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Das Potenzial des Hanfs gegen Schmerz

Mit natürlichem Cannabis wollen Forscher die Opiate konkurrieren
Sie rauchen es, sie bereiten Tees damit zu oder verarbeiten es zu Kuchen. Schmerzgeplagte - etwa Rheumatiker, multiple Sklerotiker oder Krebskranke - schätzen die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis. Cannabis lindert jedoch nicht nur Schmerzen. Es bekämpft auch Übelkeit oder regt den Appetit an. Das Heilkraut hat nur einen Haken: Es untersteht dem Betäubungsmittelgesetz.
Als vor rund zehn Jahren bei Tier und Mensch Rezeptoren (Andockstellen) für körpereigene Cannabis-verwandte Stoffe gefunden wurden, schlug das ein wie eine Bombe. So wie der Körper in der Lage ist, körpereigene Opioide (Endorphine) herzustellen, so kann er offensichtlich auch körpereigene Cannabinoide (die Endocannabinoide) herstellen. "Tierversuche wiesen sogar nach, dass die Endorphin- und Endocannabinoidsysteme miteinander vernetzt sind", sagt Rudolf Brenneisen, der seit 20 Jahren an der Universität Bern den Hanf erforscht. Dank dieser Vernetzung könnte man in Zukunft über die Cannabinoid-Andockstellen ebenfalls wirksam in die Schmerzwahrnehmung eingreifen. "Wenn wir nun für die Cannabis-Rezeptoren den optimal passenden ’Schlüssel’ finden", meint Rudolf Brenneisen, "könnten Opioide als derzeit potenteste Schmerzmittel eines Tages durchaus in einigen Bereichen ersetzt werden." Damit stünde ein hochwirksames Schmerzmedikament mit geringen Nebenwirkungen zur Verfügung.
Auf Grund dieser bahnbrechenden Erkenntnisse witterte die Pharmaindustrie längst ein gutes Geschäft und investierte diesseits und jenseits des Atlantiks in die Cannabis-Forschung. Die gesetzlichen Restriktionen bewogen viele Pharmabetriebe allerdings, sich vornehmlich auf synthetisches Tetrahydrocannabinol (THC), den wichtigsten Wirkstoff der Hanfpflanze, zu konzentrieren. Inzwischen ist ein solches THC-Produkt in Kapselform auf dem Markt. Das Naturimitat wirkt allerdings nicht immer befriedigend. Immerhin profitieren Spastiker im Rahmen eines Forschungsprogrammes mit einer Sonderbewilligung bereits davon. Claus Naumann von der Zürcher Schmerzklinik Bethanien erzählt: "Wenn die klassischen Methoden, etwa die auf Opiaten basierenden Therapien, versagen, versuche ich es mit Cannabis." Mit einigem Erfolg behandelt er nervenbedingte Muskelkrämpfe bei multipler Sklerose oder Querschnittlähmung. Oft reduziert THC die Dosis der Opiate und damit deren unangenehme Nebenwirkungen. THC hat im Vergleich zu anderen Medikamenten selbst bei hohen Dosen eine sehr geringe Toxizität, eine Überdosis ist deshalb kaum möglich. So richtig zu befriedigen vermochte das synthetische THC jedoch bislang niemanden. Mit einer Vergleichsstudie lieferte Brenneisen kürzlich den Nachweis dafür: Das synthetische THC unterlag unter experimentellen Schmerzbedingungen dem Morphin deutlich. Für die Behauptung, dass THC in Form eines pflanzlichen Extrakts besser wirke, fehlen laut Brenneisen allerdings noch wissenschaftliche Beweise.
Etliche kleinere und mittlere Pharmaunternehmen, die mit natürlichem Cannabis-Pflanzenmaterial arbeiten, wollen diese Lücke schliessen. So zum Beispiel die Cannapharm AG in Burgdorf. Markus Lüdi, ihr Geschäftsführer, ist vom Potenzial der Hanfpflanze überzeugt: "Bei spastischen Schmerzen zum Beispiel wird Cannabis in wenigen Jahren den Opiaten überlegen sein. Allerdings mit Cannabis als natürlichem pflanzlichen Extrakt." Der Chemiker rechnet damit, im Idealfall im Jahr 2007 mit einem Schmerzmittel gegen Fibromyalgie (eine Form von Weichteil-Rheuma) und einem gegen Migräne auf den Markt vorzustossen.
Das ist im Moment noch Zukunftsmusik. Vorerst beschäftigen sich die Pharmakologen mit praktischeren Problemen. Da der Körper das THC wahrscheinlich optimal über die Lunge aufnimmt, arbeitet Brenneisen an einem Inhalationsspray. Ein Spray, der unter die Zunge gespritzt wird, ist in England in einer breit angelegten Studie bereits in Erprobung. Bei alledem tut sich die Politik mit der Liberalisierung von Hanf schwer. Und so müssen Schmerzgeplagte weiterhin ihren Joint illegal rauchen.

Quellenangabe: NZZ am Sonntag - 12. Mai 2002 - Stefan Müller
Artikel modifiziert Freitag 19. Dezember 2003 17:31, Erscheinungsdatum Mittwoch 12. November 2003 00:00

Forum des Artikels

> Das Potenzial des Hanfs gegen Schmerz
Nutzhanf vom feld
der ohne drogen drin
scheint bei mir ganz gut gegen
Plyarthritis (knie,Hüfte, Rücken)
gegen schmerzen und durchschlafproblem
zu helfen,
kleinen trockenes blatt Hanf mit
birke ,Pfefferminz, brennessel—
oder anderem zu tee kochen,
ein paar stunden vorm schlafen trinken,
und 8stunden durchschlafen—
allerdings leichtes benommenheitsgefühl am tage—
Apoteke solltes mal testen,
hätt aber nicht viel gefehlt und sie hätt die polizei gerufen-
ein blatt mit blüten
spart mindestens1200mg ibuproffen-
aber in drogentest bin ich noch nicht reingeraten, also vorsicht wer fahren oder arbeiten muss.

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Die Webseite besuchen : hanf schmerzmittel : http://http://www.chanvre-info.ch/info/de/forum.php3?id_article=823
7 Oktober 2006 von 15 jahre arthrose krank

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