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Deutschland: Jugendliche greifen immer öfter zu Drogen

2004/11/30 - SPIEGEL ONLINE

Eine Untersuchung zum Drogenkonsum unter Jugendlichen kommt zu erschreckenden Ergebnissen. Jeder Dritte der 12- bis 25-Jährigen hat demnach schon zu Rauschmitteln gegriffen - mehr als doppelt so viel wie noch vor 25 Jahren.

Berlin - Bei der Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gab ein Drittel der 12-bis 25-Jährigen an, schon einmal Drogen probiert zu haben. 1979 waren es erst 16 Prozent. Jeder vierte Jugendliche hätte dabei ausschließlich Haschisch oder Marihuana genommen, ergab die am heutigen Dienstag veröffentlichte Befragung von etwa 3000 jungen Deutschen.

Für die meisten Jugendlichen (32 Prozent) ist demnach der Drogenkonsum eine kurze Episode. 13 Prozent der 12- bis 25-Jährigen konsumierten in den vergangenen zwölf Monaten Drogen, bei 19 Prozent liegt der Konsum länger als ein Jahr zurück. Die Hälfte der Befragten hat der Umfrage zufolge schon einmal Drogen angeboten bekommen, 80 Prozent davon haben jedoch das erste Angebot abgelehnt.

Grundsätzlich steht die Hälfte der jungen Menschen illegalen Drogen abweisend gegenüber. Seit Mitte der achtziger Jahre sei der Anteil der drogenresistenten Jugendlichen allerdings rückläufig. 1986 wollten noch 66 Prozent auf keinen Fall Drogen nehmen, teilte die Bundeszentrale mit.

Eine wichtige Rolle spielten Tabak und Alkohol. Jugendliche, die rauchen und trinken, nehmen den Angaben zufolge deutlich häufiger Cannabis als Nichtraucher und Alkohol-Abstinenzler.

Zum Thema: Harte Drogen: "Nur eine Nase noch" (30.10.2004)
Zum Thema im Internet: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Artikel modifiziert Mittwoch 1. Dezember 2004 11:43, Erscheinungsdatum Mittwoch 1. Dezember 2004 00:00

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