Text vergrössernText NormalgrösseText verkleinern

Dreijährige Studie mit THC bei multipler Sklerose geplant

Der britische Medical Research Council (MRC) wird eine dreijährige Studie mit THC bei multipler Sklerose (MS) finanzieren. Der MRC hat 2 Millionen britische Pfund (etwa 3 Millionen Euro) bewilligt, um die CUPID-Studie (Cannabinoid Use in Progressive Inflammatory Brain Disease) zu finanzieren. Die Studie wird von Dr. John Zajicek, Professor an der medizinischen Fakultät Peninsula und am Derriford-Kankenhaus, in Zusammenarbeit mit Dr. Alan Thompson, Professor am Nationalen Krankenhaus für Neurologie und Neurochirurgie und dem Institut für Neurologie der Universität London geleitet.

Die CUPID-Studie, die später in diesem Jahr beginnen soll, soll 500 Patienten mit fortgeschrittener MS aus neurologischen Zentren in Großbritannien rekrutieren. Die Studie soll herausfinden, ob THC, der wichtigste aktive Inhaltsstoff der Cannabispflanze, das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann.

Die Studie folgt einer früheren Studie, die von der gleichen Gruppe durchgeführt worden war, und Cannabinoide bei MS (CAMS) genannt wurde. Sie hatte sich auf den symptomatischen Nutzen von Cannabinoiden über einen Zeitraum von 15 Wochen und 12 Monaten konzentriert. Es wurden Hinweise gefunden, dass THC eine Wirkung auf die Spastik-Werte und Messkriterien der körperlichen Beeinträchtigung bei den Patienten hatte, die THC 12 Monate lang einnahmen, jedoch nicht bei jenen, die die Einnahme nach 15 Wochen beendeten. Da CAMS eine kurze Studie war, hofft man nun, dass bei einer dreijährigen Studie der Wert von THC bei der Verlangsamung des Fortschreitens der MS aufgrund seiner nervenschützenden Eigenschaften deutlicher sichtbar wird.

Dr. Zajicek erklärte: "Zur Zeit gibt es nur sehr wenige Medikamente, die bei der Behandlung der MS wirksam sind, und es gibt keine, die eine nachweisbare Wirkung in späteren Stadien der Erkrankung aufweisen. Wenn die CUPID-Studie zeigt, dass Cannabinoide eine längerfristige Wirkung auf das Fortschreiten der Erkrankung haben, so hat das potentiell weit reichende Auswirkungen auf die Medikation bei Menschen mit MS und anderen neurodegenerativen Erkrankungen."

http://www.cannabis-med.org/german/...

(Quelle: Pressemitteilung der medizinischen Fakultät Peninsula vom 24. Mai 2005)

Erscheinungsdatum Sonntag 5. Juni 2005 17:02

http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com