Der Kermith
Es ist wieder soweit, die Pflanzen sind reif und müssen frisiert werden. Pflanze um Pflanze, es will kein Ende finden. Geht das nicht einfacher? Der Kermith, eine hochwertige Érntemaschine, kann helfen.
Der Kermith
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Die Ernte ist ein Abschnitt der Arbeit des Anbaus. Besonders bei Mengen ab 500 Gramm aufwärts ödet einen dieses monotone Arbeiten an. Nun sind auf dem Markt auch Erntemaschinen oder Erntehelfer erhältlich. Ob diese Geräte dann alle hilfreich sind bleibt fraglich. An dem „Kermith“ wird die Problematik nun etwas Veranschaulicht.


In den Bildern ist zu sehen, wie mit dem Kermith bereits gearbeitet wurde. Die grüne Kiste ist der Motorkasten, dieser treibt eine Welle an, die sich in dem Metallstutzen befindet. In diesen Metallstutzen steckt man ein Staubsaugerrohr, mit dem die Luft angesogen wird. Vom Prinzip arbeitet dieses Gerät wie eine Bohrmaschine, nur dass nicht gebohrt wird sondern die Blätter längs zum Bohrer abgedreht werden. Die Blätter der Buds werden durch den Schlitz gesogen und abgedreht während die Buds über den Ansaugschlitz gedreht werden.
Sobald der Staubsauger, der bei ca. 650 bis 750 Watt laufen soll angestellt wird, fängt der Kermith an laut zu werden weswegen auch die Ohrenschützer im Bild zu sehen sind. Als nächstes Übel passt der stufenlos regulierbare Staubsauger, der benötigt wird nicht immer genau in den Gummistutzen. Aus dessen Öffnung kann der Ring entnommen werden oder es kann auf das Staubsaugerrohr das verkürzte Rohr des größeren Models mit Klebeband befestigt werden. (Im Nachtrag dieses Kapitels erledigt sich dieses Problem.)
Die größeren Blätter der Pflanze werden per Hand entfernt und die kleineren Blütenblätter können nun mit diesem Gerät entfernt werden. Im unteren Bild ist die zweite Hälfte des geernteten Materials von 2m² zu sehen und im oberen Bild sieht man deutlich, wie der Metallstutzen zugeharzt ist. Die Welle in diesem setzt sich auch zunehmend zu. Es handelt sich um Grass, dass wenn es per Hand geerntet wird, einem das Harz an den Fingern klebt. Es gibt jedoch auch Gräser deren Harz weniger klebrig ist. Erntemaschinen eignen sich für diese sehr. Bei klebrigen Gräsern setzen diese sich schnell zu. Der Kermith sitzt bei diesem Afghan schon ab ca. einem Kilo dermaßen zu, dass er gereinigt werden muss. (Stand vor dem Besprühen mit Pflanzenöl)
Der Endverbraucherpreis liegt bei 800 bis 900 €, (Inzwischen billiger) als Zubehör liegt ein Imbusschlüssel bei um den Metallstutzen entfernen zu können. Eine Erklärung wie dieses Gerät gereinigt wird fehlt völlig bis auf die Bemerkung, dass man das Harz mit einem Holzstab und nicht mit Metall vom Ansaugstutzen entfernen soll um das Metall nicht zu zerkratzen.
Aus diesem Grund folgt hier nun eine Möglichkeit zur Reinigung dieser Erntemaschine die sich auch auf andere übertragen lassen sollte.


Oben: Wenn nun etwas mit diesem Gerät gearbeitet wurde und eine Pause gemacht wird kann es sein, dass das Harz die Welle verklebt und blockiert. Wenn das Gerät abgestellt wird ist der Metallstutzen erwärmt und das Harz auch. Wenn dieses abkühlt verhärtet es sich. Ein Holzlineal eignet sich nicht nur um die Öffnung etwas vom Harz zu befreien sondern auch um die Welle damit zu bewegen. Man drückt es auf diese und zieht es dem Schlitz entlang. Danach wird der Motor wieder die Kraft haben um zu laufen.
Unten: Nach vollendeter Erntearbeit oder wenn es gar nicht mehr geht wird das Gerät gründlich gesäubert. Brennspiritus aus 94% Ethylalkohol, den man im Bereich von Farben finden kann, ist hierbei eine echte und auch billige Möglichkeit. Mit diesem können die Harze runter gerieben werden. Besser ist es, die verharzten Bereiche erst gründlich einzuweichen.
Für den Metallstutzen genügt dabei ein Einmachglas. Der Gummistutzen wird herausgenommen da dieser eventuell vom Alkohol angegriffen und Spröde wird. Deswegen wird dieser nur mit den Fingern oder dem Holzlineal gereinigt. Ein Einmachglas mit über 8 cm Öffnung und über 18 cm Innentiefe kann schnell irgendwo gekauft werden aber wie wird die Welle gehandhabt? Diese ist nicht abnehmbar und somit wird das Gerät also senkrecht auf ein kleines Holzpodest gestellt in dem eine ½ Liter Flasche steht. Die Schwierigkeit ist es diese soweit zu füllen, dass die Welle komplett im Alkohol schwimmt. Die Flasche kann aber auch einfach überlaufen.


In beiden Fotos ist die gereinigte Erntemaschine zu sehen. Nicht so gut zu sehen ist, dass die Welle und der Metallstutzen nicht einmal blitzblank sind. Anfangs wurden diese nicht so gründlich gereinigt und das Harz sitzt wie Beton fest. Das THC ist in Alkohol löslich aber das Harz besteht halt nicht zu 100% aus diesem. Das über eine Stunde eingeweichte Harz kann nun mit dem Holzlineal abgeschabt werden um dann mit den Bürsten oder mit Küchenrolle weiterzuarbeiten. Da der 94%ige Alkohol sehr schnell verfliegt kann man beim reinigen dabei zusehen, wie das feuchte Harz trocknet. Der Alkohol kann aber mit 10 bis 20% Wasser etwas verdünnt werden um dann langsamer zu verdunsten.
Zum Schluss werden die Metallteile mit Pflanzenöl eingerieben, diese Vorgehensweise ist in dem oberen Teil dieses Kapitels noch nicht bekannt gewesen. Dieses hilft aber nicht lange gegen das verharzen. Während des Erntens können die Welle und der Metallstutzen ca. alle fünf Minuten mit etwas Pflanzenöl durch einen kleinen Pumpsprüher besprüht werden. Die Erntereste im Staubsaugerbeutel werden etwas ölig sein. Die Erntemaschine wird wesentlich langsamer zu harzen und viel einfacher zu reinigen sein. Die Rückstände an der Welle oder dem Metallstutzen sind durch das Öl elastisch und können erst abgeschabt werden um dann über das einweichen schnell entfernt zu werden. Zum einweichen genügen dann 15 Minuten. Da der Kermith nun langsamer zuharzt können mit ihm vermutlich mehrere Kg geerntet werden bis er dann doch gereinigt werden muss.
Das Pflanzenöl gegen das verharzen der Erntemaschine helfen würde teilt der Hersteller dem Kunden leider nicht mit. Somit zeigen die ersten vier Fotos des Kapitels den Stand bevor dieses bekannt war. Regelmäßig mit Pflanzenöl besprüht verharzt der Ansaugstutzen des Kermiths weniger und nach den Pausen sitzt die Welle nicht wegen dem erkaltetem Harz fest.
Nun geht es darum, den Metallstutzen wieder zu montieren ohne das die Welle verkantet oder den Metallstutzen anfräst. Dieser wird aufgeschraubt aber man läst alle Schrauben locker. Nun wird der Metallstutzen und somit die Maschine angehoben, sodass diese ein wenig schräg steht. Der Kermith wird nun angestellt. Eine untere Schraube wird nun angezogen, sodass diese so grade greift. Nun zieht man die schräg gegenüberliegende Schraube an, sodass diese so eben greift. Diese wird nun auch mit den beiden anderen Schrauben gemacht. Dabei hört man, wenn die Welle an den Stutzen kommt und löst die Schraube dann wieder und zieht eine andere etwas an. Es läst sich teilweise nicht vermeiden, dass die Welle dennoch ein wenig an dem Stutzen schabt, dieses soll aber möglichst nicht so sein.
Angeblich kann nach dem öffnen des Gehäuses der Motor und somit auch die an diesem montierten Welle nach oben und unten justiert werden. Dieses ist jedoch bei dem beschriebenem Gerät nicht nötig gewesen. Wenn dieses notwendig ist kann der Händler im Growshop sich zu diesem Informationen besorgen um einem dann weiterzuhelfen. Nach dem Öffnen des Gerätes ließen sich keine Justierungsmöglichkeiten erahnen. Wenn der Ansaugstutzen richtig montiert ist soll die Welle zum einem nicht an diesen schaben aber diese muss dennoch straff unter dem Ansaugschlitz sein um die angesogenen Blätter abzudrehen. Wenn dieses nicht so ist und die Welle nicht nachjustiert werden kann wäre dieses ein Reklamationsfall, da mit dem Gerät dann nicht richtig gearbeitet werden könnte.
Ein sehr wichtiger Aspekt, der die Sicherheit beim Ernten betrifft wird vom Hersteller leider auch nicht geklärt. Bekannt ist es, dass das Grass auch vor allem während des Erntens richt und das deswegen die gefilterte Ablüftung besser hochgefahren wird. Wenn nun per Staubsauger die Blütenblätter der Buds in den Schlitz gesogen werden wird diese Luft viel Geruch annehmen. Dort, wo der Staubsauger steht wird diese Luft ausströmen. Je nachdem wie der Staubsauger platziert ist kann dieses dumm sein. Der Staubsauger soll also in einer Zuluftschneise zur Kammer stehen aus der angesogen und dabei gefiltert wird. Ansonsten kann der Raum in dem gearbeitet wird auch gesondert abgelüften oder in diesem durch einen Filter wenigsten die Luft umgewälzt werden. Dabei soll dann beim Staubsauger angesogen werden und nach außen weggeblasen werden.
Zu erwähnen bleibt noch, dass ein sauberer Staubsaugerbeutel verwendet werden soll den man nach dem Ernten lehr schüttelt. Diese Erntereste können gut in Blunts pur geraucht oder weiterverarbeitet werden.
Alkohol löst das THC und bringt es dann wenn es getrunken wird direkt in das Blut. Da es sich bei dieser Reinigungsflüssigkeit um nicht zum Konsum erzeugten Industriealkohol handelt soll auf dessen Konsum verzichtet werden. Ansonsten bleibt es schwierig einzuschätzen, wie viel THC im Alkohol enthalten ist. In der Annahme, dass keine schädlichen Bestandteile, die nicht verdunsten würden, in diesem Industriealkohol sind, kann man diesen auch irgendwann verdunsten lassen. Etwas Öl wird über bleiben. Dieses zählt als harte Droge. Nicht deswegen, sondern da es schlecht dosiert werden kann, vermengt man es etwas mit zerriebenen Ernteresten. Ein Gramm Öl zu fünf Gramm zerriebener Blütenblätter würden ein immer noch starkes Endprodukt erzeugen. Das wenige Öl wird ansonsten schwer aus dem Verdunstungsgefäß zu entnehmen sein wenn es nicht mit den Ernteresten herausgerieben wird während es noch ein wenig feucht ist. Diese geringe Menge an THC Öl kann einem genau wie das Harz, dass mit der Küchenrolle beim Reinigen des Kermiths abgerieben wird und somit verloren ist, total egal sein.
Wird ansonsten der Genus von THC im Alkohol gewünscht kann man sich eine Flasche hochprozentigen mit fünf Gramm Gras versetzen und dieses ein zwei Wochen durchziehen lassen. Pinchenweise wird sich dieses bemerkbar machen.
Als abschließendes Urteil zu diesem Gerät ist zu bemerken das es den Arbeitsschritt des Entfernens der Blütenblätter erheblich beschleunigt nachdem man sich eingearbeitet hat. Jedoch bleibt einem nach der Ernte das reinigen das besser umgehend gemacht werden soll. Dieses kann auch während des Video sehens geschehen.
Ansonsten können auch kleine Blüten von unter 0,5 Gramm Trockengewicht sauber geerntet werden, nur wenige kleinste Blüten werden mit eingesogen und den anderen Blüten werden nur die überstehenden Blätter abgedreht. Die optimale Blütengröße scheint bei zwei bis vier cm Durchmesser zu liegen, ab 5 cm aufwärts muss man die Blüte oft biegen um die einzelnen Blütenblätter in den Ansaugschlitz zur Welle zu drücken.
Wenn eine zweite Person hilft kann diese die Vorarbeit machen. Dann kann man drei bis vier Stunden arbeiten das Gerät bei Notwendigkeit säubern und die zweite Schicht starten. Je nach Ausgangsmaterial und Erntern können dann bis zu zwei Kg Material an einem Tag geerntet werden oder sogar mehr.
Es gibt auch andere Erntemaschinen oder Erntehelfer für die der Inhalt dieses Kapitels zur Reinigung interessant sein kann. In wie weit diese Geräte dann aber zur Zufriedenheit des Anwenders arbeiten wirs kann aus der Beschreibung zum Kermith vermutlich nicht abgeleitet werden. Viele Grower arbeiten in kleinem Selbstversorgerstiel und haben weder große Mengen zum ernten oder viel Geld. Aber auch für diese Personen kann das ernten produktiv gestaltet werden. Jede Ernte unterteilt sich in drei Arbeitsschritte, von denen die ersten beiden sofort ausgeführt werden.
Den Pflanzen werden zuerst die großen Hauptblätter abgerupft um sie dann eventuell noch in passende Stücke zu schneiden. Eine Rosenschere ist dann hilfreich.
Dann werden den Blüten die Blütenblätter abrasiert um die Triebe mit den Blüten dann zu trocknen. Eine Erntemaschine oder hochwertige Papier/Stoff/Haarschere wäre auch geeignet. In diesem Buch wird auf einigen Fotos eine hochwertige Mehrzweckschere von Durable (No. 1718) auftauchen. Diese kann vermutlich in Schreibbedarfsläden bestellt werden. Sie kostet ca. 20€ und ihre Schneide verharzt beim ernten nicht störend. Das Hochwertige Metall schneidet sauber und bietet in der Schneide keinen Platz für sich absetzendes Harz. Mit Reinigungsalkohol kann die Schneide nach dem Benutzen gereinigt werden. Waagerecht und senkrecht und mit der Spitze auch in der Blüte können mit dieser Schere oft mehrere Blütenblätter gleichzeitig entfernt werden. Die in der Blüte verbleibenden Blütenblätter schrumpfen beim trocknen stärker als die Blüte und sind soweit mit Harz überzogen, dass sie die Qualität der Blüte nicht mindern. Ansonsten fallen überstehende Blütenblätter im Trockenzustand oft ab und können dann von den Blüten getrennt werden.
Der dritte Schritt: Wenn die Blüten trocken sind können sie mit einer Nagelschere oder besser mit einer Weinrebschere von den Ästen geschnitten werden. Die Blüten sind oft nur äußerlich trocken und dieses ist für diesen dritten Ernteschritt auch besser, als wenn einem die Blüten beim ernten zerbröseln oder die ersten Kristalle aus den Blüten rieseln. Es schadet nicht, wenn die Blüten selbst Äußerlich noch nicht trocken sind. Mit geringer Restfeuchtigkeit können sie in Pappkartons nachtrocknen um danach eingetütet zu werden um die Blüten dabei, wenn dieses gewünscht ist, sogar wieder mit zwei bis drei Prozent Wasser anzufeuchten. Das Wasser kann mit einer Spritze mit in die Plastikbeutel gegeben werden und zieht dann in die Blüten ein. Die Blüten werden dann mit geringer Feuchtigkeit geschmeidig und aromatisch sein und zerbröseln nicht im Beutel.
Wenn nun regelmäßig über ein Pfund Marihuana geerntet wird und man passend zur Ernte wenig Zeit hat wäre eine gut funktionierende Erntemaschine, mit der das Abrasieren der Blütenblätter sehr beschleunigt wird, empfehlenswert. Besonders wenn Punktuell mehrere Kg geerntet werden soll dieser monotone Arbeitsschritt unbedingt beschleunigt werden. Zu diesem ist der Kermith gut geeignet auch wenn sein lärmen während der Arbeit nervt.
Der Kermith, ein Jahr später, Nachtrag.
Zu der Beschreibung zu diesem Gerät sind noch zwei kleine Ergänzungen nötig. Zum einem wurde erklärt, dass das Staubsaugerrohr von Staubsaugern der Privathaushaltsklasse nicht in den Gummistopfen passt. Dieses ist aber nicht so. Wenn der Gummistopfen mit etwas Pflanzenöl eingerieben wird rutscht das Rohr gut durch die Öffnung. Zum anderen viel es auf, dass das Ernten immer länger dauerte bis sich irgendwann gar keine Blätter mehr in die Ernteöffnung sogen. Dieses lag aber nicht an dem schon oft ausgeklopften Staubsaugerbeutel, der immer wieder verwendet wird sondern an dem Staubsaugerrohr. Während des Erntens prallten immer die harzigen und öligen Blütenblätter der Pflanzen gegen die Wände des Staubsaugerrohres und etwas Harz blieb kleben. Dieses wurde immer mehr und verstopfte das Rohr schließlich ganz. Dieses kann jedoch sehr schnell mit einem Schraubenzieher und einem dicken Draht gereinigt werden. Während der Staubsauger läuft kann das Harz im Rohr abgeschabt werden. Dieses kann dann dem Staubsaugerbeutel entnommen werden. Wenn es durch das Pflanzenöl zu ölig zum rauchen ist kann das Harz eventuell zum backen verwendet werden. Wenn das Öl mit dem Harz jedoch mit der Zeit ranzig geworden ist wäre es besser dieses zu entsorgen.
Nach der Reinigung des Rohres verläuft das Ernten mit dem gepflegten Kermith wieder genauso schnell wie am ersten Tag.
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