Oberster US-Gerichtshof lehnt Cannabis als Arznei ab
Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Gebrauch von Cannabis zu medizinischen Zwecken abgelehnt. Die Richter hätten sich mit sechs zu drei Stimmen gegen die Verwendung von Cannabis als Arznei ausgesprochen, teilte das Gericht am 6. Juni in Washington mit. Damit hat das Gericht sich gegen die Regelung einzelner US-Bundesstaaten gestellt, die den Gebrauch dulden. Die Richter führten an, dass es nicht zu kontrollieren sei, ob eine für den Hausgebrauch gezüchtete Pflanze nicht doch auf den offenen Markt gelange.
Mit dem Urteil wurde die Klage zweier schwerkranker Kalifornierinnen abgewiesen, die dafür gekämpft hatten, Cannabis auf Bundesebene legal als Arznei gegen Schmerzen und Krämpfe verwenden zu dürfen. Angel McClary Raich leidet an einem nicht operablen Gehirntumor, Diane Monson an einer schmerzhaften Wirbelsäulenerkrankung. Kalifornien hatte seinen Bürgern 1996 erlaubt, Cannabis für den Eigengebrauch anzubauen, soweit es ärztlich verschrieben wurde. Neun US-Bundesstaaten schlossen sich der Regelung an.












