GB: Cannabis Kriminellen zu überlassen, ist verrückt!
BIRMINGHAM - Wenn es nach Roger Pertwee, Neuropharmakologe und Mitentdecker des THC-Wirkstoffs ginge, so würde man in Grossbritannien bald schon legal kiffen dürfen – mit einem Kiffer-Pass.
www.blick.ch 15.09.2010
Pertwee gilt weltweit als führender Experte in der Cannabis-Forschung. Bereits in den 60er Jahren führte er wissenschaftliche Studien zur Wirkung von THC durch.
Beim einem Treffen der British Science Association forderte er nun die Legalisierung von Cannabis, wie «The Independent» berichtet. Pertwee: «Es gibt den Führerschein zum Autofahren und die Hundehalter-Lizenz, wieso also keine Lizenz zum Cannabis-Konsum?»
Kiffer-Pass ab 21
Diese solle man grundsätzlich erst mit ab 21 Jahren und nach Bestehen eines medizinischen Tests erhalten. Dieser klärt ab, ob ein Antragsteller Veranlagungen zu Psychosen oder Schizophrenie besitzt.
Kiffen zum Vergnügen findet der Hasch-Professor nicht «ideal», viel weniger hält er jedoch von der britischen Drogenpolitik. «Im Moment ist das Geschäft mit Cannabis gänzlich in der Hand Krimineller, das ist verrückt!»
Schon ein Vorgänger scheiterte
Wie «BBC» berichtet, halte die britische Regierung von der Forderung des Drogen-Experten wenig. Ein Sprecher des Innenministeriums teilte dem Sender mit, dass eine Entkriminalisierung die falsche Herangehensweise sei.
Brisant: Bereits 2009 forderte der staatliche Drogenbeauftragte Grossbritanniens, David Nutt, die Legalisierung von Cannabis – und verlor postwendend seine Stelle. (rrt)











