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Schweizerische Betäubungsmittelstatistik 2004

Die Anzahl der Verzeigungen wegen Konsum von Hanf und Hanfprodukten 36’961 im Jahr 2004.

Das Wichtigste in Kürze

· Im Jahr 2004 wurden zum ersten Mal mehr als 50’000 Verzeigungen (50’580) wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Gegenüber den 46’886 Verzeigungen aus dem Jahr 2003 bedeutet dies eine Zunahme um 7,9 %. · Die sichergestellte Menge von Kokain hat sich zwischen 2003 und 2004 fast verdoppelt und den historischen Wert von 361 Kilogramm erreicht. Gewachsen sind auch die sichergestellten Mengen von Ecstasy, LSD und Methadon. Im Gegensatz dazu hat die Menge an sichergestelltem Heroin gegenüber 2003 deutlich abgenommen; dieses Ergebnis knüpft somit wieder an den seit mehreren Jahren festgestellten sinkenden Trend an. Die sichergestellten Mengen von Hanf und Hanf-Derivaten sind stark rückläufig, belaufen sich aber dennoch auf etwas mehr als 6 Tonnen.

· Die Verzeigungen wegen Handels mit Betäubungsmitteln haben 2004 (3’401 Fälle) im Vergleich zum Vorjahr (3’649) um 6,8 % abgenommen. Am meisten Verzeigungen wurden wegen Handels mit Kokain verzeichnet, gefolgt von Marihuana und Heroin. Gegenüber dem Vorjahr am stärksten zugenommen haben die Verzeigungen wegen Handels mit Haschisch. Ebenfalls angestiegen sind die Verzeigungen wegen Handels mit Kokain und Amphetamin. Die Verzeigungen wegen Handels mit Marihuana und besonders mit Hanfpflanzen sind zurückgegangen. Die Verzeigungen wegen Handels mit Heroin sind weiterhin rückläufig. Stabil blieben jene mit Methadon.

· Die Anzahl der Verzeigungen wegen Konsum von Betäubungsmitteln nahm im Jahr 2004 um 9,5% zu. Waren es im Jahr 2003 noch 37’464 Verzeigungen, so stiegen diese 2004 auf 41’034 an. Am häufigsten wurden Konsumenten von Marihuana verzeigt. Die Anzahl Verzeigungen wegen Konsums von Marihuana, Kokain, Amphetamin, LSD und vor allem Haschisch sind gestiegen, jene von Heroin- und Ecstasy blieben stabil.

· Die Verzeigungen wegen Schmuggels von Betäubungsmitteln nahmen im Jahr 2004 um 12,7 % zu. Insgesamt wurden 292 Personen verzeigt (2003: 259).

· Die Zahl der Drogentoten sank gegenüber 2003 (194 Tote) um 6,2 % auf 182 Opfer. Das Bundesamt für Polizei erhebt bei den kantonalen und städtischen Polizeikorps jährlich die für die Betäubungsmittelstatistik notwendigen Daten. Um den neuen Entwicklungen besser Rechnung zu tragen, wurde die bestehende lückenhafte Statistik im Jahre 2004 revidiert. Verschiedene Betäubungsmittel, nämlich Psylocibin-Pilze, Kath und Methamphetamin, die bisher unter der Rubrik „Andere“ erfasst wurden, werden nun separat ausgewiesen.

Bern, Juni 2005

Bundesamt für Polizei, Schweizerische Betäubungsmittelstatistik 2004

Artikel modifiziert Freitag 8. Juli 2005 04:23, Erscheinungsdatum Freitag 8. Juli 2005 03:41

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