EC- PH- Wert, düngen
Ihr wollt richtig professionell arbeiten? Dann verlast euch besser nicht allein auf euer Augenams, nutzt Messgeräte. Die Wasserwerte sind für die Pflanzen sehr wichtig, damit sie optimal arbeiten können. Kontrolliert den EC- und PH- Wert in eurem Gies- und Dränagewasser um genau zu sehen, wie ihr das Giesswasser anrühren müsst.
EC und PH Wert, düngen
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Der EC Wert ist der Salzgehalt des Wassers. Salz leitet Strom und je mehr davon im Wasser ist, desto besser leitet es und desto höher ist somit der EC Wert. Mit dem PH Wert soll eine Harmonie von den Pflanzenwurzeln zu dem Wuchsmedium gebildet werde, mit der die Nährstoffe also Salze aufgenommen werden können. Wenn die Wurzeln nicht richtig arbeiten können, da der eine oder andere Wert oder sogar beide stark vom Optimalbereich abweichen, können auch keine gesunden Erträge erzielt werden. In zweiter Linie ist es dann wichtig, dass die benötigten Nährstoffe und Spurenelemente in dem Wuchsmedium vorhanden sind, dieses wird über die Verwendung des entsprechenden Düngers sicher gestellt. Außerdem müssen die Wurzeln im Wuchsmedium Luft zum atmen haben, wenn sie durch Nässe erstickt werden verfaulen sie im Boden und können die Pflanze nicht mehr versorgen. Das Wuchsmedium muss dennoch immer Feuchtigkeit bieten, trocken stehende Pflanzen sind für gewisse Mehltau Krankheiten oder auch Schädlinge anfälliger und können sich nicht üppig entwickeln.
Dieses Kapitel ist sehr wichtig.
Grass anzubauen ist Aufwand und Arbeitskraft, Geld für Inventar wird dafür benötigt, Energie wird dadurch verbraucht. Personen, die Outdoor anbauen würden nun sagen, dass dieses nicht so ist und sobald die Pflanzen von alleine dort wo sie es wollen wachsen und sich selber Ernten haben sie auch Recht, für sie sind EC und PH Werte aber meist nicht wichtig im Gegensatz zu denen, die Indoor anbauen.
Wenn nun Armaturen, Wuchsmedien, Bewässerungsanlage, Lüftung, Dünger und auch Stecklinge gekauft wurden und bis diese reif sind noch etwas Strom benötigt wird, summiert dieses sich zu einem gewissen Geldbetrag. Dazu kommt noch der Arbeitsaufwand und eventuell noch eine Raummiete. Selbst wenn nur mit ein oder zwei Armaturen gearbeitet wird, ist es mit der investierten Zeit in jedem Fall ein merklicher Aufwand. Wenn nun eine gewisse Menge Grass erwirtschaftet werden kann wäre es sehr doof, dieses nicht zu machen oder wenigstens zu versuchen. Viele Leute sagen nun, dass ihnen das Anbauen halt Spaß mache und sie das alles nicht so kommerziell sehen würden. Ökologisch und wirtschaftlich ist es jedoch, Energien möglichst effektiv zu nutzen. Wenn nun wegen richtiger EC und PH Werte mehr Ertrag an den Pflanzen sitzt, kann dieser zudem auch noch Qualitativ hochwertiger sein. Demnach soll auch bei der Verwendung von ein bis zwei Armaturen ein EC und PH Messgerät verwendet werden, selbst wenn nur ein bis zwei mal im Jahr angebaut wird. Eine eingetrocknete Elektrode eines PH Messgerätes kann wieder eingeweicht werden, die Geräte werden neu kalibriert. Wenn die Pflanzen gute Ausgangsbedingungen vorfinden werden sie mit Problemen wie Schädlingen besser fertig und werden einem die Mühe mit satteren Erträgen danken.
Der PH Wert ist der härte oder säure Wert des Wassers. Kalk läst das Wasser hart werden. Durch Salpetersäure für die Vorblüte und Phosphorsäure für die Blüte wird der Kalk in Nitrate umgewandelt und das Wasser wird saurer. Leitungswasserkalk ist für die Pflanzen sowieso meist unverdaulich. Diese Regulierungssubstanzen gibt es als PH- für Vorblüte und Blüte, PH+ ist für beides jedoch meist nicht notwendig, es sei denn, dass es Regenwasser oder durch eine Umkehrosmoseanlage gereinigtes Wasser ist, welches entsäuert wird. Je nach PH Wert sind die einzelnen Stoffe des Düngers unterschiedlich gut aufnehmbar oder können nicht mehr aufgenommen werden. Deswegen gleicht man den PH Wert für Hydrophonische Systeme generell auf 5,5 bis 5,8 an, da dieses der Bereich ist, in dem die Pflanzen am besten Nährstoffe aufnehmen können. In der Vorblüte kann der PH Wert auch bei bis zu 6,3 liegen da der Nährstoffbedarf etwas anders ist und diese deswegen auch bei etwas höherem PH Wert gut aufgenommen werden können. Auf Erdbasis sind diese Werte nicht verkehrt aber viele Leute meinen das sie ruhig zwischen 6,0 und 6,5 liegen sollen. Es schadet aber nicht, wenn 5,8 oder 5,5 bis 6,0 angepeilt werden.
Generell betrachtet ist etwas höher besser als niedriger. Um PH– oder PH+ überhaupt für kleine Wassermengen dosieren zu können kann es auf ein Zehntel oder Fünftel verdünnt werden. Eventuell hat man bei PH- für die Vorblüte das Problem, dass der angeglichene Wert immer wieder weit daneben liegt. In dem Fall, dass dieses Problem bei PH- für die Blüte nicht auftritt wird auch für die Vorblüte diese Substanz verwendet, da der Unterschied unerheblich ist. Sich stauende Salze werden von Erde gepuffert und Hydrophonisch weg dräniert. In jeder Situation ist vor dem Messen gründlich umzurühren und bei größeren Fässern danach noch eine Minute zu warten.
Um PH oder EC Werte immer wieder messen zu können muss man Messgeräte dazu haben, die regelmäßig neu eingestellt, kalibriert werden sollen. Für Steinwolle, Coco oder CoGr sollen unbedingt solche Geräte genutzt werden und auch bei Erde ist dazu anzuraten. Den PH Wert von destilliertem Wasser darf nicht gemessen werden, die Elektrode misst durch eine Membran und wenn das Wasser total rein ist geht diese kaputt. Aus diesem Grund soll eventuell auch Regenwasser besser nicht nachgemessen werden. Hat das Leitungswasser aber einen hohen EC Wert kann dieses mit Destilliertem Wasser oder billiger mit Regenwasser oder durch Umkehrosmose gereinigtes Wasser verdünnt werden und danach kann auch dessen PH Wert gemessen werden. In Grow Shops kann man diese Geräte kaufen und sich generell beraten lassen, jedoch hat nicht jeder Verkäufer detailliertes Fachwissen zu den einzelnen Bereichen. Deswegen wird das Notwendigste nun kurz erläutert wobei nicht auf Einzelheiten zu einzelnen Geräten eingegangen werden kann.
Das messen des PH Wertes mit Elektrischen Geräten kann über einen Metallfühler oder durch eine Elektrode stattfinden. Es fehlen leider Erfahrungen zu Geräten mit Metallfühler. Diese sollen jedoch leicht zu handhaben sein. Der Fühler wird in die Pufferlösung PH 7,01 und 4,01 getaucht um das Gerät zu kalibrieren. Nachdem dieses eingestellt ist kann der Fühler in Wasser gehalten werden um dessen PH Wert zu messen. Eventuell soll der Fühler in einer Aufbewahrungsflüssigkeit aber zumindest feucht gelagert werden.
Die mit einer Elektrode arbeitenden Geräte scheinen ein wenig komplizierter zu sein, bei richtiger Anwendung kann mit diesen aber jahrelang gearbeitet werden. Die Elektroden müssen immer feucht gehalten werden um mit ihnen arbeiten zu können. Sie werden in einer KCL Lösung aufbewahrt. Wenn das neue Gerät ausgepackt wird ist die Elektrode meist eingetrocknet. Sie wird nun für wenigstens einen halben Tag in Wasser gestellt um einzuweichen. Danach kann es besser sein, sie erst noch eine Stunde in der KCL Lösung zu verwaren. Nun kann sie in die Pufferlösungen PH 7,01 und 4,01 gestellt werden um das Gerät zu kalibrieren. Das eingestellte Gerät kann nun mit der Elektrode in Wasser getaucht werden um dann erst kurz abzuwarten, bis sich der Wert stabilisiert hat, dieses ist dann der entsprechende PH Wert. Zur Aufbewahrung wird eine Haube mit KCL Lösung über die Elektrode gestülpt. Die Elektrode darf nicht austrocknen, sonst muss sie neu eingestellt werden.
Beide Geräte sollen alle paar Monate zur Sicherheit in den Pufferlösungen auf ihre Genauigkeit geprüft und gegebenenfalls neu eingestellt werden. Wenn es eines mit einer Elektrode ist soll diese in die Reinigungsflüssigkeit für Elektroden (von Hanna) gestellt werden. Die Elektrode ist eine halbdurchlässige Membran die gewisse Stoffe austauschen kann. Wenn diese nun durch Verunreinigungen verdreckt ist kann die Elektrode nur noch sehr träge arbeiten. Die Elektrode soll dieser Reinigungsflüssigkeit aber nur für ca. fünf Minuten ausgesetzt werden, da sie über Stunden dieser Flüssigkeit ausgesetzt kaputt gehen würde. Danach kann das Gerät in der Pufferlösung kontrolliert werden.
Der EC Wert soll jeweils der Wuchsphase der Pflanze angepasst werden. Die Werte in den Matten werden über das messen des Dränagewassers ermittelt. Auch bei Erde kann etwas Wasser durchgespült werden um die Werte zu ermitteln.
Man gleicht dem Wasser zuerst den EC Wert mit Dünger an und dann den PH Wert, da das düngen diesen nach unten oder oben drücken kann. Zum Wuchsmedium und zum Lebensabschnitt der Pflanze soll der entsprechende Dünger verwendet werden. Je nach Hersteller gibt es entweder Vorblüte und Blüte oder Wuchs und Blüte Dünger, erstere Variante zielt darauf ab, ob die Beleuchtungsdauer 18 oder 12 Stunden am Tag ist, die zweite basiert darauf, ob die Pflanzen noch wachsen oder schon sichtlich blühen. Bei der Vorblüte/Blüte Variante gibt es oft für die sichtliche Blüte noch Blütestimulatoren. Zudem gibt es noch etliche Zusätze und Mittelchen die jedoch, wenn man es so schon nicht richtig macht, auch nicht helfen werden und ansonsten nicht unbedingt notwendig sind.
In der Wuchsphase hat die Pflanze hohen Stickstoff (N) Bedarf, in der Blüte benötigt sie mehr Phosphor (P) und Kalium (K). Aus diesem Grund kann in der Blüte PK 13+14 verwendet werden. Dazu gibt es zwei Methoden:
Dieses wird für eine Woche dem Wasser mit bis zu 1,5 ml pro Liter zugeführt wenn die Pflanzen gerade beginnen zu reifen, also ungefähr ab dem letzten Blütedrittel vor der Ernte. Dadurch soll die Pflanze stimuliert werden noch einmal kräftig durchzublühen und mehr Gewicht zuzulegen.
Es kann aber auch während des gesamten letzten Blütedrittels mit zugefügt werden oder schon etwas früher aber dann etwas knapper dosiert. Für die Pflanze wird dieses interessant, wenn sie bereits Knollen von ca. zwei bis drei cm Durchmesser gebildet hat die zwar noch nicht reifen aber noch wachsen. Beim zufügen dieses Zusatzdüngers soll wie auch sonst auf EC Werte geachtet werden. Wenn vor der dritten Woche angefangen wird PK 13+14 zuzufügen dann erst mit halber Dosis von 0,75 ml pro Liter. Es kann dann zwar auf volle 1,5 ml pro Liter gesteigert werden aber etwas weniger von 1 ml pro Liter wäre besser, da es nicht einmalig sondern dem letzten Drittel der Blüte zugefügt wird. Das Phosphor und Kalium würde sich im Wuchsmedium ansonsten eventuell zu sehr anreichern können.
Gerne wird einem empfohlen, das PK 13+14 zu der gewohnten Ration Dünger dazuzukippen da die reifenden Pflanzen besonders viel Dünger brauchen. Wenn der EC Wert im Wuchsmedium in einen gewissen Wert von z.B. vier EC gesteigert wird soll dieser lediglich gehalten werden. Reifende Pflanzen brauchen besonders ganz zum Schluss eher weniger als mehr Dünger. Trotz der Anwendung des PK 13+14 soll der Wert des Dränagewassers entscheiden, wie hart die Nährstofflösung konzentriert wird.
Generell soll auf Blattdüngung bei sichtlicher Blüte verzichtet werden und dieses ist für gewurzelte Pflanzen auch ansonsten nicht nötig. Gießwasser soll nicht kalt sein, so wie es aus der Leitung kommt, sondern 15 bis 25°C haben, die es dadurch erhält mehrere Stunden lang im warmen Raum zu stehen oder am Vortag vor der Benutzung angerührt zu werden.
Wenn einem beim befüllen des Gießwassertanks dieser öfters überläuft kann dieser in einen Holzrahmen gestellt werden, der mit Teichfolie ausgekleidet wird. Ansonsten kann auch ein Schwimmstopper benutzt werden der die Wasserzufuhr unterbricht. Diese oft schwer oder nur fest montierbaren Geräte sind in Baumärkten oder Campingläden erhältlich. Lose auf das Fass gelegt werden die Schwimmer verkeilen oder den ganzen Schwimmstopper anheben.
Speziell zu dem EC Wert des Wassers:
Das zum gießen verwendete Wasser kommt meist aus der Leitung und enthält schon einige Salze, 0,4 bis 0,8 EC. Oder schlimmer: Auf dem Land wird z.B. durch einen Brunnen Wasser gefördert das durch jahrzehntelange Düngung der Felder einen EC Wert von über 1,5 haben kann. Dieses kann aber relativ bezahlbar gelöst werden. Wenn die Wasserwerte einer Wasserprobe zu schlecht sind ist es sogar gesetzliche Auflage die Bodenpisse zu reinigen. Bei der Landwirtschaftskammer kann man sich ein Labor zur Wasseranalyse empfehlen lassen. In einigen Baumärkten können entsprechende Geräte zur Wasseraufbereitung gekauft werden. Je nachdem wovon zuviel in der Erde ist gibt es entsprechende Möglichkeiten dazu, dass Grundwasser zu reinigen. Um aus dem Wasser die Nitrate zu senken würde ein Gerät das ca. 1m³h schafft ca. 800 € kosten. Nun befindet sich der EC Wert unter 1 und dieses genügt auch schon. Es gibt aber auch Ausnahmen bei denen dieses nicht genügt.
Es gibt Hydrophonische Systeme die ohne Dränage arbeiten. Die Pflanze hat z.B. einen kleinen Quellbereich, der automatisch gefüllt wird und aus dem die Pflanze sich das Wasser saugt. Wenn in diesem Wasser nun unverdauliche Salze sind, die nicht abgeleitet werden, würden diese sich anreichern und das Wurzelklima verpesten. Dieses kann auch bei Systemen passieren, bei denen das Wasser an den Pflanzen vorbeigeleitet wird und zurück in den Quelltank fließt um dann erneut zum Giessen verwendet zu werden.
Seltsam bleibt es, dass die Hersteller solcher Systeme nicht direkt darauf aufmerksam machen, dass entweder Nitratfreies Wasser als Basis für das Gießwasser verwendet wird oder dräniert werden muss. Bei einer Tomatenzucht wäre es unwirtschaftlich, den Dünger einfach wegzudränieren aber bei einer funktionierenden Nutzhanfzucht würden einem solche Details nur behindern.
Zumindest kann das Wasser auch weiter gereinigt werden, damit es praktisch gesehen Nitratfrei ist. In dem Bereich des Aquarium Bereiches werden Umkehrosmoseanlagen vertrieben, die von fünf benötigten Litern einen reinigen. Die anderen vier Liter Wasser spülen die Umkehrosmoseanlage sauber. Eine solche Anlage, die ca. 70 Liter an einem Tag reinigt kostet bis zu 150€, es gibt aber auch erheblich größere. Normale Umkehrosmoseanlagen funktionieren nur bis ca. 1,0 EC, bei einem höheren Wert muss das Wasser erst vorgereinigt werden. Für die in diesem Buch beschriebenen Anbautechniken genügt ein Basis EC Wert von 0,4 bis 1,0. Wäre der Wert höher, könnte dem Wasser schlecht noch Dünger, der speziell auf den Bedarf der Pflanzen abzielt, zugeführt werden. Es hat die Erträge aber nicht gesteigert, das Düngerwasser mit völlig entsalztem Wasser anzusetzen.
Das PH Messgerät Growchek
In dem auf dem Foto zu sehendem PH Messgerät Growchek befindet sich eine gläserne Elektrode. Solch eine Elektrode ist in dem schwarzen Plastikpin, der für ein anderes Gerät ist, zu sehen. In dem schwarzen Fläschchen befindet sich KCL Aufbewahrungsflüssigkeit, diese verdunstet schnell und muss deswegen immer in das Verwahrungskäpchen nachgefüllt werden.
Einige dieser Geräte kalibrieren sich selber, andere sollen regelmäßig kalibriert werden, wie auch dieses Gerät. Wie bei dem EC- Stab Truncheon soll man sich aber nicht blind darauf verlassen, dass sich das Gerät Jahrelang selber richtig kalibriert, dieses kann bei Gelegenheit mit entsprechender Pufferlösung geprüft werden.

Die Elektrode, die in dem Gerät im Einsatz ist, soll ständig in der KCL Aufbewahrungsflüssigkeit lagern. Eine frische Elektrode muss erst mehrere Stunden einweichen bevor sie kalibriert wird, dieses wird in der Anleitung auch genau geschildert.
Wenn die Elektrode regelmäßig benutzt wird kann eventuell die Membran abnutzen und die Elektrode wird träge. Wenn dann ein extremer Wert gemessen wurde sollte diese sich erst nach dem messen eines nicht extremen Wertes, z.B. Leitungswasser, etwas ausruhen, bevor sie wieder eingesetzt wird. Um auf Nummer sicher zu gehen können die gemessenen Werte auch z.B. eine Stunde später überprüft werden. Normalerweise bleiben die PH und EC Werte dann so ungefähr stabil.
Wenn das PH Gerät träge wird und der gemessene Wert nach etwas Zeit anders als vorher ist, obwohl man das mit Dünger angesetzte Wasser gründlich vor dem messen umrührte scheint die Elektrode zu verschmutzen. Diese dann in der Reinigungsflüssigkeit von Hanna Instruments: HI 70000 für fünf bis zehn Minuten zu Lagern kann hilfreich sein. Bei längerer Aufbewahrung in dieser Flüssigkeit kann die Elektrode zerstört werden. Wenn die Elektrode nun nach dem dann folgendem Justieren nicht stabil bleibt soll sie unbedingt ausgewechselt werden. Dem zu sehendem Gerät wird regelmäßig die Elektrode gereinigt und somit ist es seit ca. drei Jahren im Einsatz und funktioniert wie im Neuzustand. Beim Routinekalibrieren wich der Wert nicht ein einziges mal um 0,2 PH ab und konnte meist so eingestellt bleiben.
Das EC Messgerät Truncheon
Das in dem Foto zu sehende Gerät hat eine begrenzte Skala und misst nur bis 3,6 EC. Dieses ist jedoch zum messen des Dränagewassers unzureichend aber ist dennoch kein großes Problem.

Dieses Gerät aus Neuseeland, der Truncheon genügt dennoch um das Dränagewasser zu messen. Man mischt dieses eins zu eins mit Leitungswasser. Dieses hat z.B. den EC Wert von 0,6. Das Mischwasser hat einen Wert von 2,6. ALSO: 2,6 mal 2 weniger 0,6 ergibt 4,6. Somit wurde der Wasserwert dennoch ermittelt. Das Praktische an diesem Gerät ist, dass es sich selbst kalibriert. Die Eichflüssigkeit im Hintergrund benötigt man dann nicht, es kann aber nicht schaden ab und an mal zu prüfen, dass dieses Gerät sich auf den richtigen Wert eicht. Dieses Gerät zeigt nun anstelle der 1,4 ein Blinken von 1,2 zu 1,4, dieses bedeutet, dass es um 0,1 oder um 0,1 bei 1,4 zu wenig anzeigt. Anstelle der 4,6 wäre der Wert dann ca. 5,0 oder 4,7, je nachdem ob es sich um eine proportionale Abweichung handelt oder nicht. Die Abweichung ist aber gering und eventuell benötigt das Gerät einfach satte 1,4 um diese zu zeigen und würde dann nur gradlinig um 0,025 falsch messen. Es kann aber auch daran liegen, dass die Messung Temperaturabhängig ist. Dabei wird vermutlich nicht die Temperatur des Raumes sondern die der Eichflüssigkeit gemeint sein. Demnach ist es schwierig, genau zu wissen, in welcher Spalte der Wert beim messen abgelesen werden soll. Zumindest ist die Genauigkeit von EC und PH Messgeräten zu prüfen und anzupassen, alte Geräte halten den gerade eingestellten Wert manchmal nicht lange und sollen dann ersetzt werden.
Ob dieses Gerät sich selber kalibriert oder nicht, dessen Messgenauigkeit muss nicht ewig dauern. Es soll deshalb regelmäßig überprüft werden um es ansonsten auszutauschen. Wenn es sich um nicht selber kalibrierende Geräte handelt soll dieses ca. alle zwei Monate geschehen, ansonsten genügt dieses auch jährlich.
Das sehr bedienerfreundliche Gerät wird in das Wasser gehalten und blinkt im entsprechenden Wert auf. Es wird weder ein noch ausgeschaltet. Durch den Zufall konnte ein baugleiches Modell des Truncheon gefunden werden, dass im Neuzustand kaputt zu sein schien. Es zeigt zu wenig EC Wert an. Es wurde festgestellt, dass dieses Gerät gradlinig zu wenig anzeigt und diese Werte mit 1,5 multipliziert den richtigen Wert ergeben. Demnach kann mit dem Gerät aber dennoch gearbeitet werden.
Zumindest kann es sehr interessant sein, seine PH und EC Messgeräte mit denen von Bekannten zu vergleichen um zu sehen, ob eines trotz der richtigen Kalibrierung, die in diesem Fall nicht notwendig war, nicht den richtigen Wert anzeigt.
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