Eine anerkannte medizinische Wirkung
Niemand stellt die therapeutische Wirkung von Tetra-hydro-cannabinol (THC), die wichtigste aktive Substanz von Hanf, in Frage. Zudem können Ärzte schon seit mehreren Jahren Marinol-Tabletten verschreiben. Dieses zugelassene Medikament enthält synthetisches THC und ist in der Apotheke schon verfügbar. Es ist vor allem gemacht um die Übelkeit während der Chemotherapie zu lindern und den Appetit anzuregen. Indessen ist der Konsum von synthetischen Hanfpillen nicht so wirkungsvoll wie das Inhalieren. Nach der angesehenen amerikanischen Medizin-Zeitschrift New England Journal of Medicine (30. Januar 1997), ist die Einnahme von Pillen nicht vergleichbar mit der Inhalation, da die letztere eine schnellere Erhöhung vom THC-Gehalt im Blut bewirkt, was die gewünschte Wirkung aus medizinischer Sicht sehr verbessert . Dazu kommt, dass die meisten Patienten, denen THC-Medizin verschrieben wurde, täglich einen beträchtlichen Cocktail von Medikamenten einnehmen müssen. Das THC hilft ihnen die Einnahme der vielen Pillen zu ertragen, indem er den Brechreiz unterdrückt. Es ist auch einleuchtend, dass der THC besser über die Lungen als über den Verdauungstrakt verabreicht wird, um zu verhindern, dass sich der Patient übergibt.
Viele Ärzte fordern daher die Möglichkeit THC in der Form zu verschreiben, wie sie dem Kranken am besten entspricht. Diese Ärzte sind auch der Meinung, dass sie am besten beurteilen können, in welcher Form der Hanf verordnet werden muss, damit beim Kranken die best mögliche Wirkung erzielt werden kann. Der Verband kanadischer Ärzte ist der Wortführer der medizinischen Welt in Kanada und bemüht sich darum, dass das Gesundheitswesen den Ärzten die Möglichkeiten bietet, welche sie brauchen um ihren Patienten eine qualitativ hochstehende Behandlung zu ermöglichen. Dieser Verband verteidigt schon seit 1981 die Entkriminalisierung des einfachen Hanfbesitzes, bedauert aber das Fehlen von systematisch angelegten wissenschaftlichen Untersuchungen zu dieser Frage.
1995 bestätigt der Verband der amerikanischen Ärzte (Editorial, Juni 1995) die Notwendigkeit, dass das amerikanische Gesetzt über den therapeutischen Gebrauch von Hanf revidiert wird. Der medizinische Verband Gross-Britanniens geht noch weiter. Er hat von der britischen Regierung verlangt, dass alles in die Wege geleitet werden soll, indem alle wissenschaftlich begründeten Kriterien miteinbezogen werden, damit die Verwendung von Hanf im therapeutischen Bereich erlaubt wird (Bericht des Verbandes). Der medizinische Verband Gross-Britanniens hat auch öffentlich die Polizei und die Gerichte ermutigt die Verwendung von Hanf für therapeutischen Zwecke zu tolerieren. Ihr Rapport sagt ausdrücklich, dass "gewisse Patienten gezwungen sind eine illegale Droge zu benutzen, um ihre Symptome zu lindern, bei welchen die bestehenden Medikamente nichts nützen" und "dass es genügend Beweise gibt, die bestätigen, dass Hanf in gewissen Umständen helfen kann". In der Konsequenz und in Folge einer wichtigen wissenschaftlichen Untersuchung des Oberhauses, hat sich die englische Regierung entschieden zu reagieren, indem sie die ersten offiziellen Tests zur Untersuchung der therapeutischen Wirkungen von Hanf erlaubt. Die königliche pharmazeutische Gesellschaft ist überzeugt, dass der Hanf bis in drei Jahren in England verschrieben werden darf.










