"Medical Marihuna" vor dem höchsten US-Gericht
Am 29. November wird vor dem US-Supreme Court die Klage einer Patientin verhandelt, die vom Justizministerium und die Drug Enforcement Agency (DEA) ihr Recht auf medizinisches Marihuana verlangt. Die Klägerin Angel Raich (39) stammt aus Kalifornien, wo es seit 1996 Patienten mit einer ärztlichen Empfehlung erlaubt ist, Cannabis zu besitzen und zu konsumieren. Die Bundesbehörden gehen jedoch auch in Kalifornien und den neun weitern US-Staaten, die über Volksentscheide eine ähnliche Regelung für Patienten getroffen haben, weiterhin gegen diese Patienten und die "Cannabis Clubs" vor, in den Marihuana zu meidzinischen Zwecken angebaut wird. Mit ihrer Klage will Angel Raich erreichen, dass die Verhaftungen und Verfolgungen derjenigen, die Cannabis aus medizinischen Gründen besitzen oder anbauen, gestoppt werden. Vor dem Distriktgericht unterlag sie mit ihrer Klage, die nächste höhere Instanz stellte indessen fest, dass es den Bundesländern erlaubt sei medizinisches Marihuana zuzulassen, wenn es die Landesgrenzen nicht überschreitet. Durch den Einspruch Washingtons gegen diesen Beschluss landete der Fall jetzt vor dem Supreme Court, dessen Entscheidung bundesweite Bedeutung haben wird. Der Ausgang ist nach Ansicht von Experten offen, die Staatsanwaltschaft vertritt die Position, dass durch die Zulassung medizinischen Anbaus in den Bundesländern der "Drogenhandel" zunehme und der Wille des Kongresses untergraben würde. Die "Los Angeles Times" stellt in einem ausführlichen Porträt der Klägerin und ihres Falls fest:
"Wie auch immer der Fall Ashcroft vs. Raich vor Gericht entschieden wird scheint es fair zu sagen, dass die Bundesregierung den Marihuana PR-Krieg verloren hat. Nach den offiziellen Zahlen benutzen 25,8 Millionen Amerikaner - 1 von 11 - Marihuana. Eine Umfrage von CNN/Rime fand 2002, dass 80% aller Amerikaner damit einverstanden sind, wenn Erwachsene Cannabis zu medizinischen Zwecken benutzen. Im Juli 2003 berichtet Medscape, eine Webseite für Mediziner, dass nach einer Umfrage 3 von 4 Ärzten und 9 von 10 Krankenschwestern die Dekriminalisierung medizinischen Marihuanas befürworten."









