Deutschland: Immer mehr kreative "Hobby-Gärtner"
In Norddeutschland gibt es immer mehr illegale Cannabis-Züchter. Drogenfahnder des Kieler Landeskriminalamtes entdeckten in diesem Jahr rund 20 Plantagen: etwa die Hälfte mehr als im vergangenen Jahr.
Dabei zeigten sich die Drogenzüchter als kreative "Hobby-Gärtner". In einem Dorf in der Nähe von Itzehoe hatte ein Familienvater mehr als 120 Cannabispflanzen fachmännisch gezüchtet und an drei verschiedenen Stellen versteckt. Die Menge der sichergestellten Pflanzen habe auf einen Weiterverkauf hingewiesen, sagt Rainer Holm, Sprecher des Landeskriminalamtes.
In Wilster hatte ein Mann den Balkon seiner Mietwohnung in eine gut getarnte Hanfplantage umfunktioniert. Erst das direkt vor seinem Haus aufgebaute Riesenrad eines Jahrmarkts führte die Drogenfahnder schließlich auf seine Spur.
Dabei könnten die "modernen" Pflanzen nicht mehr mit früheren Produkten verglichen werden.
Cannabiszüchtungen weisen mittlerweile einen drei Mal höheren Anteil von psychoaktiven Substanzen auf als früher, berichtet Holm. Der Wirkstoffgehalt, insbesondere der in Holland gezüchteten Cannabispflanzen, sei enorm gestiegen.











