In den USA stehen am 2.11. auch Homo-Ehe und Cannabis zur Debatte
WASHINGTON - Wenn die US-Wähler am Dienstag an die Urne gehen, geht es nicht nur um den Präsidenten. In einem Marathon stimmen sie in 32 Bundesstaaten über 157 weitere Themen ab, die die Gesellschaft teilweise ebenso spalten wie die Frage nach Bush oder Kerry.
Wahlmänner
Für die Präsidentschaftswahl von Bedeutung ist das Referendum in Colorado. Dort sollen die Wähler entscheiden, ob künftig die neun Wahlmänner des Bundesstaates nicht mehr komplett an den Kandidaten mit den meisten Stimmen gehen, sondern nach einem Proporzsystem aufgeteilt werden. Das Ergebnis wird noch für die aktuelle Wahl wirksam.
Homo-Ehe
Allein in elf Bundesstaaten sollen die Wähler entscheiden, ob die Ehe als "Verbindung zwischen Mann und Frau" definiert werden soll. Damit würde die Homosexuellen-Ehe dort formal verboten. Es wird erwartet, dass sich in den meisten Bundesstaaten ein Verbot durchsetzt - nach dem Beispiel von Missouri und Louisiana. Dort wurde bereits im August und September darüber abgestimmt.
Marihuana, Jagd und Finanzen
In Alaska und Oregon entscheiden die Wähler, ob Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert werden soll. Äusserst umstritten ist die Frage in Alaska, ob die Jäger bei der Braunbärjagd weiter Fleischköder einsetzen dürfen oder nicht.
Sechs Staaten befragen ihre Bürger in Gelddingen. So sollen beispielsweise die Wähler in Oklahoma über die Gründung einer Staatslotterie befinden, in Florida geht es um Spielautomaten.
Den Rekord hält Kalifornien: Dort wird über 16 Themen abgestimmt, von Rechtsfragen über Haushaltsfinanzen bis zu politischen Dingen. Und da der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zum Teil gegen seine Partei Stellung bezogen hat, ist das Resultat für ihn auch eine Frage der Autorität.









