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Das Schweizer Volk nimmt mit deutlicher Mehrheit die medizinische Verschreibung von Betäubungsmitteln an.

Die Dealer wirds freuen

Kommentar

Von Jean-Martin Büttner 1.12.2008

Medizinische Hilfe für die Schwerstsüchtigen, aber keine glaubwürdige Lösung für die jugendlichen Kiffer im Land: Das Stimmvolk hat, unter Anleitung einiger bürgerlicher Parteien, einen widersprüchlichen Entscheid getroffen.

Zum einen wird das Gesetz über die Betäubungsmittel endlich von der Politik befreit und der Medizin zugeführt. Drogensucht wird nicht nur mit repressiven Mitteln, sondern auch therapeutisch angegangen, und das ist gut so. Die Mehrheit hat gegen eine Verelendung der Süchtigen votiert und akzeptiert die kontrollierte Heroinabgabe für jene, die sie für einen einigermassen geregelten Alltag brauchen.

Dagegen bleibt der Umgang mit Hanf und Haschisch unbefriedigend. Die Initiative hatte für einen besseren Jugendschutz plädiert und verlangt, erwachsene Konsumenten nicht mehr zu kriminalisieren. Selbstschädigung, so das Argument, gehöre nicht ins Strafrecht. Diese Position hatten bis vor einigen Jahren auch der Bundesrat und mit ihm der Ständerat vertreten. Ein aggressives Lobbying rechter Kreise hatte insbesondere die wankelmütige CVP umgepolt und die Parlamentsmehrheit zu einem mutlosen Entscheid inspiriert. Das Abstimmungsresultat bestätigt die unbefriedigende Rechtslage. Die Polizei muss weiterhin Kiffern nachrennen. Und die Jugendlichen werden nicht besser geschützt und beraten, obwohl sie beides nötig hätten.

Dafür profitieren die Drogenhändler von diesem Entscheid, die mit ihren Substanzen den unkontrollierbaren Schwarzhandel alimentieren. Mit ihnen profitieren auch die Politiker: Sie können ihren Wählerinnen und Wählern einreden, gegen den Drogenkonsum vorzugehen, ohne dass sich faktisch etwas ändert, weil nämlich das Verbot keine Lösung bietet. Das Nein zur Hanffreigabe nützt den Falschen und lässt die Betroffenen mit ihrem Problem alleine.

Erscheinungsdatum Sonntag 7. Dezember 2008 20:39

Forum des Artikels

Das Schweizer Volk nimmt mit deutlicher Mehrheit die medizinische Verschreibung von Betäubungsmitteln an.
Ich finde es echt besch...eiden vom CH-Staat aber auch anderen Ländern, dass sie überhaupt damals Hanfblüten- und Haschischkonsum (sowie Haschischöl) verboten haben. Wo blieb denn damals die Demokratie? Das weiss ich leider nicht so genau. Gab es denn jemals eine Abstimmung? Oder fand wieder einmal alles durch die Hintertüre statt? Muss, glaube ich, wieder einmal recherchieren und das nervt mit der Zeit auch gewaltig. Ich frage mich echt, wie’s mit der CH weitergehen soll, nicht bloss wegen Hanf.

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26 September 2010 von Exodorius
  Das Schweizer Volk nimmt mit deutlicher Mehrheit die medizinische Verschreibung von Betäubungsmitteln an.
 
Den Ursprung des Hanfverbotes findet man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA. Hanf war vor dieser Zeit eine vielseitige Rohstoffpflanze und ein Genussmittel, welches nicht als gesellschaftliches Problem gesehen wurde. Neben hochwertigem Papier und Kleidung fand es auch in der Medizin Anwendung als Beruhigungs- , Schmerz- , und Schlafmittel sowie zur Steigerung des Appetits. Durch die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der heute verbotenen Pflanze stand Hanf mehreren aufstrebenden Industriezweigen im Weg: der Baumwoll- , Holz- , und Pharmaindustrie. All diese Bereiche konnten ihre Gewinne nicht uneingeschränkt maximieren, da Hanf als Alternative ein beliebter Rohstoff war.

Harry Jacob Anslinger(1892-1975) sowie William Randolph Hearst(1863-1951) kann man nach historischem Erkenntnisstand die Hauptschuld am Hanfverbot zuschreiben. Anslinger hat sein gesamtes Leben darauf aufgebaut Hanf zu verbieten und erreichte als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen 1961 ein weltweites Cannabisverbot. William Randolph Hearst, ein bekannter Verleger und Medienriese, verhalf ihm dabei entscheidend. Grund: Hearst war Besitzer eines großen Waldgebietes und einer Papiermühle und fürchtete Umsatzeinbußen durch eine neu aufkommende Technik, Hanf noch schneller zu ernten.In seinen Zeitschriften, in öffentlichen Stellungnahmen und Propaganda-Werbespots degradierte er Cannabis als die gewalterzeugenste Droge der Menschheit. Schwarze und Mexikaner wurden als Vergewaltiger und Mörder dargestellt, nachdem sie Hanf geraucht haben. Es kam sogar ein Kinofilm auf die Leinwand, welcher mit Werbeplakaten publiziert wurde. Handlung: Junger Musteramerikaner konsumiert Haschisch und mordet. Dieses zu Unrecht entstandene negative Stigma der Pflanze legte einen entscheidenden Grundstein für die Prohibition. Hearst spielte seine Macht auch aus, indem er Gegenargumente und Gegenbewegungen nicht durch seine Presse veröffentlichte. Diese Gehirnwäsche veränderte das Bewusstsein der Bevölkerung drastisch und wurde durch die Fehlinformationen entscheidend negativ beeinflusst. Finanzielle Unterstützung bekam die Propaganda durch die Pharmaindustrie. Ergebnis: Nach der Kriminalisierung von Cannabis stieg der Umsatz durch den Verkauf des Schmerzmittels Aspirin drastisch. Auch die Papier – Baumwoll- und Holzindustrie konnte dadurch aufatmen und uneingeschränkt wachsen. Bei genauerem Hinschauen ist also eindeutig festzustellen, dass es sich beim Hanfverbot nicht um den Erhalt der Volksgesundheit, sondern vielmehr um ein Zusammenspiel von Konzernen handelt und somit ein Wirtschaftsverbrechen darstellt. Aus diesem Grund ist nicht nur die sog. Drogenhanfsorte, sondern auch der wirkungslose Faserhanf, auf den das eigentliche Augenmerk lag, verboten worden. Selbst heute ist in vielen Ländern der zum Drogenmissbrauch nutzlose Hanf verboten oder durch hohe Steuern, bürokratische Hürden und negativen Ruf demonisiert. Todesstrafen für den Besitz einer Pflanze sind bittere Realität.

Dies ist nur eine kurze und knappe Zusammenfassung. Wenn du mehr Informationen brauchst, kannst du dir in jeder guten Bibliothek (besonders Universitätsbibliotheken) Bücher dazu ausleihen. Es gibt auch eine soziologische Facharbeit zu dem Thema, siehe hierzu:

http://www.hausarbeiten.de/faecher/...

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  1 06 2011 von König Rinderhüfte
 
Das Schweizer Volk nimmt mit deutlicher Mehrheit die medizinische Verschreibung von Betäubungsmitteln an.
Ein Staat der am hochgiftigem nikotin und alkohol verdient mit ca.10000 todesopfer pro jahr, als nebenwirkung, ist unglaubwürdig wen es das harz der drüsenhare der weiblicher hanfpflanze aus bevölkerungsschutz verbietet.Gesetze die nimanden schaden wenn sie nicht angewendet werden,werden belächelt.

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9 Dezember 2008 von Andreas Müller

http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com