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Das Luxmeter

Sind die teuren Röhren schon wieder alt oder gehen sie noch für die nächste Ernte? Bei mehreren Armaturen kann der Röhrenwechsel schnell ein paar hundert Euro kosten. Das stetige wechseln der Röhren ist aber nicht notwendig, wenn mit einem Relais gearbeitet wird, dann altern die Röhren nicht und man kann sich das Geld sparen.

Die Luxkette

Die Luxkette, ein Jahr später

Ein Luxmeter Test

Die Lux-Kette

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Die Lichtintensität von Röhren nimmt mit der Zeit ab und deshalb sollen diese irgendwann ausgetauscht werden. Wann dieses geschehen soll ist dann die Frage. Einige sagen nach sechs Monaten andere nach 12 oder auch nach 18 Monaten. Osram wirbt auf einige Röhren mit vier Jahren Garantie.

Nun gibt es aber auch die Möglichkeit, die Lichtintensität zu messen. Lumen oder Lux sind Maßeinheiten. Das Luxmeter AC-120 von Alcron kann in einigen Baumärkten bestellt werden und kostet dann ca.55 €. Dieses Gerät misst die jeweilige Helligkeit in Lux von einem Lux bis zu 200000 Lux. Mit diesem Gerät allein kann jedoch noch nicht viel angefangen werden. Je nach Abstand zum Leuchtkörper schwankt der Wert. Draußen, bei nicht allzu praller Sonne, kann dieser Wert dann 27000 Lux sein, bei praller Sonne wäre er aber weit höher. Drinnen schwankt der Abstand des Photo Detektors um cm und der Wert um Tausende Lux.

Aus diesem Grund kann das Gerät dem Indoor Züchter nur dann richtig nützen, wenn der Abstand des Sensors immer derselbe zum entsprechenden Leuchtkörper ist.

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die Luxkette

ein Messwert

In beiden Bildern ist die Lux-Kette zu sehen die garantiert, immer denselben Abstand zu dem entsprechenden Reflektor zu erhalten. Der Photo Detector wird waagerecht auf diese Kette gelegt um die Kette dann mit diesem straff zu ziehen. Nun kann beobachtet werden, wie der Wert im Display etwas schwankt aber so ungefähr stabil bleibt. Dieses soll jedoch dreimal wiederholt werden da der Wert immer etwas schwankt. Dieses kann unter anderem an Schwankungen im Stromnetz liegen oder wie lange die Röhre schon an ist, eventuell auch an der Luftfeuchtigkeit. Andere Lichtquellen können den Wert auch beeinflussen, würden die anderen Armaturen der Räumlichkeit ausgeschaltet werden würde der Messwert sinken. In dieser Situation liegt der Wert immer bei 120000 Lux oder etwas darüber. Dieses ist aber nahe bei der Röhre so, auf Abstand der Spitzen der Pflanzen ist der Wert deutlich niedriger, dieses jedoch später.

Zwei Quecksilberdampf Armaturen sind ungefähr zur selben Zeit in Betrieb genommen worden jedoch mit einem Unterschied: Die eine ist in ihrem Reflektor mit der mitgelieferten Billigröhre und die andere mit einer Philips Röhre HPI-T PLUS 250 Watt bestückt. Die Philips Röhre hat ca. 29500 Lux aber die Billigröhre hat nur ca. 20000. Sie wurde gegen die andere mitgelieferte Billigröhre ausgetauscht, nun hat der Reflektor ca. 31000 Lux. Die Philips Röhre ist etwas weniger genutzt worden aber die gewechselte Billigröhre ist auch erst fünf Monate bei 18 Stunden Beleuchtung in Betrieb gewesen. Dieser Vergleich ist nur möglich, da es sich um dieselben Reflektoren handelt bei denen mit der Lux-Kette derselbe Abstand erzielt wird. Die Kette wird mit Haken ausgestattet, sodass diese in die Lampenaufhängung gehakt werden können. Eine 400 Watt Sylvania Röhre mit hohem rotem Lichtanteil wurde nach neun Monaten ausgetauscht. Sie wird durch eine Philips SON-T Agro Röhre mit höherem blau Anteil ersetzt.

Vorher wurden ca. 64000 Lux gemessen und dann ca. 69000 Lux. Dieses sind ca. 7% Unterschied bei einer Nutzung von neun Monaten bei 12 Stunden Beleuchtung. Die Röhren sind ungefähr gleichwertig. Durch dieses Gerät kann der Wechsel der Röhren nun anders geplant werden. Deren Abnutzung kann so ungefähr verfolgt werden um dann z.B. bei über 10 % Abnutzung die Röhre zu wechseln. 10 % weniger Licht bedeutet dennoch eine Temperaturbelastung von 100 % bei geringerem Ertrag. Es kann auch länger gewartet werden jedoch öfter zu wechseln wird nicht viel bringen.

Bevor der Lux Wert der neuen Röhre gemessen wird soll diese ein paar Tage genutzt werden. Ansonsten handelt es sich bei diesen Erkenntnissen um soeben gewonnene die noch vertieft werden müssen.

Nun kann der Lux Wert überall im Raum gemessen werden. Der Photo Detector soll sauber und nicht im Schatten sein, er ist beim Messen also nicht mit den Fingern zu verdecken. Ansonsten soll der Photo Detector immer zur Lichtquelle ausgerichtet werden.

Nun kann z.B. die Ebene der Spitzen der Pflanzen gemessen werden. Unter dem Reflektor wird der Wert höher sein als zu den Seiten. Die Reflektoren haben eine Ausleuchtungsfläche und an deren Rand soll ein gewisser Wert vorhanden sein damit die Pflanzen auch hier gut wachsen können. In der Vorblüte oder in der Wuchsphase in der Blüte soll dieser Wert möglichst bei oder über 10000 Lux liegen aber zum ersten durchwurzeln der eingepflanzten Stecklinge nicht über 15000 Lux wobei dieses ansonsten nicht verkehrt wäre. In den Ecken sollen jedoch wenigstens 7500 Lux sein.

In der Blüte, in der die Pflanzen nicht mehr viel wachsen, ist dieses zu wenig. Zum Rand der Ausleuchtungsfläche sollen ca. 25000 Lux oder mehr gemessen werden.

Die Luxintensität kann für die gewurzelte Pflanze eigentlich nicht zu hoch werden, das Problem ist jedoch die Hitze. Da Licht energiehaltige Strahlung ist, würden die Pflanzen jedoch dennoch ab einer gewissen Strahlenintensität verbrennen.

Ab einer gewissen Luxintensität der die Pflanze stundenlang ausgesetzt wird kann diese das Licht vermutlich nicht mehr komplett nutzen. Die Pflanze kann den schnell gebildeten Zucker oder die benötigten Nährstoffe nicht so schnell transportieren oder verarbeiten. Viel Licht und Hitze treibt die Pflanze schneller in die Reife wobei ihr ab einem gewissen Bereich nicht die Zeit bleiben wird dementsprechend Gewicht aufzubauen. Es genügt also wenn die Triebspitzen unter der Armatur ca. 45000 Lux ausgesetzt sind.

Der Reflektor streut das Licht wie ein umgedrehter Trichter und wenn dieser zu der Fläche auf Triebspitzenhöhe nicht genug Abstand hat befinden sich diese zum Rand nicht mehr im Beleuchtungskegel. Über den Abstand zu den Pflanzen wird auch die Fläche ausgeleuchtet und nicht nur sichergestellt, dass die Pflanzen direkt unter dem Reflektor nicht verbrennen.

Mit bloßem Auge ist es schwierig die Abnutzung der Beleuchtung zu beobachten oder die Ausleuchtung der Fläche abzuschätzen. Das Luxmeter hat zwar eine geringe Abweichung von Messung zu Messung kann einem aber über die Lux-Kette gezielt genaue Informationen bieten.

Zu erwähnen bleibt noch, dass wenn der Photo Detector an eine Leuchtstoffröhre gehalten wird ungefähr 24000 Lux gemessen werden. Bei 8 cm Abstand sind dieses noch ca. 4500 und bei 10 cm Abstand 3500 Lux, dieses sind die Lichtverhältnisse bei denen Stecklinge bewurzelt werden.

Mit diesem Gerät kann auch wie schon Anfangs erwähnt die Intensität des Sonnenlichtes gemessen werden. Bei etwas besserem und noch nicht bestem Wetter kann die Sonnenintensität mit über 90000 Lux gemessen werden. Wenn die Pflanzen mittig unter der Armatur gerade mal ca. 45000 Lux haben sind die Rufe laut zu hören, dass Kunstlicht nie an Sonnenlicht herankommen wird. Erstes Kontra ist, dass im Herbst, wenn das Gras anfängt zu blühen meist nicht so sommerliches Wetter ist. Ansonsten ist es oft bewölkt oder vormittags und abends weniger hell als Mittags. Ansonsten ist das Lichtspektrum nicht komplett so wie die Pflanze es benötigt.

Kunstlicht leuchtet je nach Wunsch 12, 18 oder 24 Stunden am Tag mit immer derselben Intensität. Dann, wenn es wichtig ist, kann am meisten Licht gegeben werden, dieses ist in der Blüte nach der Wuchsphase bis zur Ernte. Wenn die Blüte Draußen nicht im Sommer eingeleitet wird ist vom selben Ausgangsmaterial das Material unter Kunstlicht fast immer besser solange dieses drinnen entsprechend herangezogen wurde. Dieses gilt jedoch für Deutsche Klimaverhältnisse. Im Mittelmehrklima finden die Pflanzen einen mildren Herbst vor und können hochwertigere Blüten tragen, die dann bei guten Sorten mit der richtigen Pflege Indoor Verhältnisse erreichen können.

http://freebooks.jimdo.com/robert-brungert/downloads/ Link zum Downloadbereich.

Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Die Luxkette, ein Jahr später

Vorab sei erklärt, dass dieses Kapitel die Eindrücke mit dem Luxmeter ca. ein Jahr später vertieft, die gesuchten exakten Ergebnisse finden sich jedoch im folgendem Kapitel, dass ca. noch ein Jahr später entstand. Dennoch ist der Inhalt dieses Kapitels nicht völlig uninteressant, da es sich, wie so oft im Nutzhanf, um einen Entstehungsweg handelt.

Eines der wichtigsten Elemente des Indoor Züchtens ist die Beleuchtung. Deswegen ist darauf zu achten, dass die Beleuchtung genügend vorhanden ist und auch erhalten bleibt. Schwankende Ergebnisse liegen aber an den unterschiedlichsten Faktoren und können nicht immer auf abnehmende Leistung der Röhren zurückgeführt werden. Deren Leistung ist jedoch mit einem Lux Meter und der Luxkette messbar, so wie es schon im Vorfeld beschrieben wurde, zu diesem ersten Eindruck ist jedoch ca. ein Jahr vergangen.

Zu diesem Thema wird hier einiges erläutert. Trotz dessen, dass die Intensität von Leuchtkörpern nun mit immer exakt dem selben Abstand zu diesem gemessen werden können, schwanken die Ergebnisse nach oben und unten und dieses erschwert es sehr zu klaren Ergebnissen zu gelangen. Für diese Schwankungen müssen unterschiedliche Faktoren in Betracht gezogen werden. Es wird nicht nur das Licht des Leuchtkörpers gemessen sondern auch das Reflektionslicht und dieses kann zu Schwankungen führen. Je nach dem, wie die Räumlichkeit sich ändert kann mehr oder weniger Licht absorbiert werden und somit wird auch mehr oder weniger Licht reflektiert. Der zweitgrößte Faktor für Schwankungen der Röhrenintensität findet sich vermutlich in Schwankungen im Stromnetz. Je nachdem, wie viel Strom grade in das Netz gespeist oder aus diesem verbraucht wird, kann etwas mehr oder weniger Kraft auf der Leitung liegen, dieses wird zwar nicht viel sein aber es kann die Messung mit dem Luxmeter vermutlich um Prozente beeinflussen. Ansonsten kann es sein, dass wenn die Röhre unterschiedlich lange brennt auch unterschiedliche Ergebnisse gemessen werden können. Die Röhre muss erst warm werden und deswegen wird am besten erst nach einer Stunde gemessen oder immer exakt zu diesem Zeitpunkt.

Dadurch, immer wieder andere Pflanzen unter dem Reflektor zu haben, wird die Reflektion schon etwas beeinflusst, exakte Ergebnisse können nicht erzielt werden wenn die Räumlichkeit sich ändert. Es müsste also eine kleine Räumlichkeit gefunden werden, die immer gleich bleibt oder die zu diesem Zweck wieder exakt gleich hergerichtet wird. In diese wird ein Reflektor montiert zu dem immer im selben Abstand gemessen wird. Die jeweilige Röhre wird zur Messung in diesen geschraubt um sie dann immer eine viertel Stunde nach dem Starten zu messen. Wenn dieses alle drei oder sechs Monate geschieht werden stichhaltigere Ergebnisse erzielt.

Ansonsten bleibt zu beachten, dass unterschiedliche Vorschaltgeräte die Röhren eventuell unterschiedlich stark verschleißen. Wenn jedoch ein Relais vorgeschaltet wird, dass die Röhren durch die Vorschaltgeräte dann schonender startet werden diese wiederum weniger verschlissen. Dieses kann dann eventuell zu einem unterschiedlichen Röhrenverschleiß führen.

Ein starker Eindruck zu diesem Thema ist die schnelle Abnutzung der billig Quecksilber Dampf Röhre im Gegensatz zu der von Phillips. Zur Philipsröhre ist zwar wegen schwankender Messungen keine genaue Verschleißkurve zu erkennen jedoch ist auch die zweite Billigröhre nach fünf Monaten deutlich schwächer gewesen und dann fast direkt vor dem Wechsel geplatzt.

Die Silvania Röhren aus der Blüte scheinen etwas abgebaut zu haben, aber nicht viel. Dieses kann aber auch an anderer Reflektion liegen. Sie wurden nach einem Jahr gegen Philips Röhren ausgewechselt und diese neuen Röhren scheinen etwas schwächer zu sein, als die vorherigen. Lux und Lumen ist eventuell nicht ganz dasselbe und deswegen kann es sein, dass die Philips Röhren etwas schwächer gemessen werden, da deren Licht sich etwas anders zusammensetzt und diese aber dennoch genauso gut sind. Zumindest sind auch hier Schwankungen in den Messungen die in keiner geraden Linie verlaufen. An dieser Stelle bleibt noch anzumerken, dass zu diesem Zeitpunkt die Coolboxes installiert wurden und das diese etwas Reflektionslicht schlucken und das dieses die Messung der Philipsröhren etwas nach unten gedrückt haben kann. Bündelung dieser Eindrücke:

Das Luxmeter mit der Luxkette ist durchaus hilfreich um sich einen ungefähren Eindruck zur Intensität der Röhrenleistung zu verschaffen. Es scheint so zu sein, dass Billigröhren ihre Leistung nicht halten können und schnell abbauen. Ansonsten festigt sich der Eindruck, dass die Leute damit übertreiben ihre hochwertigen Röhren nach weniger als einem Jahr zu wechseln. Diese werden zwar mit der Zeit auch etwas nachlassen aber dieses ist nicht so viel beziehungsweise diese Röhren halten ihre Intensität eine gewisse Zeit und verschleißen erst danach richtig. Diese Vermutung kann eventuell auch an der Verwendung eines Relais liegen wodurch die Röhren geschont werden. Zumindest viel auf, dass die letzten Ernten unter den Röhren nicht die schlechtesten waren und die ersten nicht unbedingt die besten.

Somit erhärtet sich die Vermutung, dass diese Röhren durchaus auch länger als ein Jahr genutzt werden können ohne stark nachzulassen. Und genau zu diesem ist das Luxmeter mit der Luxkette gut. Wenn die Röhren nicht in einer speziellen Box mit immer denselben Gegebenheiten gemessen werden, kann jedoch dennoch der ungefähre Wert ermittelt werden. Solange die Röhre noch bei ungefähr denselben äußeren Messbedingungen in dem Wert liegt, in dem sie zu Anfang lag, wird sie auch noch gut sein.

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Ein Luxmeter Test

Das schon beschriebene Luxmeter ermöglicht es, die Lichtintensität zu messen. Dieses ist interessant um die Intensität von Leuchtmitteln zu messen bei denen Verschleiß vermutet wird. Sind die Hochdrucknatrium Röhren noch leistungsstark oder sollten sie ausgetauscht werden? Es wird dazu angeraten die Röhren wenigstens jedes Jahr zu wechseln. In wieweit verschleißen die Röhren innerhalb eines Jahres? Wenn mit dem Luxmeter nun mit wenige cm unterschiedlicher Entfernung zu den Leuchtkörpern gemessen wird können die Abweichungen enorm sein. Deswegen müssen die Röhren nicht nur bei exakt gleicher Entfernung sondern auch bei den selben Außenbedingungen gemessen werden. Eine dunklere Umgebung schluckt mehr Licht und würde das Ergebnis ändern.

Somit werden noch Röhren benötigt, die bereits ein Jahr genutzt wurden und neue. Endlich war es soweit und es konnten neue Sylvania, Osram und Philips Röhren mit Röhren die ein Jahr alt sind von Sylvania und Philips verglichen werden. Diese Röhren sind alle 400 Watt stark und zudem wurden auch 250 Watt Quecksilberdampf Röhren getestet. Die Ergebnisse sind sehr positiv ausgefallen.

Gemessen wurde in der Jungpflanzenbox, vor den Reflektor wurde ein 400 Watt Vorschaltgerät geklemmt, der Abstand zum Fühler des Luxmeters betrug vom unteren Reflektorrand 69cm, es wurde auf der größten Stufe (x 100) gemessen. Dieses ist auf den beiden Fotos zu sehen:

Testkammer

das Ergebnis

Zur Messtechnik bleibt anzumerken, dass die Röhren etwas brauchen um hochzufahren. Der Wert wird mehrfach geprüft und übernommen, nachdem dieser stabil bleibt. Da die Röhre dann erst abkühlen muss, bevor die nächste eingeschraubt werden kann, vergeht für jeden Test ca. 20 bis 30 Minuten.

Die neue Sylvania wurde mit 28300 Lux gemessen, die Philips hatte 30400 Lux und dieses wurde noch von der Osram mit 32700 Lux übertroffen.

Die gebrauchten Philips Röhren wurden mit 30000 und 30800 Lux gemessen, die Sylvania waren mit 26600 und 34600 Lux etwas auseinander, dieses war vermutlich im Neuzustand auch so. Die 400 Watt Röhren Son-T Agro mit höherem blau Anteil im Licht von Philips wurde neu mit ca. 30000 Lux gemessen, mit über einem Jahr hat die gebrauchte 30500 Lux.

Demnach scheinen die Röhren keinerlei Verlust nach einem Jahr gehabt zu haben. Auffällig ist der Sprung bei Sylvania von 26600 zu 34600 Lux, der Unterschied in der Leistung liegt vermutlich schon im Neuzustand von Röhre zu Röhre. Dazu fehlen hier aber die finanziellen Mittel und die Geduld um von jedem Hersteller zehn Röhren zu messen um dann beurteilen zu können, wie stark deren Röhren sind oder ob in deren Stärke große Unterschiede liegen.

Dieses Ergebnis ist nicht gleichzusetzen mit dem von den Quecksilberdampf Röhren. Zwei neue Röhren waren zur Verfügung. Die erste hat eine Leistung von 9700 Lux wobei die zweite Röhre mit 10000 bis 14000 Lux gemessen werden konnte, sie fand keine Stabilität und muss vermutlich erst ein paar Wochen laufen um ihre eigentliche Leistung zu finden. Somit werden die ein und zwei Jahre benutzten Röhren mit der ersteren verglichen. Mit knapp zwei Jahren Nutzung hat die Röhre noch 7600 und die ein Jährige 8300 Lux.

9700 zu 8300 zu 7600 sind 100 zu 85,56 zu 78,35 Prozent, ein Leistungsverlust von 14,44 und 21,65 Prozent ergibt sich. Demnach sollten die Hochwertigen Quecksilberdampf Röhren wenigstens alle zwei Jahre ausgetauscht werden, die billigen sind schon nach sechs Monaten um ein Drittel verbraucht und vermutlich nach neun Monaten bei halber Leistung.

Die Quecksilberdampfröhre mit 250 Watt hat somit nur ein drittel der Intensität von einer 400 Watt Hochdrucknatrium Röhre. Dieses aber nur in der Messung, das Licht streut sich genauso wie bei der 400 Watt Röhre und verliert punktuell an Intensität. Die Hersteller Messen die Gesamtleistung einer Röhre in Lumen und pro Watt sind die 250 und 400 Watt Röhren mit 124 und 138,75 Lumen pro Watt im Gegensatz zu einer 600 Watt Röhre mit 150 Lumen pro Watt etwas schwächer. Eine 1000 Watt Röhre hätte 130 Lumen pro Watt. Demnach ist eine 250 Watt Röhre nicht drei mal schwächer als eine mit 400 Watt und eine 1000 Watt Röhre ist demnach nicht die stärkste pro Watt.

Das Messergebnis ist bei einer 250 Watt Röhre deswegen deutlich schwächer, da sich das Licht in der selben Raumgröße streut und sie nicht so viel Tiefendruck hat wie eine 400 Watt Röhre. Eventuell wird das Quecksilberdampflicht auch mit etwas weniger Lux gemessen.

Zu der Messgenauigkeit in diesem Test sei erklärt, dass eine bereits getestete Röhre ein zweites mal getestet wurde und dabei unter den selben Bedingungen auch ziemlich exakt das selbe Ergebnis zustande kam.

Wieso verschleißen die Hochdrucknatrium Röhren im Gegensatz zu den Quecksilberdampf Röhren nicht? Es kann daran liegen, dass es unterschiedliche Röhrentypen sind. Die Ursache liegt jedoch vermutlich darin, dass die Hochdrucknatriumröhren über ein Relais geschaltet werden, dass den Strom beim anschalten schonender weiterleitet. Dieser Punkt und nicht die stundenlange Benuzung läst die Röhren altern. Die Quecksilberdampf Röhren wurden nicht über ein entsprechendes Relais geschaltet und sind vermutlich deswegen gealtert.

Bei den Relais scheint deren Ampere Leistung wichtig zu sein. Der Reladc 30 digital Timer ist eine digitale Zeituhr mit einem 30 Ampere Relais, dieses Gerät genügt dazu, drei 600 Watt Röhren schonend zu schalten und kostet 20€. (Dieses Gerät ist eventuell nicht das Qualitativ hochwertigste, Stromstoßrelais wie das von Kopp funktionieren sozusagen ewig.) Stromstosrelais von Kopp aus dem Baumarkt haben nur 16 Ampere, es sollten dann vermutlich nur zwei 600 Watt Armaturen angeschlossen werden, eventuell können aber auch vier 600 Watt Armaturen schonend über ein Stromstoßrelais geschaltet werden. Es gibt jedoch auch größere Relais an denen noch mehr Watt angeschlossen werden können, diese werden dann auch von mehreren Kabeln gespeist, die im Sicherungsschrank einzelnd abgesichert werden. In der Sekunde, in der die Röhren hochgeschaltet werden wird überproportional Spannung benötigt um die Röhren zum laufen zu kriegen, im laufenden Zustand benötigen sie dann die entsprechende Watt Zahl. Wenn nun einige Röhren gleichzeitig geschaltet werden kann dieses in der Stromleitung Stöße verursachen, eventuell sind diese Stöße das, worauf Stromanbieter allergisch reagieren und vermutlich auch auf unbezahlte Stromrechnungen.

Mit dem Kopp Stromstossrelais und dem Kopp Multifunktionsrelais kann Abhilfe geschaffen werden. Durch eine Zeituhr kann ein Stecker mit Kabel das erste Kopp Stromstossrelais versorgen. Über die Zeituhr wird dieses nun versorgt und dieses kann weitere Stromstossrelais versorgen mit denen je zwei 600 Watt oder drei 400 Watt Armaturen versorgt werden. Durch das Stromstossrelais wird auf beiden Seiten weiter geleiten wobei die eine Seite in einem weiteren Stromstossrelais wieder umgekehrt wird um den Impuls zur selben Zeit zu erhalten. (Einfacher ist es, durch eine Seite der Relais mehrere Relais zu versorgen.) Zwei dieser Relais kämen dann auf 2400 Watt und ansonsten kann noch ein drittes angehangen werden um z.B. auf 3000 oder 2800 Watt zu kommen. Diese Wattzahl soll dann über eine eigene Sicherung im Sicherungsschrank laufen und das Kabel von dieser Sicherung soll eine Stärke von 1,5mm haben, 2,5mm Stärke schaden aber auch nicht. Auch die ganzen Kabel, mit denen die Relais zueinander angeklemmt werden sollen mit einer Kabelstärke von 1,5mm angeschlossen werden. Dort, wo der Strom für die Armaturen entlang fließt, wird diese Kabelstärke notwendig sein. Dadurch, dass man nur 1200 Watt auf ein Kopp Stromstossrelais legt und dann einfach bis zu drei über eine Sicherung schaltet können die Röhren vermutlich schonend geschaltet werden, so dass sie nicht verschleissen. Da dieses leider noch nicht getestet wurde ist es nach einem Jahr zu prüfen, ob die Leuchtmittel verschlissen sind.

Wenn noch mehr Armaturen geschaltet werden sollen dann soll aus dem ersten Relais parallel zu den ersten Stromstossrelais ein Multifunktionsrelais angesteuert werden. Dieses wird auf H, Einschaltwischend, gestellt, als Zeit kann 30 Sekunden eingestellt werden. Nun können durch dieses wieder drei Stromstossrelais angesteuert werden, diese leiten dann aus einem im Sicherungsschrank über eine eigene Sicherung laufendes Kabel den Strom auf die Röhren weiter. Dabei sollen die 3500 Watt die maximal verbraucht werden dürfen unter der Dauerbelastung aber nicht komplett genutzt werden, 2400 Watt ist dann auch schon viel.

Somit werden beliebig viele Relais angesteuert aber der Strom, der dann weitergeleitet wird ist im Sicherungsschrank korrekt gesichert. Wenn mehr als vier 600 Watt Armaturen geschaltet werden wird durch das Multifunktionsrelais mit einer kleinen Zeitlichen Verzögerung gearbeitet. Außerdem kann auch ein Bereich der Blüte entgegengesetzt werden und die anderen 12 Stunden beleuchtet werden. Über dieselbe Sicherung werden beide Seiten des Stromstossrelais angeschlossen, die eine wird Tags und die andere Nachts weitergeschaltet.

Für Diejenigen, die wenig Lust auf so viele Relais haben: Es können auch fertig gekaufte Relaiskästen hinter das Stromstossrelais oder das Multifunktionsrelais geschaltet werden um diese etwas Zeitlich versetzt zu schalten oder eine Tag und Nacht Schaltung zu ermöglichen. Somit werden die Armaturen Röhrenschonend geschaltet ohne das Stromnetz zu überlasten wobei noch zu erwähnen bleibt, dass auch Haussicherungskästen überlastet werden können.

An dieser Stelle wird ein weiterer kleiner Luxmeter Test angefügt. Die Stecklingsbox wird mit zwei 120cm Leuchtstoffröhren beleuchtet, diese sind von Philips und haben Pflanzenlichtspektrum. Diese Röhren sind seit ca. zwei bis drei Jahren in Betrieb und laufen meist 24 Stunden am Tag. Nur wenn gerade gar keine Stecklinge unter ihnen stehen werden sie ausgeschaltet. Diese wurden nun mit zwei neuen Röhren verglichen. Es wurde mittig unter beiden mit einem Abstand von ca. 30cm gemessen. Die alten Röhren haben 2060 Lux im Gegensatz zu den neuen mit 2830 Lux gehabt. Dieses bedeutet, dass die alten Röhren ca. 30% ihrer Leistung verloren haben. Da sie selten an und ausgestellt wurden werden sie nicht durch dieses gealtert sein sondern durch ihre Benutzung. Somit empfiehlt es sich, diese Röhren nach 18 Monaten Dauerbetrieb auszuwechseln.

Abschließende Erläuterung: Es wird nun vermutet, dass eine Röhre ohne Relaisschaltung ca. 10% im Jahr abbaut. Somit sollte die Röhre dann wenigstens nach 18 Monaten gewechselt werden da sie trotz abnehmender Leistung den vollen Strom verbraucht und die volle Hitze entwickelt. Wenn nun die ausgewechselten Röhren teurer als Relais sind können besser diese direkt mitgekauft werden, um die neuen Rören von nun an schonend zu schalten. Diese scheinen nun nicht mehr zu verschleißen. Irgendwann werden auch diese abbauen aber das kann Jahre dauern. Für das röhrenschonende Schalten scheinen diese Relais eine gewisse Ampere Zahl haben zu müssen. Es können auch an ein Kopp Stromstossrelais mit 16 Ampere fünf 600 Watt Armaturen angeschlossen werden nur, dass deren Röhren dann eventuell nicht ganz so schonend geschaltet werden würden, wie es ansonsten ginge, wenn dazu drei Relais mit 16 Ampere genutzt werden würden.

Ansonsten sei noch erwähnt, dass die hochwertigen Röhren von Markenherstellern zu verwenden sind. Diese garantieren eine Langlebigkeit wobei die Billigröhren vermutlich selbst mit einer Relais Schaltung altern werden. Zumindest ist von den hochwertigen Röhren in über fünf Jahren noch keine über den Pflanzen geplatzt, dieses passierte jedoch mit einer 250 Watt QS Dampf Billigröhre. Dieses wird in dem Kapitel „katastrophaler Jahreswechsel“ Im Erweiterungsteil zu den Pflanzen geschildert.

Ps: Die Funktionsweisen von solchen Relais sind schon hinreichend erläutert und es wäre nur eine Wiederholung dieser Erläuterungen.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 14:11, Erscheinungsdatum Dienstag 31. März 2009 14:10

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