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Nur ihre Eltern wissen es nicht, oder wollen es nicht wissen.

Ich bin Vater von zwei jungen Erwachsenen und habe miterlebt wie in der Schulzeit Drogen zum allgemeinen Interesse wurden. Ich selbst bin im Nachhinein sehr froh, dass Cannabis Jugendliche so unbeschadet wie möglich durch diese Zeit zu bringt. Man könnte auch sagen „die Loslösungszeit“. Da müssen alle durch, Eltern und Jugendliche aller Schichten. Manchmal hatte ich den Eindruck, es gibt gar keine Jugendlichen die es nicht probiert hatten. Nur ihre Eltern wissen es nicht, oder wollen es nicht wissen.

Einige junge Läute aus den Schulen (Gym und HTL) meiner Kinder sind auf harte Drogen gekommen. Ich hab es immer nur so am Rande mitbekommen, doch es war immer ein Drama für deren Familien und den Freundes/Klassenkreis.
- Ich selbst habe oft ein sehr schlechtes Gefühl gehabt, wie wir (da meine ich UNS, die Großen in unserer Gesellschaft: Geschäftsleute, Fachkräfte, Politiker, Manager (=auch ich), Ärzte, Lehrer, usw...) mit unseren Kindern umgehen.
- Wir sagen unseren Kindern was richtig und was falsch ist. Was gut ist und was ihnen schadet. Und wir sagen ihnen, da gibt es Drogen und die sind schlecht für dich. Du bist danach süchtig, dein Körper wird krank und dein Kopf verwirrt.
- Wir sagen ihnen jedoch nicht was vom dem Zeug wirklich gefährlich ist!
- Und dann probieren sie Cannabis, da kommen sie gar nicht daran vorbei, und merken, das was wir ihnen gesagt haben, es ist falsch, wir lügen, wir drücken ihnen unsere verlogenen Welt aufs Auge.
- Der Dealer, oder wo immer sie das Cannabis bekommen, den glauben unsere Kinder mehr als uns. Die sagen ihnen, Cannabis tut euch gut, es hilft euch die Welt durch andere Augen zu betrachten, und es wird euch nicht schaden und ihr werdet nicht süchtig. Und jetzt kommt das best, sie haben recht damit.
- Wir haben uns selbst aus dem Rennen genommen. Unsere Glaubwürdigkeit haben wir aufs spiel gesetzt.
- Ich bin damals nach Amsterdam gefahren und hab einige Joint’s geraucht. Ich wollte wissen was wirklich dran ist. Wollte wissen, warum meine Kinder und alle ihre Freunde (und das waren nicht wenige) so von dem Kraut begeistert sind. Und da war der Sohn vom Bürgermeister, genauso wie die Tochter vom Bank Manager und, und, und....
- Ein kleines Kellerlokal in Holland, da habe ich durch andere Augen gesehen. Die nächsten vier Stunden tauchte ich in eine noch nie gehabte Welt. Manchmal tief spirituell und dann wieder so klar und so einfach. Ein teil von mir hat immer die Kontrolle behalten und doch, ich war mehr der, der ich bin. Es war eine tolle Erkenntnis und trotzdem bleibt alles beim Alten.
- Am nächsten Tag, ich wachte auf. Hell und klar im Kopf, keinen Kater. Es ging mir richtig gut. Ich fühlte mich großartig.
- Bei der Heimreise war mir plötzlich bewusst wie alleine wir unsere Kinder lassen. Wir beschäftigen uns nicht mit der Sache, aber wir urteilen und verurteilen. Treiben unsere Kinder in kriminelle Kreise, wo es keine Qualitätskontrollen gibt. Wo es keine Unterscheidung zwischen weich und hart gibt. Und wo die Gesellschaft zum Bescheißen gesehen wird. Eine tolle Leistung haben wir zusammengebracht. Wir machen unsere Kinder selbst zu kriminellen.
- Bei dieser Gesellschaftslüge kann und will ich nicht mehr zuschauen. Das bin ich allein unseren Kindern schuldig. Ich möchte nicht mehr diese falsche Propaganda und Hetze mitmachen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft und so gehen wir mit ihnen um. Legalisieren wir Cannabis, dann wird es bald keine Dealer mehr in den Schulen geben, die unseren Kindern auch harte Drogen verkaufen und dabei so lässig sagen, da hab ich was Besseres.

Schützen wir unsere Kinder vor harten Drogen. Legalisiert Cannabis!
- Schützen wir unsere Kinder vor harten Drogen. Legalisiert Cannabis!
- Schützen wir unsere Kinder vor harten Drogen. Legalisiert Cannabis!
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lg Erdenbürger

Erscheinungsdatum Donnerstag 1. Februar 2007 01:12

Forum des Artikels

> Nur ihre Eltern wissen es nicht, oder wollen es nicht wissen.
Super Beitrag. Bin 33 Über Jahre bis heute selbst betroffen. Ich würde aber noch weiter gehen. Alles entkriminalisieren. Es geht nicht nur um Cannabis. Ich will das Zeug ja gar nicht jedem Verfügbar machen, aber jeder der es braucht, sollte in der Lage sein, "reinen" Stoff zu bekommen. Denn die Hauptgefahr fürs Leben ist bei Drogen immer, dass man an unreinen Stoff gerät. Oder noch schlimmer, dass man über Jahre an unreinen Stoff gewöhnt ist, um dann mal was richtig reines zu erwischen.Dann folgt nämlich beinahe unweigerlich, eine Überdosis.
Das Zeug "muss" in kontrollierten Dosen und mit Qualitätssiegel abgegeben werden. Nur so ist das Drogenproblem überhaupt in den Griff zu kriegen.
Aber solange Heuchler und Biedermänner an der Macht sind, gibt es überhaupt keine Chance auf "Wahrhaftigkeit".
Ich kann Ihnen nur sagen, weiter so!
Verschaffen sie sich mehr gehör.
Übrigens ist es in meinem Land (Deutschland) noch viel schlimmer als in der Schweiz.
"Stand straight and Tall".
Ich selbst bin Autor und werde versuchen in meinen "Werken" darauf hin zu arbeiten.

Liebe Grüße

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1 August 2007

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