Das Einsetzen der Wehen löst Cannabinoid-Schub aus
Das Level der körpereigenen Cannabis-ähnliche Stoffe - Anandamide - steigt stark an, wenn bei Frauen die Geburtswehen einsetzen fanden Wissenschaftler der Universität Leicester heraus. Sie haben die Hoffnung damit einen Indikator für das Risiko von Frühgeburten gefunden zu haben. Die im "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" veröffentlichten Ergebnisse der Studie zeugen an, dass die Anandamid-Werte bei Frauen vor dem Eisprung höher sind als danach, während einer Schwangerschaft aber konstant abfallen, um dann, beim Einsetzen der Wehen, stark anzusteigen. "Diese Beobachtungen haben eine wichtige Bedeutung für die menschliche Reproduktion", so Professor Justin Konje, "Könnte der Anstieg ein wichtiges Signal für die Kontrolle der Wehen sein ? Ist dies die natürliche Schmerzstillung der einsetzenden Wehen ? Wie wirkst sich das bei Personen aus, die Marijuana rauchen ? Da Marijuana in Zusammenhang mit Frühgeburten, Fehlgeburten oder Wachstumsprobelme im Uterus in Zusammenhang gebracht wird, wie hängt die Anandamid-Verteilung mit den Effekten auf die Schwangerschaft zusammen?"
Dr. Heike Rabe von der Universitätsklinik Brighton und Sussex sagt dazu: "Es gibt in der Literatur eine kontroverse Diskussion über die Rolle von Cannabinoiden bei Früh-und Fehlgeburten. Professor Konje hat die Fragen dargelegt, die von der künftigen Forschung beantwortet werden müssen. Wenn diese Projekte erfolgreich sind käönnte dies in der Zukunft zur Prävention von Früh-und Fehgeburten beitragen."











