Dank Hanf: Gesegnete Nachtruhe im Altersheim
Im Bürener Altersheim schwört man auf Hanf. Aber nicht zum Kiffen, sondern für den tiefen, gesunden Schlaf.
"Seit wir Hanfkissen einsetzen, können unsere Patienten ruhig durchschlafen", erklärt Priska Heim vom Altersheim Büren. Viele ihrer meist über 80-jährigen Patienten leiden unter Altersdemenz. Manche gehen nachts in den Gängen auf Wanderschaft. Da besteht die Gefahr, dass sie sich verirren oder verletzen.
Anstatt mit der chemischen Keule zuzuschlagen, setzen die Pfleger lieber auf ein natürliches Mittel, das den Schlafrhythmus nicht weiter stört. Versuchsweise haben sie auch schon Hanftee und -salben verabreicht. Dass der Hanf günstiger kommt als herkömmliche Medikamente, ist für Heim zweitrangig: "Uns geht es nicht darum, Kosten zu sparen, sondern ums Wohlbefinden der Patienten". Diese realisieren nicht, was in den wohlduftenden Kräuterkissen ist. Aber von den Angehörigen wurde die Methode bisher gut aufgenommen.
Trotzdem liegen die Kissenbezüge jetzt erstmals seit drei Jahren leer im Schrank: Der bisherige Lieferant von Medizinalhanf musste seinen Betrieb schliessen.










