"Guter Hanf wächst nicht in der Garage"
Als "Perversion" bezeichnet der Anthropologe Jeremy Narby die Kultivierung von Hanfpflanzen mit Düngemitteln und Pestiziden in geschlossenen Räumen ("indoor").
"Die Debatte ist auf dem Niveau der Primarschule", sagte. In der Öffentlichkeit spreche man nur vom THC-Gehalt von Cannabis. Über die Qualitäten der Hanfpflanze finde keine Diskussion statt. "Bei einem grossen Wein - etwa dem Château d’Yquem - zählen doch auch nicht nur die 14 Volumenprozent Alkohol, die er enthält", erklärt der Halluzinogen-Experte.
"Der Hanf ist eine wunderbare Pflanze", sagt Narby weiter. Im Gegensatz zu den Niederlanden könne in der Schweiz der Hanf sehr gut im Freien kultiviert werden. "Hanf unter einer Lampe in geschlossenen Räumen anzupflanzen, ist eine Geistesverwirrung, welche die Verbote hervorgebracht haben", findet Narby.
Der Ethnobotaniker François Couplan sieht zwei mögliche Gründe, wieso man sich für "Indoor"-Plantagen entscheidet: "Entweder man hat die Absicht, das grosse Geld zu machen, oder man will sich volldröhnen." Beides könne er nicht nachvollziehen. "Es ist, wie wenn man die Pflanzen vergewaltigen würde." sda










