Italien, Kassationsgericht: „Rastafaris dürfen Marihuana rauchen“
Im Lied „Legalize it“ forderte Peter Tosh 1976 die Legalisierung von Marihuana. Rund 30 Jahre später hat ihm das italienische Kassationsgericht in bestimmter Weise zugestimmt.
Freitag, 11. Juli 2008
Ein Anhänger der Rasta-Bewegung war zu 16 Monaten Haft verurteilt worden, nachdem bei ihm 100 Gramm Haschisch gefunden worden waren. Das Kassationsgericht hat das Gerichtsurteil revidiert und dem 44-Jährigen in seiner Argumentation recht gegeben, schreibt die Tageszeitung "Repubblica".
Dieser hatte nämlich dargelegt, dass Anhänger der Rastafaris in Haile Selassie den direkten Nachfahren von König Salomon sehen und ihn deshalb als Jah, ihren Gott, verehren. Jah hatte „Ganja“ (Marihuana) als „Kraut des Heils“ bezeichnet und deshalb als für die Meditation unverzichtbar erklärt.
Folglich sei die Einnahme von Marihuana bei der Rasta-Bewegung religiös begründet. Jeder Rastafari müsse bis zu 10 Gramm täglich rauchen, verteidigte sich der 44-Jährige.
Während ihm das Gericht in Terni seine „spirituelle“ Beweisführung nicht abnahm und ihn zu 16 Monaten Haft verurteilte, gab ihm das italienische Kassationsgericht recht. „Rastafaris verwenden Marihuana zu meditativen Zwecken“, so das Oberste Gericht, weshalb die Einnahme auch legal sei.











