Die Ernte
Ihr habt hart gearbeitet um soweit zu kommen. Bestimmt war es nicht immer einfach, nun habt ihr es aber geschafft, das zumindest wünsche ich euch. Ihr könnt ernten. Ihr werdet schnell feststellen, dass das eine ganze Menge Arbeit ist, wenn man die Blüten richtig frisiert. Aber das ist es doch auch wert, oder?
Die Ernte
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Hat man gutes Ausgangsmaterial in angemessener Weise blühen lassen, soll nun auch ein gutes Ergebnis erzielt werden. Ist das Ausgangsmaterial schlecht gewesen oder die Möglichkeiten zum Anbau unzureichend, kann dieses das Ergebnis zerstören. Aber gehen wir davon aus, dass man alles richtig gemacht hat und einer üppigen Ernte gegenüber steht. Nun geht es darum, den Erntetermin festzulegen und dieses entscheiden die Pflanzen. Es gibt nachreifendes und nicht nachreifendes Gras. Der Reifegrad wird an den Blütenfäden erkannt, sind diese weiß gelblich ist die Pflanze nicht reif, sind diese beige bräunlich ist sie es. Die Blüte hat aber ganz viele dieser Fäden. Bei nachreifendem Gras wird geerntet wenn über 2/3 bis 4/5 der Fäden reif sind, die anderen reifen beim trocknen nach. Bei nicht nachreifendem Gras passiert dieses nicht so intensiv und in der trockenen Blüte sind gelbe Fäden zu sehen. Deswegen wird dann gewartet bis 9/10 der Fäden reif sind. Die Angaben, wie lange ein Gras in der Blüte braucht, können sich somit sehr in die Länge ziehen, auf acht bis zehn oder auch bis zu 14 Wochen. Gras, dass lange braucht ist schwieriger anzubauen da man mehr Zeit hat Fehler zu machen.
Am besten wird in einem kühlen Raum geerntet nachdem die Pflanzen noch ein paar Stunden Licht hatten. Man entfernt zuerst alle Hauptblätter der Pflanze, schneidet sie dann ab oder zerlegt sie dann sogar in einzelne Teile und rasiert die Blüten mit einer langen Schere oder Erntemaschine, sodass alle Blütenblätter ab sind. Diese können dann trocken genutzt oder weiteverarbeitet werden. Zum ernten eignen sich hochwertige Papierscheren im Bereich von 20€, deren hochwertige Schneide von über 10cm Länge verklebt weniger und lässt sich mit Alkohol reinigen. Je nach Situation können die Blütenblätter waagerecht oder senkrecht zum Trieb abgemäht werden aber oft mehrere auf einmal. Wenn man das Gras aber für sich selber möchte und einen die Blütenblätter nicht stören kann man das rasieren der Blüten auch einfach weg lassen. Möchte man die Blüten aber noch abgeben empfiehlt es sich, sie zu rasieren, da andere Leute den Eigenanbau sonst sehr kritisch betrachten werden, auch wenn es nichts daran aus zu setzen gibt.
Die bearbeiteten Pflanzen werden in einen dunklen trockenen Raum gehängt, solange, bis dünne Äste so trocken sind, dass sie brechen. Wenn oben im Trocknungsraum ein paar Leinen gespannt werden, können die Pflanzen sehr gut an Fleischerhaken aufgehangen werde. Nun werden die trockenen Blüten abgeerntet. Die Reste sollen nicht in den Biomüll, da sie riechen. Man kompostiert sie oder entsorgt alles versteckt in Büschen oder unter Waldlaub wo sie noch etwas riechen könnten. Wenn die Reste vergraben werden riechen sie garantiert nicht mehr.
Einige Pflanzen überziehen die Blüten mit Harz, andere lagern dieses ein und schwitzen es beim trocknen etwas aus. Wenn man auf den trockenen Blüten die Harzkristalle mit bloßen Augen funkeln sieht, ist dieses ein sehr gutes Zeichen. Gerüche können auch beim trocknen auftreten und per Lüfter, der die Luft durch einen Aktivkohlefilter ansaugt gemindert werden. Auch während des Trocknens kann Schimmel schaden, es soll sich also schon um einen trockenen Raum handeln, der nicht feuchter als 40 bis 60% in der Luftfeuchtigkeit ist und 20 bis 27°C warm wäre.
Bei gutem Gras lohnt sich eine Weiterverarbeitung nicht da es so schon gut verwertbar ist und eine Weiterverarbeitung die Quantität sehr mindern kann. Bei Fermentation (das Chlorophyll in den grünen Blüten mindern, um Geschmack und Qualität zu steigern) kann die Qualität auch gemindert werden, wenn es nicht richtig gemacht wird. Wenn Dope hergestellt wird soll man sich darüber im klarem sein, dass nur ein Teil vom THC aus den Blüten gewonnen wird und wenn es falsch gemacht wird der kleinere Teil. Zu diesem wären Polynatoren geeignet, die das kristallene Harz aus den Blüten sieben. Dieses kann auch mit schlechtem Gras oder Ernteresten gemacht werden, die man sonst nicht nutzen möchte. Mit diesem kann auch das Fementieren geübt werden. Vorher soll man sich jedoch informieren wie dieses funktioniert, da es dazu viele Möglichkeiten gibt. Prinzipiell wird das trockene Gras leicht angefeuchtet in einem Plastikbeutel an einem dunklem Platz etwas Wärme und Druck ausgesetzt. Bakterien bilden sich, die das Chlorophyll zerfressen. Zur Sicherheit kann alle paar Tage nachgesehen werden, ob das Grass schimmelt, eventuell ist die frische Luft dann aber nicht so gut für die Bakterien.
Wenn man während der Ernte nicht mehr gegen die Massen ankommt kann ein Teil der Pflanzen noch mit den Blütenblättern getrocknet werden. Bevor die Blüten innerlich richtig trocken sind können die schon trockenen Blütenblätter abgestreift und in einem Polynator weiterverarbeitet werden. Zu diesem Arbeitsschritt soll ein Handschuh verwendet werden. Bevor die Reste in die Siebmaschine gegeben werden sollen sie komplett trocken eingetütet im Gefrierfach eingefroren werden, damit die Harzkristalle sich leicht von den Pflanzenteilen lösen. Wenn das gesamte Material zu Dope verarbeitet werden soll brauchen die Blütenblätter nicht abrasiert werden. Wie schon bemerkt ist es aber nicht sinnvoll, ein gutes Grass weiterzuveredeln, da dieses in jedem Fall die Masse mindert. Minderwertige Qualitäten können durch Weiterveredelung jedoch noch verwendet werden.
Anzumerken bleibt, dass Marihuana im Regelfall eine Pflanze ist, die nach der Blüte abstirbt. Es soll vereinzelt Pflanzen geben, die nach der Ernte neu austreiben, dieses ist in den allermeisten Fällen aber nicht so. Neues Material hätte dann aber vermutlich dennoch mehr Potenz als das alte verbrauchte. Bei großen Pflanzen kann jedoch erst die obere Hälfte geerntet werden wenn die untere Hälfte noch nicht ganz so reif ist. Diese kann dann noch etwas durchblühen und reifen.
Nun wünscht man eine größere Menge Gras zu haben, möchte diese nicht immer innerhalb der nächsten 14 Tage nutzen und möchte es frisch halten. Klemmverschlusstüten oder Tupperdosen bewirken einiges. Man kann sich aber auch einen Vakumierer zulegen und alles in dicke Plastikbeutel einschweißen. Eine sehr stabile Möglichkeit sind Abwasserröhren. Eine Doppellmuffe und zwei Stopfen (z.B. 150 oder 200 mm Durchmesser) ergeben einen stabilen dichten Körper. Der erste Stopfen wird als Boben in die Doppelmuffe gesteckt. Der Inhalt soll bröseltrocken und in Plastikbeuteln in den etwas schmierigen Innenraum verstaut werden. Da man den zweiten Stopfen wegen der Luft nicht draufschieben kann wird ein Loch von 2mm in diesen gebohrt um diesen nun halb reinzustecken, um ihn wider herunter kriegen zu können. Mit etwas Klebeband wird das Loch versiegelt.
Möchte man den Behälter jedoch eingraben wird das kleine Stück Klebeband und die Ritzen zusätzlich mit Silikon versiegelt und es werden vorher beide Deckel ganz geschlossen. Dieses sollte man aber besser nicht machen, es genügt das Behältnis bei irgendwelchem Gerümpel kühl zu verstecken ohne das es sich durch Geruch verrät. Wenn dieses Behältnis noch mit einem Essigtuch abgewischt wird kann es sogar Drogenhundsicher sein. Kriegt man dieses Behältnis nicht mehr auf wird der Deckel mit einem stumpfen Hammer eingeschlagen um das Loch mit einer Zange größer zu brechen. Den Deckelrand mit Pflanzenöl einzureiben kann dieses Problem mindern. Wenn mit einem Stück Holz von unten gegen den Deckel gedrückt wird kann dieser gut geöffnet werden.
Wenn nun auf Vorräte zurückgegriffen wird ist das Gras knochentrocken, man möchte es aber eventuell lieber fluffig. In einen 50 Gramm Beutel können mit einer Spritze ein bis zwei ml Wasser gegeben werden um diesen für ein bis zwei Tage an eine warme Stelle zu legen. Diese zwei bis vier % Wasser ziehen in das trockene Gras ein und es wird fluffig und sogar aromatisch, wenn es vorher vakumiert war.
Für den Transport kann Anstelle der Tupperdose auch ein Beutel aus der Aktivkohlematte einer Küchendunsthaube gefertigt werden. Die Aktivkohle saugt sämtliche Gerüche eine Zeit lang auf, selbst wenn sie selbst schon stark nach Marihuana richt hält sie den Geruch dennoch bei sich. Ein ganzer Beutel voll Grass riecht nicht wobei man auf ein einzelnes Gramm in der Hosentasche angesprochen wird. Eventuell wundert man sich über vereinzelte Saat in der Ernte. Solange es sich dabei um ein paar Körner handelt ist dieses ein netter Nebeneffekt, da diese irgendwann benötigt werden können. Sind es aber Hunderte, ist die Sorte entweder etwas zwittrig oder in der Nähe befand sich eine männliche Pflanze. Es kann auch passieren, das die Pollen von Draußen über die Luft wenige Samen verursachen, wenn es nicht Herbst war hat ein Nachbar die Vaterpflanze. Luftfilter können Abhilfe schaffen, sind aber nicht unbedingt notwendig da nur wenig Pollen von Draußen hineinweht.
Zum Ernten sei noch anzumerken, dass die gefilterte Ablüftung hochzuschalten sei, die auch die Luft aus dem Ernteraum mit ansaugen soll. Beim hantieren mit den Pflanzen sollen diese nicht von Anderen gerochen werden können. Wenn nun Stundenlang geerntet wurde oder ansonsten viel mit den Pflanzen gearbeitet wurde soll bedacht werden, dass man selber auch etwas verräterisch riechen könnte. Wenn man noch unter Leute geht sollte man sich noch gut Parfümieren und sämtliche Nachfragen auf dieses zurückführen. Wenn der Begriff Marihuana fällt kann höflich gefragt werden, ob das nicht die harten Drogen seien von denen man noch Monate später starke Flaschbecks kriegt und sich zu diesem Thema ansonsten unwissend geben. Bei der Nutzung des Grases sind die Meinungen oft unterschiedlich, allseits beliebtes ist dann das Beste.

Trotz dessen, dass diese Pflanzen sich zu Boden legen würden stehen sie frühzeitig angebunden immer noch luftig und reifen der Ernte entgegen. (Pflanzenjojos an kleinen Nägeln aufgehangen sind bequemer)
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