oder Granulate. In diesem Fall ist es so wie bei Sand das besser direkt auf Steinwollmatten gearbeitet werden kann. Dem völlig nährstofflosem Medium wird der entsprechende Dünger in produktiver Weise zugefügt. Cocos Matten werden durch CoGr Matten abgelöst. Die Methode, die frei in die Wuchsbox wachsenden Wurzeln permanent mit Nährstofflösung zu besprühen, kann, wenn man es unbedingt möchte, als paralleles Experiment probiert werden, wenn man erfahrener ist und die entsprechenden Möglichkeiten dazu hat, die aber praktisch gesehen schon Laborähnlich sein müssen. Hat man eine gut funktionierende Anlage sollten neue Ideen erst parallel getestet werden als sich eventuell unwissend erheblich zu schaden.
Wichtig ist es immer, den entsprechenden Dünger zu verwenden.
Erde
ist sozusagen die natürlichste Möglichkeit und besonders für die ersten Anfänge nicht verkehrt. Wenn manuell gegossen wird kann individuell nach Bedarf gegossen werden. Die Töpfe kurz anzuheben und die leichter werdenden kräftig zu wässern ist eine sichere Möglichkeit da selbst wenn immer etwas gegossen wird die Erde unten dennoch trocken sein kann. Oder die oberflächlich angetrocknete Erde wird wieder etwas gegossene und einzelne Pflanzen ersaufen im Wasser, da der Wurzelballen im unteren Bereich noch klitschnass war. Es könnte auch das Gardena-Tropfblumat zum gießen verwendet werden, aber dieses birgt Probleme. Es ist für ungedüngtes Leitungswasser gedacht das meist mit drei Bar Druck auf der Leitung liegt.
Bei der Verwendung von gedüngtem Wasser, welches mit wenig Druck auf der Leitung liegt setzen sich vor den Prickern teilweise Versalzungen und auch Kalk in den Schlauchverengungen ab und verstopfen diese oder Wurzeln wachsen in die dann dadurch verstopften Leitungen. Ansonsten ist dieses Gießsystem schwer einstellbar, sodass einige Pflanzen ersaufen und andere vertrocknen anstelle nach Bedarf mit Wasser versorgt zu werden. Teilweise liegt die ganze Leitung wegen Luftblasen lahm oder der ganze Tank läuft lehr und das kann zu Wasserschäden führen. Also wird Erde besser manuell gegossen. Wenn der Quelltank erhöht ist kann das Wasser durch einen Schlauch angesogen werden dessen letztes Ende an einen Bambusstab befestigt wird. Nun kann bequem weit in den Raum reichend gegossen werden.
Wem dieses nicht reicht, der kann anstelle einer Gardena-Tropfblumat Bewässerung (oder ähnlichem) eine Gardena Urlaubsbewässerung nehmen. Pflanzen, die wenig Wasser benötigen werden mit einem Pricker versorgt, Pflanzen, die viel Wasser benötigen werden mit drei Prickern versorgt und der Rest mit zweien. Die Bewässerung kann über Zeituhr angesteuert mehrfach am Tag laufen. Ein bis zwei mal die Woche werden die Töpfe angehoben um den zu schwer werdenden einen Pricker mit einem dicken Nagel zu verstopfen und die zu leicht werdenden zu gießen. Zumindest wird dieses funktionieren, wenn mal ein paar Tage überbrückt werden müssen.
Ansonsten soll sich der Laie nicht selber Erde anmischen da dabei Fehler gemacht werden können oder in der von Draußen geholten Erde Schädlinge sein können, also spart man sich den Arbeitsaufwand. Im Gartenhandel gibt es ungedüngte Anzuchterde und gedüngte Blumenerde z.B. von Compo und in Grow-Shops gibt es speziell auf den Bedarf von Hanf abgemischte Erde.
Auf Erde gibt es einen entscheidenden Nachteil der sich böse rächen kann. Es wird soviel gegossen wie die Erde zum feucht bleiben braucht aber viel Wasser verdunstet. Salze reichern sich an und verpesten irgendwann das Wurzelklima. Deswegen düngt man weniger als der Hersteller angibt und bei Hitze im Sommer noch weniger oder die knappe Hälfte. Auffällig ist, das auf den selben Düngereinheiten teilweise für Holländer schon die Hälfte des Düngers angegeben wird wie für Deutsche, dieses erschwert dann die genaue Angabe zum düngen. Im Zweifelsfall ist weniger jedoch immer besser als zuviel. Wenn die Blüte halb vorbei ist, können die Töpfe mit der doppelten Literzahl des Erdvolumens gespült werden, danach wird mit ca. ¼ des Erdvolumens nach Herstellerangaben gut gedüngtes Wasser nachgespült. Man gießt erst wieder, wenn der Boden antrocknet aber die Pflanzen haben schon Dünger. Dieses stellt sicher, dass nicht überdüngt wird. Die Pflanzen reifen und brauchen nicht mehr viele Nährstoffe, da in der Erde noch genug drin ist. Deswegen wird der Dünger ca. 10 Tage vor der Ernte abgesetzt.
So kann ungefähr gedüngt werden ohne Messgeräte zu haben. Aber die Werte können auch überprüft werden: man spült ein oder zwei Töpfe und mist die Wasserwerte. Ist der EC Wert im Dränagewasser hoch kann entweder der Dünger abgesetzt werden oder die Werte können runter gespült werden. Drei Tage vor der Ernte kann der Dünger noch aus der Erde gespült werden (unter 2 EC im Dränagewasser) damit die Pflanzen „sauber“ geerntet werden können, dieses ist aber nicht notwendig wenn nicht zuviel gedüngt wurde, es ist aber besser. Möchte man die Erde wiederverwenden soll diese vorher gründlich auf einen EC Wert im Dränagewasser von unter 2 gespült werden. Wird vor der Ernte auf diesen Wert gespült erübrigt sich weiteres spülen. Um sicher zu gehen soll regelmäßig neue Erde verwendet werden, auch deswegen, da diese sich verbrauchen kann.
Wenn die neue Erde bepflanzt wird, soll berücksichtigt werden, dass diese vorgedüngt ist und oft reichlich. Man gießt nun einfach die ersten zwei Wochen ohne Dünger oder mit sehr wenig und dann mit Bedacht. Der Wuchsdünger kann auch weglassen werden um mit der Blüte mit dem Blütedünger zu beginnen.
Wenn wenig gedüngt wird und die Blätter stark rotstielig werden und sogar schon die Stängel rot anlaufen kann etwas kräftiger gedüngt werden. Um sich sicher zu sein, dass es sich dabei aber wirklich um einen Nährstoffmangel handelt sollen die Dränagewasserwerte geprüft werden. (Wird noch beschrieben.)
Dieses ist alles Arbeitsaufwand der bei Steinwolle oder CoGr geringer ausfällt. Über Zeituhr kann die Anlage gewässert werden und mehrere Tage unbeaufsichtigt bleiben. Ansonsten kann besser und effektiver gearbeitet werden. Wer dieses nicht glaubt, kann es wenigstens mit je einem Librakasten, der dann auch manuell gegossen werden kann, ausprobieren.
Mit Töpfen kann zwar jede Pflanze auf Höhe gestellt werden wenn diese nicht gleichmäßig wachsen aber Librakästen, in die Steinwollmatten oder CoGr-Matten gelegt werden, können auch aufgebockt werden. Für die Pflanzen, die zurück bleiben, wachsen die anderen, die dann mehr Platz haben, oft kräftiger.
Steinwolle und CoGr bauen auf das selbe Konzept auf: die einen Meter langen Matten werden in die Kästen gelegt und die Pflanzen werden auf diese gesetzt. Diese Medien sollen tropfnass sein und somit gießt man mehr als die Pflanzen brauchen. Überschüssiges Wasser wird von den Librakästen aufgefangen und kann von diesen aus in eine Auffangrinne abfließen. Somit kann mit einer Giessanlage gearbeitet werden.
Coco Briketts
bestehen aus gemahlenen Kokosnüssen die mit Wasser aufquillen und einen morastigen Boden bieten. Dieses ist für diejenigen interessant, die mit Töpfen arbeiten möchten. Vermutlich ist es so wie bei Steinwolle, dass wenn dieses Material tropfnass ist kann es für die Wurzeln zu wenig luftig sein. Wenn es aber beginnt zu trocknen kann es etwas mehr gegossen werden als wie es Wasser aufnimmt. Dieses begünstigt eine Gießanlage die ein mal am Tag mehrere Intervalle gießt. Der Boden ist dann klitschnass aber im Verlauf des Tage saugt die Pflanze Wasser ab an dessen Stelle Luft Platz hat. Da die einzelnen Pflanzen unterschiedlich viel Wasser benötigen wird etwas mehr gegossen und der Rest läuft ab aber auch die größeren Pflanzen haben Wasser. Wenn man den Pflanzen zwei Verteiler und den größeren drei gibt kann dieses zusätzlich helfen. Mit dem richtigem Dünger kann mit diesem Material dann in Töpfen mit dränierender Bewässerung gearbeitet werden wenn regelmäßig darauf geachtet wird, dass die Pflanzen vor dem Gießintervall noch nicht ganz trocken stehen, diese einzelnen können dann auch manuell nachgegossen werden.
Theoretisch kann auch mit Sand angebaut werden. Da dieser im Endeffekt so lehr wie Steinwolle ist würde mit Steinwolldünger gearbeitet werden. Drei Tage vor der Ernte soll der Sand auf einen Wert von unter zwei EC im Dränagewasser gespült werden. Nachdem der Sand aus dem Wurzelballen geschüttelt wird, kann er wiederverwendet werden, solange er sauber ist. Frischer Sand kann bei der ersten Verwendung zur Vorsicht etwas durchgespült werden.
Steinwolle
Die Matten sollen vor Verwendung, nach Möglichkeit einen Tag vor der Bepflanzung, mit PH Wert angeglichenem Wasser (5,5 bis 5,8) komplett, also tropfnass gewässert werden. Dieses Wasser soll ein wenig Dünger mit Wurzelstimulator enthalten bei einem EC Wert von 1,0. Die Matten brauchen erst auf der Unterseite Drehnagelöcher die per Schraubenzieher zu beiden Seiten längs in die Matte gestanzt werden, z.B. 15 bis 25 Löcher zu beiden Seiten. Nun werden die Matten in die Kästen gelegt um in die Oberseite der Matte dort Kreuze zu schneiden wo die Stecklinge stehen sollen, sodass deren Würfel in diese passen. Die Ausgänge der Librakästen stellt man erst nach oben und gießt die Matte tropfnass. Es wird kurz gewartet bis die Matte sich vollgesogen hat um die Ausgänge nach unten zu drehen damit überschüssiges Wasser für weitere Matten aufgefangen werden kann. Auf der Oberseite zwischen den Pflanzpositionen können noch einige Lüftungslöcher per Schraubenzieher gestanzt werden. Die Stecklinge die man auf die Matten stellt und auch deswegen in Steinwollwürfeln vorzieht, sollen mit der Matte fest verwurzeln.
Nach Angaben des Herstellers wird im unteren Bereich gedüngt. Die Pflanzen saufen das Wasser, brauchen aber nur einen Teil des Düngers, sodass dieser sich anreichert. Deswegen können die Matten zusätzlich zur normalen Dränage alle 14 Tage etwas gespült werden, zwei bis drei Tage vor der Ernte soll der EC Wert der Matten auf ca. 1,5 im Dränagewasser gespült werden. Nun wird ohne Dünger nur noch gegossen damit die Pflanzen nicht austrocknen.
Somit wird vor dem letzten spülen alter Dünger weggespült und frischer kann wirken. Die Steinwollmatten sollen generell tropfnass sein und deswegen eignet sich zum wässern für wenige Matten die Gardena- Urlaubsbewässerung. Ansonsten sind größere Pumpen die mehr Kapillarschläuche versorgen können besser. Über eine Zeituhr angesteuert soll in der Beleuchtungsfase regelmäßig etwas gewässert werden. Da die Matten tropfnass sein sollen wird 10 bis 20% dräniert, das heißt auf zehn gegossene Liter Wasser laufen zwei Liter aus den Matten heraus die aufgefangen werden um sie wegzuschütten. Wen gut dräniert wird und auf die Dränagewasserwerte geachtet wird, kann man sich das Spülen bis auf das vor der Ernte einsparen da sowieso mit jedem Tag ein wenig durchgespült wird.
Es kann von Vorteil sein, die Librakästen regelmäßig anzuheben. Besonders auf Steinwolle kann es passieren, dass kräftige Pflanzen übermäßig viel Wasser brauchen und die Steinwollmatte trocken liegt. Diese kann aber manuell gegossen werden. Genauso kann es aber auch sein, dass auf einer Steinwollmatte kleinere Pflanzen immer tropfnass stehen. Dieses ist gar nicht so gut, da dann nicht viel Platz für Luft in der Steinwolle vorhanden ist. Deswegen soll zum Beleuchtungsbeginn der Großteil gegossen werden und dann noch ein bis zwei mal am Tag verteilt um den Pflanzen etwas Nährstoffe zuzuführen. Somit sind die Matten nur an einem Punkt am Tag klitschnass. Wenn regelmäßig einzelne Pricker verstopfen wäre es ratsam für jede Pflanze zwei Pricker zu berücksichtigen damit in jedem Fall einer Wasser führt. (Wenn sich das Wasser bei verstopften Prikern aus der Matte nach oben zieht kommt es auf der Steinwolle zu Schimmel und dieser ist für die Pflanze gar nicht vörderlich.)
CoGr
besteht aus gemahlenen und geraspelten Kokosnussschalen und Kokosnussfasern, dieses körnige und faserige Naturgranulat bietet gutes lockeres Bodenklima.
Die trockenen, gepressten Matten müssen einen Tag vor Verwendung eingeweicht werden. Pro Matte werden 12,5 Liter Wasser mit 25 ml Buffer Agent bei einem PH Wert von 5,5 bis 5,8 angerührt. Die Matte wird in einen Librakasten gelegt der etwas schräg gestellt wird. Zum oberen Ende wird eine Öffnung in die Folie geschnitten, sodass ein Trichter in diese passt. Nun schüttet man per Eimer oder Kanne 12,5 Liter vom Wasser in die Folie und läst dieses einen Tag einwirken. Nun werden die Matten wie es schon bei den Steinwollmatten beschrieben ist mit dem Schraubenzieher bearbeitet wobei bei CoGr ein paar Luftlöcher mehr nicht schaden. Das Loch für den Trichter soll mit auf der Oberseite sein. Auch auf diesem System werden 10 bis 20% dräniert. Bei frischen CoGr Matten kann der PH Wert bei über 6 liegen.
Das CoGr Material wird vom Hersteller etwas vorbehandelt und das Dränagewasser kommt zuerst schwarz aus den Matten und kann einen EC Wert von ca. vier haben. (Die Anfangswerte in den CoGr Matten scheinen etwas zu schwanken und das der EC Wert bei vier liegt war vermutlich eine Ausnahme, dieses vorher zu prüfen ist dennoch nicht verkehrt) Dieses ist nicht direkt Dünger, sondern Substanzen die das CoGr als Wurzelnmedium vorbereiten. Also kann es vorteilig sein zu Beginn gründlicher zu dränieren oder besser man weicht die Matten fünf Tage vorher ein und spült vor der Bepflanzung den EC Wert der Matten auf unter 2,0. Die Substanzen haben wirken können, aber deren Konzentration ist gemindert. Nun wird pro Matte ca. 4 Liter Wasser nachgespült die 2/5 der angegebenen Menge Buffer Agent enthalten und mit etwas Dünger und Wurzelstimulator auf einen EC Wert von knapp zwei angereichert werden, der Dünger zieht in das CoGr. Die Jungen Pflanzen finden so gute Startbedingungen vor.
Auf diesen Matten kann nun vier mal oder neun Monate lang angebaut werden wenn jeweils ab der dritten Blütewoche Cana Zym verwendet wird und die Matten vor dem Wiederverwenden auf ca. 1,5 EC im Dränagewasser gespült werden.
Mit CoGr kann sehr gut Hydrophonisch gearbeitet werden wobei die Beschaffenheit des CoGr Erdähnlich ist. Bodenbakterien helfen den Pflanzen, diese können sich in Steinwolle vermutlich nicht gut halten da diese nicht humusartige Eigenschaften hat.
Zu CoGr und Steinwolle
Wenn es geschickt angestellt wird kann das Dränagewasser eventuell direkt abgeleitet oder per Schwimmerpumpe weitergeleitet werden, in einen Abfluss. Ansonsten sind noch wurzelnde Pflanzen knapp zu düngen und damit alter sich stauender Dünger entsorgt wird soll man unbedingt dränieren, auch da dieses gewährleistet, dass auch die Matten, in denen mehr Wasser verbraucht wird tropfnass sind. Dieses soll bei Steinwolle und CoGr so sein und ist ein entscheidender Vorteil da es das automatisierte Wässern per Zeituhr ermöglicht. Im Sommer oder bei Hitze soll generell etwas knapper gedüngt und etwas stärker dräniert werden da wesentlich mehr Wasser einfach verdunstet.




In den vier Fotos sind nun ganz oben Jungpflanzen in Steinwollstartblöcken auf den CoGr Matten in ihrem ersten Blütetag zu sehen. Oben sind die jungen Blüten einer ca. fünf Wochen in der Blüte stehenden Pflanze zu sehen, unten ist die reifende Blüte einer ca. neun Wochen in der Blüte stehenden Pflanze zu sehen. Ganz unten ist die älteste Altersstufe der gedrittelten Blütekammer zu sehen. Die Pflanzen sind zu ihrer Stabilisierung angebunden, Pflanzenjojos sind zu dieser Fixierung geeigneter.
Für alle Medien interessant:
Zum düngen gibt es einen simplen Trick: vom Dränagewasser wird der EC und PH Wert gemessen und somit kann gesehen werden wie es in den Matten aussieht und danach kann frischer Dünger angerührt werden. Die Düngerlösung soll frisch angerührt aufgetragen werden, nicht alt und abgestanden sein und ist somit innerhalb von sieben bis zehn Tagen aufzubrauchen. Deswegen soll man das alte abgestandene Dränagewasser wegschütten obwohl mit diesem auch frische Lösung angerührt werden könnte.
Wenn die PH Werte in den Matten zu hoch oder niedrig sind, werden diese dadurch reguliert, indem man mit 5,5 oder 6,2 anrührt, der Wert soll sich bei 5,8 befinden und nicht niedriger als 5,5 oder höher als 6,0 werden.
Obwohl knapp gedüngt wird wächst der EC Wert von Messung zu Messung an? Dieses ist auch normal, die jungen Pflanzen brauchen erst wenig dann aber eine höhere Konzentration an Nährstoffen. Diese darf aber auch nicht zu hoch werden. Zum Blütebeginn soll der Dränagewasserwert bei 2 bis maximal 2,5 EC liegen, sichtlich blühende Pflanzen sollen schon einen Wert von 3 bis 3,5 haben. Im späteren Verlauf der Blüte soll der Wert in den Matten zwischen vier und fünf EC liegen soll aber nicht höher als fünf sein, ab 6 gehen die Pflanzen an Überdüngung ein. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass einige Pflanzen Düngerempfindlicher sind als andere und diese nur bis vier EC im Dränagewasser hochgedüngt werden sollen. Wenn der EC Wert über den Maximalwert, der für das Afghani fünf EC im Dränagewasser ist ansteigt soll dringlich auf vier bis fünf oder sonst auch auf bis zu vier EC gespült werden, da es den Pflanzen nicht nur schadet, sondern diese auch töten kann wenn sie völlig überdüngt werden.(vermutlich ab 6 EC aufwärts) Wenn die Blattspitzen sich nach oben rollen und/oder absterbend oder grünbleibend vertrocknen, kann dieses daran liegen, dass im Wasser so viele Salze sind, dass die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen kann und vertrocknet. Man spüle das dreifache Erdvolumen oder auf unter vier EC und dünge nun weniger.
Zum düngen geben die Hersteller einen Wert zum Begin und für die fortgeschrittene Blüte an. 1,5 bis 2,4 und 1,8 bis 2,7 können die empfohlenen EC Werte sein. Zu Beginn, wenn die Pflanzen noch wurzeln sollen reichen 1,4 und wenn die Pflanze etwas Zeit zum wurzeln hatte (z.B. sieben Tage) kann der Wert um 0,2 erhöht werden. Wenn die Pflanze bereits sichtlich blüht wird mit 2,0 bis 2,4 aber bei Hitze nur mit 1,8 bis 2,2 EC gedüngt. (Auf dränierten Medien, ansonsten um 0,2 EC knapper düngen.) Wenn dräniert wird fließt das Wasser an den Wurzeln vorbei und die Pflanze nimmt benötigtes auf und der Rest wird weggespült so das die Pflanzen ein gutes Wurzelklima behalten. Es soll ca. 20% dräniert werden aber bis zu 30% schadet besonders im Sommer oder bei Hitze nicht und garantiert, dass die Pflanze immer mit viel frischem Dünger versorgt wird. Zumindest soll der EC Wert im Blüteverlauf in den Matten (und auch allen anderen Wuchsmedien) anwachsen: Zum Blütebeginn soll der Wert im Dränagewasser bei unter 2,5 liegen, wenn die Pflänzchen sichtlich erste Blüten haben und nicht mehr in die Höhe wachsen soll der Wert 3 überschritten haben und sich der 4 annähern. Nun soll dieser Wert auf über 4 bis zu 5 steigen. Dabei wird am besten 4,5 EC des Dränagewassers angepeilt. Wenn es sich um Düngerempfindliche Pflanzen handelt sollen diese Werte zum Schluss der Blüte um 0,5 nach unten angeglichen werden.
Die Matten können auch alle 14 Tage in diesen Wert gespült werden oder man dräniert einfach etwas mehr und düngt etwas weniger oder wenn der Wert in den Matten zu niedrig ist eben umgekehrt, bis dieses so ist, wie man es wünscht.
Auffällig ist, das der EC Wert beim normalen dränieren niedriger ist als beim spülen, beim dränieren sickert das Wasser langsam durch die Matte und beim spülen läuft es schnell durch diese. Beim normalen dränieren sind die Werte in den Matten also höher als man im Wasser mist oder beim spülen wird einfach der Dünger wie durch eine Welle mitgerissen. Zumindest ist dieses bei CoGr so. Zu den weitern Angaben sind die Dränage Werte und nicht die des Spülens gemeint, es sei denn das ein Wert herunter gespült wird.
In der Vorblüte, für Mutterpflanzen, reicht ein Wert bei 2 bis 3 EC, sollen die Pflanzen anwurzeln, z.B. von der Aufzucht zur Blüte, soll der Wert erst unter oder bei 2 liegen. 10 bis 14 Tage vor der Ernte, je nach Sorte oder Blütedauer, kann der Dünger abgesetzt werden, hat man aber knapp gedüngt wird einfach bis 5 bis 7 Tage vor der Ernte weiter gedüngt. Es genügt ansonsten auch, zwei bis drei Tage vor dem Erntetag einmal kräftig auf einen Wert von ca. 1,5 zu spülen, dann kann bis zu diesem Punkt durchgedüngt werden. Die Pflanzen reifen oft etwas unterschiedlich schnell ab und die noch wachsenden Bereiche haben so noch Nährstoffe. Ca. zwei Tage vor der Ernte zu spülen genügt bei nicht sichtlich überdüngten Pflanzen aus damit diese ihren Dünger und dadurch erzeugten Fruchtzucker umwandeln können. Die Pflanzen brauchen kaum noch und dann keinen Dünger mehr, da sie reifen. Der Dünger wird in der Pflanze zu Zucker umgewandelt und mit diesem zusammen können die Salze den Geschmack mindern und zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder bedrücktem Nebel führen. Die Pflanze kann nun „sauber“ reifen und geerntet werden.
Eine digitale Zeituhr und die Gardena Urlaubsbewässerung dienen zum durchspülen. Man programmiert die Zeituhr so, dass diese jede zweite Minute pumpt und stellt diese nach 40 Minuten wider auf die Ausgangszeit. Während dessen kann anderes erledigt oder Video gesehen werden.
Es kann auch ein Zeitrelais verwendet werden. Dieses kann auf zwei Zeiten eingestellt werden die immer wieder nacheinander ablaufen. Wenn die erste Zeiteinheit nun auf eine viertel Sekunde und die zweite auf eine Minute eingestellt wird beschleunigt sich der Vorgang des Spülens. Das durchlaufende Wasser kann mit einer zweiten zur Leistung der Ersten abgepassten Pumpe weitergeleitet werden.
Zu wünschen bleibt ein schmackhaftes und intensiv wirkendes Gras.
Zusammenfassung des Düngens:
Das alles ist erst verwirrend, diese EC Werte für das Gießwasser dienen als Richtwerte. In erster Linie ist darauf zu achten wie die Dränagewasser Werte aussehen und daraus ist abzulesen wie die Werte des Gießwassers aussehen sollen. Die Matten oder Wuchsmedien haben im Dränagewasser einen Wert von unter zwei EC. Nun werden die Jungpflanzen auf diesen in die Blüte gestellt und mit einem Wert von 1,4 EC gedüngt. In der zweiten Woche steigt dieser Wert auf 1,6. In der dritten Woche wird auf Blütedünger umgestellt und oft festgestellt das der EC Wert im Dränagewasser zu niedrig ist. Für den Wuchs ist dieses nicht schlimm gewesen aber in der Blüte wird viel mehr Düngerdruck benötigt. Also kann nun einfach mit einem EC Wert von 2,2 bis 2,4 gedüngt werden bis der gewünschte Wert im Dränagewasser erreicht ist. Nun Wird mit 1,8 bis 2,2 weitergedüngt.
Es kann nicht gesagt werden wie viel Dünger die Pflanzen im Gießwasser benötigen. Es wird etwas mehr oder weniger dräniert oder es verdunstet etwas mehr oder weniger oder die Pflanzen oder Wuchsmedien sind etwas größer oder kleiner. Solche Faktoren können nicht verallgemeinert einkalkuliert werden. Das Dränagewasser wird einem aber verraten wie gedüngt werden soll.
Allgemeines:
Wichtig ist es, dass man die Pflanze, die man anbaut kennt. Einige Sorten wachsen üppig in die Höhe aber dabei nicht in die Breite oder die Pflanze wächst in der Blüte zwar aber nur kurz. Um gute Ergebnis der Masse erzielen zu können soll die Fläche gleichmäßig und dicht aber dennoch etwas Luftig begrünt sein. Von oben betrachtet soll man den Boden am besten fast nicht mehr sehen können wenn die Pflanzen bereits üppig blühen. Je nach Sorte sind 50 bis 60 oder 60 bis 80 cm eine gute Wuchshöhe. Den Raum komplett und möglichst gleichmäßig ausfüllend werden die massigsten Erträge erzielt.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, nach Möglichkeit, immer an das selbe als gut befundene Material zu gelangen. Da dieses oft schwierig ist, ist dieses auch ein guter Grund für eine eigene Stecklingsnachzucht. Wenn eine Sorte üppig oder mager im Volumen wächst weis man dieses. Oder die Pflanze neigt dazu sich zur Ernte hin zu neigen und auf dem Boden zu liegen? Man weis dieses und kann die Pflanzen mit Stäben stützen oder diese zur Kammer befestigen und zwar wenn diese noch nicht so bepackt und noch flexibel sind. Reifende Pflanzen verholzen und dieses kann zu Brüchigkeit führen. Außerdem können die Pflanzen beim befestigen in die Wuchslöcher manövriert werden um eine gleichmäßige Begrünung zu erzielen. Liegende Pflanzen schimmeln schneller und werden nicht so gut und gleichmäßig mit Licht versorgt.
Sind die Pflanzen stabil genug, kann man sich dieses sparen. Nicht nur dieses sind Gründe dafür immer wieder auf die selben Genetiken zurückzugreifen. Wenn die massigsten Erträge erzielt werden und diese keinen Wert haben oder nicht so viel wie von anderen Pflanzen hat das alles wenig Sinn. Deswegen sollen neue Genetiken immer erst einmal am Rande getestet werden um sich einen ersten Eindruck verschaffen zu können.
Schimmel kann auftreten wenn die Luft steht und feucht ist. Pflanzen, Tapeten, Erde, Teppiche, Pappe und anderes können dann verrotten und schimmeln, die Sporen breiten sich dann im ganzen Raum aus. Dieses ist zu vermeiden. Schimmelanfällige Gegenstände oder auch Tapeten sollen dann nach Möglichkeit entfernt werden und man soll die Luft intensiver umwälzen, im Raum und aus diesem heraus. Für junge noch wachsende Pflanzen ist hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80% gut, aber für schon bepackte reifende Pflanzen ist eine Luftfeuchtigkeit von unter 60% besser. Das fördert die Verdunstung und senkt die Schimmelgefährdung. Auch bei eher trockener warmer Luft kann Schimmel auftreten, vermutlich schwitzt die dann eher fest wachsende Blüte im Innern die bei etwas mehr Luftfeuchtigkeit etwas flufiger wachsen würde. Somit wird vermutlich für die Blüte eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60% meist optimal sein.
Der Wert der Luftfeuchtigkeit kann aber meist nicht nach belieben variiert werden und so fangen die dicksten Blüten schon mal an zu schimmeln. Dieses ist meist aber nicht immer daran zu erkennen, dass Blätter, die direkt aus der Blüte ragen vertrocknen. In der Blüte gammelt und schimmelt es an dieser Stelle, sodass der Blattstiel das Blatt nicht mehr versorgt und dieses welkt. Aber zu diesem Zeitpunkt kann noch viel gerettet werden. Mit den Fingern oder einer Schere entfernt man die gammeligen Stellen komplett und wird feststellen das es oft noch nicht richtig schimmelt, sondern erst gammelt. Dadurch wird die Sporenentwicklung gemindert und es wird verhindert das sich der Gammel ausbreitet. Das, was noch nicht richtig geschimmelt hat, kann getrocknet und dann genutzt werden. Wenn man den Schimmel nicht sieht und sich freut die dicken Blüten endlich zu ernten, kann der innere Bereich von diesen bereits komplett vergammelt sein, die Blüte fällt einem dann beim ernten auseinander. Alles Gammelige wird mit der Schere weggeschnitten und etwas nicht so tolles Blütenmaterial wird gerettet, die kleineren Blüten sind meist Schimmelfrei. Oft ist dieses Problem wegen der Jahreszeiten oder der Wetterlage je nach Grow-Anlage stärker, z.B. da der feuchte Keller im nassem Herbst kaum abgelüftet wird. Bei Anfälligkeit soll man alle zwei Tage nach Schimmel in den Blüten suchen und diesen entfernen.
Um dem Schimmel vorzubeugen wird Tags intensiv und Nachts wenigstens etwas gelüftet.
Im Pflanzbereich kann zusätzlich mit Ventilatoren die Luft waagerecht unter den Lampenschirmen oder auch im Vorraum umgewälzt werden da stehende Luft zu Schimmelanfälligkeit führen kann.
Wenn zwei Lüfter mit Filter angebracht werden können, kann man den kleineren parallel zur Dunkelfase über Hygrometer gesteuert bei zu hoher Feuchtigkeit ablüften lassen während der größere Lüfter über einen Drehzahlminderer mit Temperaturfühler auf kleiner Stufe läuft.

Die bis jetzt nur mit etwas Blattnahrung gedüngten Stecklinge werden nun in die größeren Blöcke gestellt. Diese Sorte könnte aber auch direkt auf dem Wuchsmedium angewurzelt werden, um bei 12 bis 15cm in die Blüte versetzt zu werden. Dieses Afghani würde dann recht schlank ca. 60 bis 80 cm groß werden

Nicht gut zu erkennen ist, dass der Blüte links hinten und rechts vorne die schimmligen Stellen entnommen wurden. Somit wird der Rest der Blüte nicht gefährdet. Die Rotstieligkeit kann Unterdüngung bedeuten, ist in diesem Stadium aber nicht ungewöhnlich. Wenn die gewünschten Werte im Dränagewasser erreicht sind wird dennoch nicht intensiver gedüngt.

Die zu sehende Pflanze wäre deutlich höher als die anderen. Dieses ist aber kein Problem, da sie runtergebunden werden kann. Mit dem weißen Faden wurde ein Knoten um den Pflanzenstiel gemacht um dann einen zweiten mit einer Schlaufe so zu machen, dass an dem Faden der Schlaufe gezogen werden kann um den zweiten Knoten aufzulösen, sodass der erste sich auch löst. Mit dem anderen Ende des Fadens wird die Triebspitze nun nach unten gezogen um diesen dann genauso an der Pflanze anzuknoten. Die untere Schlaufe soll etwas lockerer sitzen um die Pflanze nicht abzuschnüren wobei dieses im oberen Bereich nicht besonders schlimm ist, für die letzten paar cm Pflanzenlänge wird genügend Saft durch die Engstelle fließen können. Da die Pflanzen mit der Blüte meist durch ihre Verholzung unflexibel werden ist darauf zu achten, den Trieb nicht so sehr zu biegen, dass er bricht. Für diesen Prozess ist also der Punkt zu wählen, an dem die Pflanze ungefähr ausgewachsen aber noch flexibel ist.
Es entsteht nun ein waagerechter Haupttrieb der meist sehr üppig wächst. Die Pflanze schickt viel von ihre Energie nach oben in den nun waagerechten Haupttrieb der dann als gesamtes die oberste Spitze bildet. Meist müssen diese runtergebundenen Triebe gestützt werden oder zu den Kammerseiten hochgebunden werden um sich zur Ernte nicht zu Boden zu biegen.
Die Erträge der zu hoch gewachsenen Pflanze werden runtergebunden besser sein, als wenn der Trieb gekürzt wird.
Es gibt die Theorie, dass ein kürzen der obersten Triebspitzen der Pflanzen an dem Punkt, an dem diese erste Blütenknollen bilden förderlich sei, da diese dann keine wachstumsbremsenden Hormone ausschütten können und es etwas dauert, bis die anderen Blüten dieses machen. Somit soll es zu einem kräftigen Blütenzuwachs kommen. In den meisten Fällen wird dieses nicht so sein, da diese Hormone auch von den anderen Blüten mitgebildet werden und diese das Wachstum der Pflanze aufheben aber nicht deren Blütenwachstum. In Einzelfällen kann dieses aber so sein.
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