Europa: Mangelware Cannabis: Kokain wird für viele junge Europäer zum Stimulans der Wahl
Kokain ist zu einem wichtigen Element in der europäischen Drogenszene geworden, berichtet die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) heute in ihrem in Brüssel veröffentlichten Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa 2005. Indikatoren des Kokainhandels und -konsums liefern inzwischen überdeutliche Hinweise darauf, dass die Einfuhr und der Konsum der Droge zugenommen haben. Zudem gibt es immer mehr Hinweise auf kokainbedingte Gesundheitsprobleme.
Dem Bericht zufolge sind politoxikomane Konsummuster inzwischen ein zentrales Merkmal des europäischen Drogenphänomens, insofern ist eine einfache substanzspezifische Analyse nicht mehr realistisch.
Der Direktor der EBDD Wolfgang Götz kommt deshalb zu dem Schluss: „Eine Analyse der Auswirkungen des Drogenkonsums auf die öffentliche Gesundheit muss heutzutage das komplexe Bild des kombinierten Konsums psychoaktiver Substanzen, einschließlich Alkohol und Tabak, berücksichtigen. Die Konzentration auf Konsumtrends bei einzelnen Substanzen kannirreführend sein, wenn die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Drogentypen ignoriert wird.“
Neue Wege in der Drogenpolitik
Grundsätze für eine künftige Suchtpolitik der Schweiz
Fachbericht der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen (EKDF) Arbeitsversion Mai 2005
Von der Politik der illegalen Drogen zur Politik der psychoaktiven Substanzen
P.S.
(EBDD)Jahresbericht 2005: Der Stand der Drogenproblematik in Europa
Willkommen zum Jahresbericht 2005 der EU‑Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht
Mehr als 62 Millionen Europäer haben Cannabis probiert
Die EBDD schätzt, dass mehr als 62 Millionen Europäer (bzw. mehr als 20% aller Erwachsenen) schon einmal Cannabis probiert haben und dass etwa 20 Millionen (über 6% aller Erwachsenen) es im vergangenen Jahr konsumiert haben. Etwa 9,5 Millionen (fast 4% aller Erwachsenen) werden als aktuelle Konsumenten eingestuft, und etwa 3 Millionen junger Erwachsener, in der Mehrheit junge Männer, werden als tägliche oder nahezu tägliche Konsumenten eingeschätzt.













