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Erste Schritte

Hier wird ein wenig geschildert, wie man sich eine Blütekammer zulegen kann. Es wird erläutert, wie man dann mit den Pflanzen in dieser arbeiten kann. Es ist halt wichtig, dass dieses alles nach den jeweiligen Möglichkeiten und Wünschen abgestimmt wird.

Erste Schritte

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(Der Erste Teil dieses Kapitels wird durch die Wohnungsgrowbox überholt und kann übersprungen werden. Ab „zu den Pflanzen“ kann weiter gelesen werden.)

Abschließend soll in diesem Kapitel detailliert zusammengefasst werden, wie erste Schritte zum Anbau von „ist doch nur Homegrow“ Marihuana aussehen können beziehungsweise, wie Diejenigen sich den Anbau gestalten können, die aus egoistischen Gründen nur für sich selber anbauen möchten.

Hierbei wird unterstellt, dass die finanziellen Mittel begrenzt sind oder in dieses Projekt nicht viel Geld investiert werden soll.

Zuerst einmal wird ein Raum benötigt, in dem die kleine Growkammer stehen kann. In diesem soll durch ein Fenster abgelüftet werden können, viel Zuluft wird nicht benötigt, eine nicht ganz dicht schließende Tür würde genügen. Es kann auch auf das geöffnete Fenster gelüftet werden um dieses nicht verkleiden zu müssen. Der Lüfter wird dann vor diesem etwas getarnt aufgebaut um gradlinig durch dieses drücken zu können. Durch einen Alu Flex Schlauch kann zum Kohlefilter etwas überbrückt werden.

Dieses folgt erst später, es ist aber dennoch schon zu bedenken.

Die Growkammer muss in der Nachtphase dunkel sein und das helle Licht der Reflektoren hat ein untypisches Lichtspektrum. Wenn die Growkammer nachts beleuchtet wird und dieses Licht Draußen gesehen werden kann wüsten Leute, die dieses Licht kennen sofort über die Geschehnisse bescheid. Dieses soll aber nicht so sein. Also ist die Growkammer komplett zu verkleiden wenn das Fenster nicht verkleidet wird.

Es wird empfohlen, mit zwei Armaturen von 400 Watt zu arbeiten. Wenn die Pflanzen in der Vorblüte noch klein sind werden sie mit einer Armatur beleuchtet und die zweite wird zur Blüte dazu geschaltet.

Es werden nun Holzlatten von ca. 2 zu 4 und ca. 4 zu 6 Zentimetern und drei Zentimeter starke 10 cm breite Bretter gekauft sowie Metallwinkel. Aus den Holzlatten von 4 zu 6cm wird ein Rahmen von 2,15 zu 0,95 cm gebaut, der auf den Boden gelegt wird. Diese Maße ermöglichen es später auf Librakästen umsteigen zu können. Zur Wand werden die Seitenpfeiler von 4 zu 6cm aufgestellt. Nach vorne werden zu den Außenecken die Bretter und zur Mitte zwei von diesen gestellt. Nun kann ein zweiter Holzrahmen als Decke auf diesen Pfeilern verwendet werden.

Dieses Rahmengestell wird nun etwas von der Wand weggezogen. An den Auflagestellen des Gestells zur Wand und Decke werden diese nun mit dem Papierabklebeband für Malerarbeiten verklebt. Das Gestell wird nun an die Wand geschoben. An die Wandpfeiler werden Winkel geschraubt, an die Wand wird markiert, nun wird das Gestell zurückgezogen um in die Wand Dübel zu setzen. Das Holzgestell wird an die Wand gedübelt und wenn sich später in der gesamten Verkleidung der Kiste noch lichtdurchlässige Ritzen befinden können diese mit Silikon versiegelt werden. Wenn diese Kammer irgendwann abgebaut wird kann das Silikon mit den Klebestreifen sorgfältig beseitigt werden.

Dieses ist nun das Grundgerüst in das eine Teichfolie getuckert wird um später Wasserschäden vermeiden zu können. Dieses kann im Zimmereck stehen oder an einer Zimmerwand. Die kurze oder kurzen Seiten können mit Sperrholz oder USB Platten verkleidet werden. Es kann auch Pappkarton verwendet werden. Nach vorne wird noch auf zwei Meter waagerecht ein Holzbrett verstrebt. Von diesem kann nach oben hin der Raum verkleidet werden. In diese Bretter werden für die zwei Türen je zwei Holzgewindehaken gedreht, diese werden dann gerade gebogen. Für die Türöffnung wird nun eine Sperrholzplatte auf Maß gesägt, dieses kann in einigen Baumärkten geschehen, die Holz auf Maß sägen. Diese Sperrholzplatte soll auf den Brettern aufliegend die Türöffnung überlappen. Sie wird mit zwei Löchern versehen, sodass sie auf die etwas schräg nach oben stehenden Gewindestangen gehangen werden kann. Vor diese Türen kann z.B. eine Getränkekiste gestellt werden, damit diese glatt anliegt. Es können auch Winkel neben die Türen auf die Bretter geschraubt werden, ihre Enden werden hochgebogen. Nun kann eine Holzlatte eingekeilt werden und die Türen andrücken. Die Auflagestellen der Tür zu den Brettern kann schwarz gestrichen werden, damit Licht in diesem Spalt geschluckt wird.

Da Nägel sich aus dem Holz ziehen können soll der Kammerrohbau und die Seitenverkleidungen geschraubt werden. Leider wird dieser Rohbau schon ein wenig Geld kosten aber dafür entsteht auch eine solide lichtdichte Kammer. Wenn dieses gut aussehen soll können gehobelte Holzlatten verwendet werden, die ganze Kiste kann später gestrichen werden.

Nun wird die Zuluft in die Kammer integriert. Von einer Seite können PVC Abwasserrohrwinkel durch diese gesteckt werden, um von der anderen Seite weitere dieser Winkel aufstecken zu können. Wenn dieses dann nicht genügt um das Licht zu unterdrücken kann ein weiterer Winkel aufgesteckt werden. Die Luft kann nachströmen aber das Licht wird geschluckt. Noch besser wäre es, ein PVC Rohr längs hinten durch die Kammer zu verlegen und dieses vor dieser mit Winkeln zu verwinkeln. In dieses Rohr können kleinere Löcher eingelassen werden und nach hinten kann es offen bleiben. So kann die Luft gezielt in der Kammer verteilt werden und zwar zu der Seite gegenüber des Aktivkohlefilters. Über dieses PVC Rohr kann ein Holzbrett integriert werden um auf diesem kleinere Pflanzen hoch zu stellen.

Nun ist der Aktivkohlefilter zu einer Kammerseite unter der Decke zu montieren. Es kann eine Holzlatte durch die Kammer verstreben, an dieser kann der Filter nach oben festgedrahtet werden. Sein Anschlussstück kann sogar aus der Kammer herausragen, sodass für dieses und nicht für den Aluflex Schlauch eine Einlassung in die Kammer gesägt wird. Besser wäre es, den Lüfter direkt an dieses Anschlußstück zu montieren und die Luft mit einem Aluflex Schlauch zum Fenster weiterzuleiten als es umgekehrt zu machen. Dieses kann nun unauffällig auf das geöffnete Fenster, bei Kälte auf das geöffnete Kippfenster ausgerichtet sein, ein Aluflexschlauch kann in das Kippfenster geklemmt werden. Ein 400m³h Kohlefilter und Lüfter werden genügen. Der Lüfter soll zudem möglichst auf eine kleinere Stufe gestellt werden können. Wenn diese reicht würde er in dieser auch leiser laufen.

Wenn der Lüfter noch keinen Schalter hat um von der kleinen auf die große Stufe zu schalten aber zweistufig ist wird der Lüfter mit einem vier Adrigen Kabel angeschlossen. Die zweite Masse wird auf die größere Stufe angeschlossen. In dieses Kabel wird ein Schalter integriert, in dem die Erdung, die Phase und die kleine Masse vorbeigeführt werden, die große Masse wird an den Schalter angeklemmt. In dem Stecker zu diesem Kabel werden die beiden Massen an einen Pol geklemmt. Nun soll der Lüfter auf kleiner Stufe laufen und die Größere zuschaltbar sein. Ansonsten muss der Stecker anders herum in die Steckdose gesteckt werden.

Nun kann in der Holzkammer zur Decke wieder verstrebt werden, sodass die Reflektoren mit Kettchen an Haken höhenjustiert werden können. Die Vorschaltgeräte können nahe am Fenster ihren Platz finden. Sie sollen über eine Zeituhr mit Relais angesteuert werden, einige Relais kosten viel Geld. Im „Nutzhanf: Ausschweifungen“ wird geschildert, wie ein Kopp Stromstoßrelais integriert werden kann. Dieses Stromstoßrelais wird mit einem Stecker auf A1 und A2 versorgt. Von einem anderen Stecker werden die Erdung und die Phase an dem Stromstossrelais vorbeigeführt wohingegen die Masse von 1 zu 2 weitergeleitet wird. Mit diesen drei Adern wird die Armatur angeklemmt.

Über die Relais geschaltet werden die Röhren weniger oder erst gar nicht verschleißen. Um dieses noch zu unterstützen sollen nicht die billigsten Armaturen gekauft werden und unbedingt Röhren verwendet werden, die von Markenherstellern stammen.

An einer Stelle neben der Kammer kann ein 50 Liter Fass etwas hoch gestellt werden, an das ein Wasserschlauch mit Hahn angeschlossen wird. Solange der Schlauch niedriger auslaufen kann als das Fass steht kann durch dieses gegossen werden. Hinter dem Wasserhahn kann noch etwas Schlauch sein, dass an einen Stab gedrahtet wird. In diesen Schlauch kann ein weiterer Absperrhahn von Gardena integriert werden. Dann kann der Wasserauslauf zu entfernten Töpfen hingereicht werden.

Es werden Plastiktöpfe benötigt, zwei bis drei Liter für Jungpflanzen, die dann in sechs Liter Töpfe umgepflanzt werden sind gute Größen. Die Töpfe sollen nicht auf dem Boden stehen sondern möglichst vier cm von diesem abgehoben werden, damit überschüssiges Wasser gut aus diesen heraustropfen kann. Dünne Styroporplattenstücke wären für dieses geeignet. Die schwarze Teichfolie kann mit einer dünnen schwarzweiß Folie mit der weißen Seite nach oben ausgekleidet werden. Jedes mal, wenn diese durch ist, kann diese nach der Ernte gewechselt werden. Die Kammer soll von Innen weiß gestrichen werden, Wandfarbe genügt zu diesem, Holzfarbe wäre besser.

Im Growhandel kann Erde gekauft werden, im Gartenhandel ist auch Blumenerde zu haben, die von Compo wäre sehr geeignet. Billigtorferde soll vermieden werden.

Zu den Pflanzen

Somit sind die vorbereitenden Schritte des Growkammerbaus und deren Gestaltung geschehen und es kann bepflanzt werden. Zum Bepflanzen sei gesagt, dass es vier Jahreszeiten gibt. Im Sommer ist es sehr heiz wodurch die Pflanzen unter den Reflektoren sehr strapaziert werden. Im Winter kann es sehr kalt werden, dieses kann zum Ablüften problematisch werden. Außerdem kann die Luft unter den Reflektoren sehr trocken werden. Somit soll das Frühjahr und der Herbst genutzt werden. Zu diesen Jahreszeiten kann die Hitze gut nach Draußen umgewälzt werden ohne dass die Luft in der Growkammer zu trocken wird. Auf eine Jungpflanzenkammer wurde verzichtet, da nicht so viel Aufwand betrieben werden soll.

Nun sollen Stecklinge einer guten Sorte organisiert werden. Leuchtstoffröhren können in der Growkammer über diese gehangen werden um sie noch ein paar Tage in dem Gewächshäuschen zu bewurzeln. Wenn sie bereits kräftig bewurzelt sind können sie in die kleineren Töpfe gestellt werden um sie zu Jungpflanzen heranzuziehen. Eine der beiden 400 Watt Armaturen wird wenigstens 70 cm über sie gehangen um die kleinen Stecklinge nicht zu überlasten. Diese können nun erst durchwurzeln und wachsen der Röhre dann etwas entgegen. Wenn die Triebspitze nicht gekürzt wird wachsen einige Sativalastige Pflanzen in der Blüte von 10cm auf einen Meter heran. Einigen Indikas wurde das Höhenwachstum so weg gezüchtet, dass diese von dreißig Zentimetern fast nicht auf 60 heranwachsen werden. Somit kann nicht genau gesagt werden, ab welcher Größe die Blüte für die Jungpflanzen eingeleitet werden soll. Dieses kann nach eigenem ermessen geschehen, nachdem die Jungpflanzen 10 bis 40cm groß sind. Bevor die Blüte eingeleitet wird oder zu diesem Punkt sollen die Pflanzen in den größeren Topf umgepflanzt werden. Die Pflanzen sollen möglichst über 50cm groß werden aber nicht über einen Meter hinauswachsen. Es kann mit drei mal acht oder vier mal zwölf Pflanzen gearbeitet werden. Wenn diese nicht buschig genug wachsen aber über Höhentrieb verfügen kann den Jungpflanzen zum Blütebeginn oder ein paar Tage vorher die Spitze genommen werden. Kleine Pflanzen können aufgebockt werden, zu groß wachsende können etwas gekürzt oder runtergebunden werden.

Wenn diese nur kurz in der Vorblüte stehen müssen die Pflänzchen noch nicht gedüngt werden, da sie auch nach dem Umtopfen noch genug Nährstoffe im Boden vorfinden werden. Ansonsten kann das Wasser mit einem Milliliter Wuchsdünger für Erde pro Liter gedüngt werden. Wenn es sich um ein Konzentrat handelt soll entsprechend weniger verwendet werden. Wenn die Blüte eingeleitet wird kann auf Blütedünger umgestiegen werden um von diesem erst einmal 1,5ml pro Liter zu verwenden. Nach 10 Tagen kann dieser Wert auf 2,5ml und nach weiteren 10 Tagen auf 4ml pro Liter erhöht werden. Wenn es sehr heiz wird sind diese Düngerwerte um 25% zu reduzieren. Es wird nicht schaden, kräftig herangewachsene Pflanzen alle 14 Tage einmal so zu gießen, das auf vier Liter Erdvolumen ein Liter herausfließt. Sobald an der Pflanze Anzeichen für Überdüngung zu sehen sind soll dieses mit klarem Wasser etwas gründlicher geschehen um dann vorsichtiger weiterzudüngen. Je nachdem wie konzentriert der Dünger der einzelnen Hersteller ist kann dieses schon mal passieren. Der PH Wert wird durch den Dünger oft schon etwas angepasst und ist in erdigen Substraten nicht von so großer Bedeutung solange dieser so ungefähr passt. Eine Woche vor der Ernte kann der Dünger abgesetzt werden um die Pflanzentöpfe dann noch drei Tage vor der Ernte mit Wasser gut durchzuspülen. Dann können hohe Düngerwerte die Qualität der Blüten zur Ernte nicht beeinflussen.

Wenn ohne EC Messgerät gearbeitet wird und ab und an etwas durchspülend gegossen wird darf das aus den Töpfen laufende Wasser nicht mehr die Farbe des Düngers haben. Der Dünger ist meist eingefärbt und diese Farbstoffe bauen sich im Wuchsmedium ab. Wenn der Dünger dann rosa aus den Töpfen oder Librakästen läuft kann davon ausgegangen werden, dass es zuviel gewesen ist. Das herauslaufende Wasser soll in der Vorblüte maximal blassgelblich sein und in der Blüte gelblich werden aber nicht bräunlich.

Die blühenden Pflanzen sind darauf zu kontrollieren, ob ihre Blüten schimmeln. Wenn deren Blütenblätter absterben wird dieses der Fall sein, aber dieses kann nicht immer gesehen werden ohne mal in die dicksten Blüten hineinzusehen. Die gammelnden Blüten sollen herausgeschnitten werden um sie zu trocknen. Wenn sie nicht zu stark verschimmelt sind können sie noch verwendet werden. Die reifen Pflanzen können geerntet werden um diese in der Growkammer aufgehangen bei laufenden Lüfter zu trocknen.

Wenn durch die abgeernteten Töpfe so lange Wasser gespült wird, dass jenes, dass aus ihnen herausläuft schon wieder so ungefähr klar ist kann auf der selben Erde nocheinmal angebaut werden. Die Erde soll dann in den Töpfen erst mal etwas antrocknen um dann in Erdsäcke oder oben zugedeckte Eimer eingelagert zu werden.

Das Problem vieler wird nun sein, dass sie nicht wissen, woher sie Stecklinge herkriegen können und das sie nicht das ganze Jahr über Mutterpflanzen pflegen möchten nur um zwei Blüten im Jahr durchziehen zu können. Zudem ist Saat teuer und es müssen immer so viele Männliche und Zwittrige Pflanzen ausgemustert werden. Trotzdessen wird dieses nun die Alternative sein. Also soll Saat von ein oder zwei Sorten gekauft werden, die attraktiv erscheinen.

In Anzuchterde wird diese Saat in Gewächshäuschen angesetzt. Die 400 Watt Armatur könnte mit 1,2m Mindestabstand eingesetzt werden, es kann aber in den ersten zwei Wochen auch mit Leuchtstoffröhren gearbeitet werden, um die Sämlinge nicht zu überhitzen. Nach zwei Wochen kann die 400 Watt Armatur auf 100 cm und nach drei Wochen auf 80cm an die Pflänzchen herangesetzt werden. Unabhängig zur Vorgehensweise sollen die Sämlinge aber nicht in den Gewächshäuschen überhitzt werden. In diesen soll es zum keimen nicht wärmer als 24°C werden und danach nicht wärmer als 26°C. Es soll aber auch nicht deutlich kälter sein. In der Beleuchtungsphase soll es in beiden Situationen wenigstens 22°C warm werden, wobei diese Temperatur zum keimen in den ersten Tagen optimal ist. Diese Temperatur in den Gewächshäuschen ist mit Thermometern genau zu überwachen, besonders mit einer 400 Watt Armatur kann diese schnell überschritten werden. Da die Sämlinge zuerst sehr empfindlich sein können soll mit einer 400 Watt Armatur auch der zuvor empfohlene Abstand eingehalten werden, damit die Pflänzchen sich erst etwas an das intensive Licht gewöhnen können.

Es wird oft festgestellt werden, dass die Pflanzen in ihrer Erscheinung und ihren Wuchseigenschaften nicht alle gleich sind. Wieder bleibt es einem überlassen, ob die Triebspitze genommen wird und mit welcher Größe die Pflänzchen in die Blüte gestellt werden. Saatpflanzen haben oft ein starkes Höhenwachstum und somit sollen sie normalerweise mit 15 bis 20cm in die Blüte gestellt werden. Nun werden sie sehr schnell wachsen und zwischen dem 10 und 25 Blütetag ist es unbedingt erforderlich, alle zwei Tage jede Pflanze zu mustern. Alle Pflanzen, die anstelle von Blütenfäden Knäule von kleinen Bömmeln oder einzelne dieser zwischen den Blüten bilden sind umgehend zu entsorgen. Wenn zuwenig weibliche Pflanzen über bleiben würden können von leicht zwitterigen Pflanzen die Bömmel alle zwei Tage entfernt werden. Somit werden eventuell nur ein drittel der Pflanzen überbleiben. Deswegen kann die Blütekammer vorab ruhig vollgestellt werden. Die Pflanzen wachsen zwar aber es werden etliche aussortiert.

Der weitere Blüteverlauf ist der selbe als wenn mit Stecklingen gearbeitet werden würde, nur, dass die Pflanzen meist kein einheitliches Wuchsbild finden werden. Nach der Ernte wird dann auch oft festgestellt werden, dass jede Pflanze auch ihre eigene Qualität haben kann.

Nun soll dieses ganze Kapitel für Situationen gedacht sein, in denen sehr wenig Geld investiert werden soll. Die Preise für Saat können 30€ für 15 Samen sein oder 200€ für 10. Zu diesem sei gesagt, dass die Billigsorten oft auch billig sind aber die sehr teuer gehandelten Sorten sind deswegen nicht automatisch sehr viel wert, besonders wenn diese als Sensationsneuheiten auf den Markt geworfen werden sind sie in ihrer Genetik oft nicht ausgereift. Die Stabilisierung von Grassorten dauert halt etwas und Neuheiten sind oft nur Modeerscheinungen. Deswegen empfiehlt es sich, Stammgräser der mittleren Preisklasse zu wählen.

Wenn nun 40 Samen angesetzt werden, da einem ein paar auch kaputt gehen und dann vermutlich noch eine gute Hälfte ausgemustert werden muss, kann dieses auch schon ein kleines Sümmchen kosten. Dann kommt es sehr gelegen, wenn hinterher in dem reifen Grass ein paar Samenkörner zu finden sind. Diese paar Samenkörner könne auch gezielt erzeugt werden, dadurch, dass die Pflanzen gezielt aber nur ganz wenig bestäubt werden. Attraktive, kräftige männliche Pflanzen werden so zurück geschnitten, dass sie nur noch einen Trieb mit zwei Bömmeln haben. Jeder dieser Bömmel kann vermutlich mit seinen Pollen 1000 Blütenfäden befruchten. Es wird gewartet, bis diese Bömmel sich öffnen und der Blütenstaub pulverig in diesen liegt. Nun wird die männliche Pflanze über den weiblichen geschüttelt und danach entsorgt. Somit wird es einem nicht die ganze Ernte versauen. Wenn einem danach doch zu viele Samen in den Blüten sind kann dieses beim nächsten mal noch vorsichtiger versucht werden. Somit können ein paar Samen in der Blüte reifen. Diese sind nach der Ernte noch nicht soweit, dass sie gepflanzt werden können, sie müssen noch einige Monate trocken und kühl nachreifen. Die so gewonnene Saat wird sich nun aber in ihren Wuchs und Blüteeigenschaften weit auseinander streuen und nicht mit jeder Pflanze zu ihrem Vorteil.

So kann im low Budget Stiel dennoch gutes Grass herangezogen werden. Wenn es einem gelingt, mit zwei Durchläufen pro Jahr ein Kg Grass zu erwirtschaften so wären dieses schon fast drei Gramm pro Tag. Für zwei Durchläufe wird die Stromrechnung zwar etwas höher, aber auf das ganze Jahr verteil wird dieses auch nicht auffällig sein. Wenn Heizzählerableser in die Wohnung müssen kann einem der Hausmeister oder ein Nachbar sagen, wann dieses sein wird. Zu diesem Zeitpunkt soll die Growkammer unbepflanzt zu sein. Sie muss nicht abgebaut werden, da sie getarnt werden kann. Zur Decke werden Laufschienen für Vorhänge montiert. Vorhänge werden zum Ablesetermin aufgehangen um die ganze Growkammer zu verdecken. Das Bett kann vorher abgebaut werden um dieses in diese zu stellen. Dann wird alles so aussehen, als ob hinter den Vorhängen ein Bett steht. Auf Nachfrage wird dieses auch bestätigt. Wenn der Zählerableser nun neugieriger wird kann ihm gesagt werden, dass er seine Arbeit machen soll da man keine Zeit habe. Wenn diesem das dann nicht reicht kann er verklagt werden und zwar auf die Verletzung der Privatsphäre. Man selber kann nicht belangt werden da es nicht illegal ist, eine vollaufgebaute Grassanlage zu besitzen solange da keine Pflanzen drin stehen. Erntebestände oder sonstiges könne für diesen Tag dennoch aus der Wohnung verschwinden.

Wenn nun zum Ablesetermin Pflanzen in der Kammer stehen kann diese bei laufenden Ablüftern hinter den Vorhängen verschwinden. Zusätzlich kann ein Raumluftbedufter oder ein Räucherstäbchen eingesetzt werden um Restgerüche zu überdecken. Wenn die Musik angestellt wird werden die Lüfter nicht zu hören sein. Solange nichts zu sehen und zu riechen ist können eventuelle Nachfragen zu dem Vorhang abgewehrt werden. Anstelle eines Bettes kann hier auch ein Schreibtisch, eine Modelleisenbahn oder ein Terrarium stehen. Auf Nachfragen zeigt man sich in Eile, man ist in der eigenen Wohnung einem Zählerableser gegenüber nicht dazu verpflichtet zu beweisen, dass diese Aussagen stimmen.

Mit relativ geringen Aufwand kann eine solide Growkammer gebaut werden, in der hochwertiges Grass herangezogen werden kann. Mit einem leisen Lüfter wird diese relativ wenig stören und optisch gesehen kann sie mit Farbe verschönert werden. Demnach wird die Wohnqualität durch den Indooranbau von Marihuana nicht zu sehr leiden. Erfahrung wird einem helfen, stabile hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Man soll sich durch einzelne Misserfolge nicht entmutigen lassen, da einem solch eine kleine Growkammer für die investierte Mühe viel zurückgeben kann.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 13:56, Erscheinungsdatum Mittwoch 1. April 2009 00:11

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