Der kurze Trip zum Joint
Bis zu 10 000 Drogentouristen kommen Tag für Tag nach Venlo.
Die niederländische Stadt verlagerte den Cannabisverkauf nach Protesten in das ehemalige Zollhaus.
„Hektor“ heißt die Offensive, die die Stadt Venlo startete. Ihr Ziel: Coffeeshops raus aus der Stadt und den illegalen Drogenhandel eindämmen.
In der Puteanusstraat erinnert man sich an die Zustände. Uriniert hätten die Deutschen in Hauseingänge und auf die Straße, sie hätten Briefkästen demoliert, und manchmal seien auch Fahrräder verschwunden, erzählt eine Anwohnerin. Ein Dorn im Auge der Nachbarn, vor allem aber weil sich im Umfeld der legalen Shops sehr schnell Dealer niederließen, die eben nicht nur Cannabis verkauften, sondern auch harte Drogen. Auf fünf legale Coffeeshops in Venlo folgten bald etwa 200 illegale: das rief die Stadt auf den Plan.
LARA FRITZSCHE, 19.11.05, 06:57h










