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Saatpflanzen

Eine Möglichkeit Cannabis zu kultivieren ist es, die Pflanzen aus Saat hervor zu ziehen. Diese Saatpflanzen können aber auch genutzt werden um nach einer geeigneten Mutterpflanze zu suchen um dann professionel mit Stecklingen arbeiten zu können.

Saatpflanzen

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Wie es schon Basisteil beschrieben wird ist es eine langwierige Geschichte eine Saatpflanze hochzuziehen, erste Stecklinge zu nehmen und dann deren Geschlecht und Qualität zu ermitteln. Nun Existiert zu diesem Fotomaterial. Die Mutterpflanzen bis zum Stecklingsschnitt wurden neue herangezogen, die Jungpflanzen sind vom Vorjahr. Diese unterschiedlichen Zeitabschnitte und Pflanzen sind zur Erläuterung jedoch egal.

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Sähen
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warten

Es ist der fünfte Mai 2004 und die Ahnzuchterde wird in einen Eimer gegeben. In diesem wird etwas Wasser zugegeben um die Erde zu vermengen. Diese soll feucht und körnig aber nicht schlammig werden. Nun werden mit der Erde die Töpfchen gefüllt. In diese werden in der Mitte Mulden von ca. 1,5 cm gedrückt. In die Mulde wird nun ein Samenkorn gelegt. Es handelt sich um Saat von den Afghanis, die damit die Mutter sind. Fremdpollen oder Selbstbestäubung stellt den Vater dar. Die Mulde wird von den Seiten zugeschoben. Nun braucht die Erde nicht mehr gegossen werden, dieses könnte den Samen tiefer in den Boden spülen. Wegen der niedrigen Luftfeuchtigkeit wird die Dunsthaube aufgesetzt, auch damit die Keimschalen sich beim Aufgehen der Saat gut von den Keimblättern ablösen können, bei trockener Luft sind diese weniger geschmeidig. Bei einer Temperatur von ca. 21 Grad werden die ersten Samen nach vier bis fünf Tagen aufgehen. Zur Keimung soll die Temperatur 21°C sein aber da der feuchte Boden etwas kühler ist als die Außentemperatur darf es auch 24°C warm sein, dieses beschleunigt das Wachsen der Sämlinge die diese Temperatur nach dem Aufgehen haben sollen. In der Nachtphase soll es nicht kälter als 18°C werden. Eine höhere oder niedrigere Temperatur ist zur Keimung nicht förderlich, bei hohen Temperaturen gehen die Keime ein und bei Kälte entwickeln diese sich nicht zügig. Deswegen ist der Hochsommer ungeeignet um Saat anzusetzen.

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Welch Freude!
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14 Tage nach Saat
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3 Wochen
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4 Wochen

Im Wochentakt ist zu sehen, wie die Sämlinge unter den drei 60 cm Rören aufgehen und sich entwickeln. In der Natur geht die Saat oft im Schatten anderer Pflanzen auf und kämpft sich dann nach oben. Deswegen genügt dieses wenige Licht für die ersten paar Wochen, starke Lichtquellen, die zu nah an den Sämlingen sind können diese schädigen. Dennoch tritt hier ein kleiner aber nicht schlimmer Fehler auf: mit dem 26.05 und nicht nach dem 02.06 hätten die Pflänzchen unter die 250 Watt Quecksilberdampf Armatur gestellt werden sollen. Dabei ist darauf zu achten, dass die stärkere Lichtquelle die ersten beiden Tage etwas mehr als den üblichen Abstand zu den Pflanzen hat. Die Sämlinge sind den Lichtdruck nicht gewöhnt und die empfindlichen Blätter können sonst etwas Schaden nehmen.

Zumindest ist in diesen Bildern zu sehen, dass die Jungpflanzen wenig Licht gehabt haben. Dieses zeigt nicht nur der noch zierliche Wuchs. Die Blätter teilen sich normalerweise ab der dritten oder vierten Ebene auf fünf Finger auf. Dieses ist hier nicht so. Da es nicht zu trocken gewesen ist kann ein Mangel an Licht dafür verantwortlich gemacht werden.

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5 Wochen, Spitzenschnitt
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6 Wochen

Da die Höhe fehlt und ein buschiger Wuchs gewünscht ist wird im oberen Bild das erste mal die Spitze genommen. Im unteren Bild sieht man nun, wie die Spitze der Pflanze sich in zwei Triebe teilt. Nun folgt der zweite kleine unwichtige Fehler: die Spitzen wurden eine Woche später direkt wieder entfernt. Wären sie gewachsen hätten aus ihnen die ersten Stecklinge werden können und eventuell auch aus unteren Trieben.

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7 Wochen
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8 Wochen
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Stecklingsschnitt
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Männliche Blüte

Zwei Wochen später geschieht der Stecklingsschnitt dann eben mit vier Hauptspitzen. Von jeder Pflanze werden vier Stecklinge geschnitten, es wird jedoch nur jeweils der beste benötigt.

Die Stecklinge benötigen drei bis vier Wochen zum wurzeln und anwachsen um in die Blüte zu gehen und dann zwei bis drei Wochen um deren Geschlecht ermitteln zu können. Bis die Pflanzen reif sind und die Qualität ermittelt werden kann vergehen somit ungefähr drei Monate. Solange sollen die Mutterpflanzen nur herumstehen und möglichst klein bleiben. Deswegen wird regelmäßig gelichtet und zurückgeschnitten. Platz wird durch das Entfernen von männlichen und zwittrigen Pflanzen geschaffen.

Nun folgen die Fotos eines früheren Abschnittes. Oben im untersten Foto zu sehen ist eine männliche Triebspitze. Keine Fäden sondern kleine grüne Bömmel bilden sich. In diesem Stadium sind diese noch inaktiv und somit ungefährlich. Sobald diese sich öffnen bestäuben sie andere weibliche Pflanzen. Wenn ein wenig Saat gewünscht ist kann eine solche Pflanze soweit beschnitten werden, dass sie nur noch über einen Bömmel verfügt. Dieser soll dann in der dritten bis vierten Blütewoche, in der er sich geöffnet hat über den weiblichen Pflanzen etwas geschüttelt werden. Spätere Bestäubung ist sinnlos, da die Saat zum Reifen Zeit benötigt. In den reifen trockenen Blüten werden einige gut gereifte Samen zu finden sein. Aber oft werden auch so ein paar Samen zu finden sein.

in Blüte

ausgewachsen

Oben sind in den Töpfen sechs Jungpflanzen von jedoch nur vier Müttern zu sehen. Unten im Bild sind es nur noch drei Pflanzen von zwei Müttern. Die anderen sind männlich gewesen. Nun soll man sich nach dem aussortieren der männlichen oder zwittrigen Pflanzen aber nicht darauf verlassen, dass dieses Problem damit aus der Welt geschaffen ist. Oft Zwittern die für rein weiblich gehaltenen Pflanzen auch ein wenig, sodass es übersehen wird. Oder die Pflanze zwittert nur mit einzelnen Trieben. Dann kann es sein, dass Stecklinge einer Mutter weiblich und andere zwittrig sind.

Neues Material soll aus diesen Gründen sorgfältig kontrolliert werden. Im folgendem Foto befindet sich an dem Blütenansatz in der unteren Mitte ein Bömmel. Rechts unten und oben im Bild ist jeweils ein weiterer Bömmel zu finden. Dieses reicht schon aus um die Ernte etwas zu versauen. Möchte man sich dennoch nicht von den Pflanzen trennen sollen die Bömmel gesucht und entfernt werden. Die Bömmel können aber auch, wenn die Blüten schon etwas größer sind, sehr versteckt in diesen sein. Wenn eine minimal zwittrige Pflanze etwas länger kultiviert wird kann sich diese Zwittrigkeit eventuell zurückbilden. Ein 100 % Sinsemilla ist die Pflanze dann jedoch nicht, wenn dieses so sein muss wird also weiter gesucht.

leicht zwittrig

In dem Kapitel „Abwägung neuer Sorten“ werden die fünf Teststecklinge der fünf Saatpflanzen aus der gelegentlich anfallenden Saat des original Afghani Grases präsentiert. Diese sind alle rein weiblich und auch weitere angesetzte Eigensaat ist rein weiblich. Dieses lässt vermuten, dass die Pflanze sich selbst befruchtet hat. Da ihr dabei das Y Chromosom fehlt kann sie nur rein weibliche Saat erzeugen. Dieses eigentlich untypische Verhalten läst sich vermutlich darüber erklären, dass die Pflanze ihr Ziel Saat zu erzeugen nicht erreichen würde, wenn sie nicht bestäubt wird und somit über eine gewollte Fehlfunktion selber ein paar wenige Körner erzeugt. Dabei klont sie sich nicht selber sondern mischt ihre D N A neu. Somit werden ihre durch Selbstbefruchtung erzeugten Nachkommen sich zu ihr und zueinender unterscheidende Pflanzen sein. In der Mutterpflanze untergehende Eigenschaften können dann die Nachkommen dominieren wobei gewisse Eigenschaften der Mutterpflanze nicht mehr wiederzufinden sind. Es kann eventuell auch passieren, dass einige dieser Nachkommen sich zu den Elternteilen der Mutter aufteilen und diesen ähneln.

Deswegen sollen solche Vaterlosen Samen gesammelt werden, um diese bei Gelegenheit zu pflanzen. Wenn Saatpflanzen in die Blüte gestellt werden sollen eignen sich diese Samen dann besonders, da sie rein weiblich sind. Dennoch kann ein Samenkorn von eingewehten Pollen gezeugt worden sein, deswegen soll dennoch nach männlichen Pflanzen gesucht werden.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 13:58, Erscheinungsdatum Dienstag 31. März 2009 18:13

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