Text vergrössernText NormalgrösseText verkleinern

Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie

Der 33-jährige Medienschaffende HA leidet seit seiner Jugend an epileptischen Anfällen, die vor allem nachts auftreten. Von der Schulmedizin wurde er mit Gardenal [1] behandelt. Bei HA hatte dieses Medikament so schwere Nebenwirkungen, dass er es absetzten musste. Heute behandelt er sich mit Cannabis [2] und fühlt sich wohl. Im Folgenden berichtet er von seinen Erfahrungen:

"Bei ungefähr 60% aller Epileptiker hat Cannabis eine positive Wirkung. Es steht ausser Zweifel, dass Cannabis eines der besten Mittel gegen Epilepsie ist. Allerdings ist er nicht bei allen Formen dieser Krankheit wirksam..." Dieser Satz aus dem Buch "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" von Jack Herer bestätigt nicht nur mein intuitives Wissen, sondern auch meine persönlichen Erfahrungen.

Trotzdem wurden meine Epilepsieanfälle nicht durch reine Intuition geheilt. Im Alter von 17 oder 18 Jahren wurde mir eine zweijährige Behandlung mit Gardenal verschrieben. Gerade während dieser Zeit machte ich meine ersten Erfahrungen mit Cannabis - und erlebte den totalen Frieden.

Danach begann ich, alles verfügbare Wissen über Hanf zu studieren. Eine neue Welt tat sich auf für mich. Ich entdeckte den Hanf als ausserordentlich vielseitige Nutzpflanze: als Medikament, als Baumaterial, für Textilien, als Biomasse, als nachhaltige Energiequelle...es gibt kaum ein Gebiet, in dem Hanf nicht nützlich ist.

Etwa sechs Monate nach Beginn der Behandlung mit Gardenal habe ich das Medikament aus eigenem Entschluss abgesetzt und beschlossen, meine Krankheit von nun an mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln. Meine damalige Dosis betrug 1 Kapsel pro Tag und führte zu schweren Nebenwirkungen wie morgendlicher Benommenheit und ständigem Händezittern. Seelisch fühlte ich mich wie in einem nicht enden wollenden Alptraum!

Zwei Jahre später, während einer Elektroenzephalogramm-Untersuchung im Spital, sagte mir die Krankenschwester, dass die von meinem Arzt verordnete Dosis Gardenal in meinem Fall falsch sei. "Da haben Sie recht", sagte ich, "deshalb habe ich das Medikament bereits nach sechs Monaten abgesetzt!".

Heute, 10 Jahre später, behandle ich mich immer noch mit therapeutischem Hanf, obwohl die Rahmenbedingungen dieser Therapie in Frankreich (noch) nicht legal sind. THC und die anderen Cannabinoide sind keine schädlichen Substanzen! Inzwischen gibt es viele wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit des Hanfs (Cannabis indica oder Cannabis sativa) bei so unterschiedlichen Krankheiten wie Glaukom, Epilepsie, Asthma, multipler Sklerose, Alkoholismus belegen.

Ich will mit diesem Bericht niemanden zum Hanfkonsum auffordern oder glauben machen, der Hanf sei ein Wundermittel...der Hanf an sich ist schon ein Wunder!

Auch heute noch wird Cannabis in Frankreich von vielen Leuten als "verbotene Droge" betrachtet, vor allem aus Mangel an objektiven Informationen und weil Cannabis einfach mit anderen verbotenen Substanzen in den selben Topf geworfen wird.

Mein persönliche Ansicht ist, dass die Hanfpflanze ein sehr grosses Potenzial besitzt, sei es für eine nachhaltige Industrie und Landwirtschaft mit neuen Produkten und der Erschliessung neuer Märkte oder als Motor und Gradmesser politischer Prozesse. Für mich widerspiegeln die Probleme um den Hanf sehr klar das Bewusstsein unserer Epoche. Am Cannabis sieht man beispielsweise den Umgang unserer Gesellschaft mit neu aufkommenden Genussmitteln und Heilpflanzen, über die das medizinisch-pharmazeutische Establishment nicht die vollständige Kontrolle ausüben kann.

Der Hanf sollte endlich als das dargestellt werden, was er ist. Die Öffentlichkeit muss richtig informiert werden. Nur dadurch kann der Hanf seine wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und spirituellen Qualitäten an die Menschheit weitergeben!

HA, Lyon - Juni 2001 / Dezember 2004
Übersetzung/Textbearbeitung: HC/Hanf-Info Murten

Notizen

[1] Phenobarbital (in der Schweiz: Luminal®)

[2] HA raucht 1-3 therapeutische Hanfzigaretten pro Tag

Artikel modifiziert Donnerstag 3. Februar 2005 11:03, Erscheinungsdatum Donnerstag 27. Januar 2005 14:05

Forum des Artikels

Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
2:..und nicht mehr als 800Kalorien am Tag zu mir zunehmen, dass auch mein Blutzucker nie zu hoch o. zu niedrig war. (bereits mehrfach auf Diabetes getestet - is nix) Ich verlor das komplette Übergewicht (30kg), fühlte mich noch fitter als zuvor und ließ demnach auch das Kiffen ganz weg. Trotz weitereinhalten der Diät kamen die Auren aber plötzl. wieder durch, auch wenn nur halb so stark wie zuvor!! Ich begann also wieder zu kiffen, beendete bald dann die Diät ganz und spürte die Auren wieder, jedoch nur noch alle 3Monate oder so, statt alle 2Wochen!
Na und dann eines Nachts erwach ich und weiß nicht mehr wer mein Freund neben mir is und meine Ma sieht mich verheult an und dann war ich schon am abkotzen und schreien vor Schmerzen nach dem 1.GrandMal. Da war ich dann schon 19. Die folgenden Anfälle kamen bald: Es hat sich zuerst eingepegelt zwischen Tags & Nachts, also mal im Wachzustand umgekippt, mal aus dem Schlaf heraus, aber immer mit genau 1 o.2 Monaten Abstand zwischen den großen Anfällen.
Da die Anfälle anscheinend meinen Zyklus beeinflussten (o. eher umgekehrt) bin ich schließlich zum Gynäkologen. In Rücksprache mit meinem Neurologen setzten sie mir eine Spirale ein, da diese durch Abgabe der Hormone wohl positiv auf die meisten Frauen mit Temporallappen-Epilepsie wirkt. Ich dachte zuerst es hätte mit dem FSH (FolikelstimmulierendenHormon) zu tun, dass ich plötzl. alle 28Tage (!auf den Tag genau!) Anfälle bekomme.. aber die Spirale, schon ein Jahr in mir, konnte mir bisher ja noch GARNICHT helfen, durch den nun auch noch unregelmäßigeren Zyklus durch die Spirale, weiß ich nun ja nicht obs mit den Hormonen zu tun hat, bzw. ob diese der Auslöser waren, ich weiß nur dass ich jetzt jeden Voll-o. Neumond 100% nen Anfall krieg ohne Ausnahme, wie ein Werwolf -.- !! Die Pille hatte ich kurz vorher abgesetzt, weil dadurch eben diese Unregelmäßigkeiten im Zyklus aufkamen seit den Anfällen.. und ich anfangs nicht drauf kam in den Mondkalender zu schauen um meine Anfälle zu bestimmen. Jetzt zZt hab ich die Ep. seit über 2j und es wird schlimmer. So wie ich anfangs gemerkt hab, dass das Zeug mir hilft zu entspannen, runterzukommen, Aura zu unterdrücken und die Anfälle milder verlaufen zu lassen, so merk ich jetzt, dass ich gar nix mehr davon merke: Nachdem ich eingestellt wurde auf alle mögl. Medikationen wie Lamotrigin, Valproat?, Clonazepam, Rivotril usw.. die alle nichts gebracht hatten außer dass ich emo. labil, dauernd müde und aggro wurde, werden die Nebenwirkungen des Kiffens stärker. D.h. ich krieg auch mal Kopfweh, Übelkeit & häng nur noch rum! Ob das daran liegt das ich mittlerweile nen Hirnschaden davon getragen haben müsste? Obs am Rauchen selbst liegt? Obs doch am Gras liegt - Alk habe ich früher ja auch vertragen und nun plötzl. nicht!? Oder daran dass meine Epilepsie mich auffrisst, sowie jedes Menschen Zeitpunkt einmal kommt?! KP.. Mein Kurzzeit(!)gedächtnis leidet auf jeden Fall erst seit den GrandMalAnfällen -also 3j nach dem 1.Joint! Ich fühl mich immernoch oft einfach sch.., nicht ganz bei mir und bevor ich dann ganz dem Stress verfalle (zittern, depressionen, wut..) rauch ich lieber einen und das hilft. Bei einer Aura ebenfalls, ABER sobald ich merk ich bin einfach k.o. (übermüdet, überarbeitet, viel zu lang wach.. usw) krieg ich nachm Rauchen die Beschwerden.. und glaub auch so meine chron. Ep.?! "anstressen" also provozieren zu können. Ich hoff jemandem konnte dieser Artikel etwas helfen und umgekehrt hat evtl auch jemand nützliche Infos/ Kommentare für mich?! Hab dank diesem blöden InetStick nun 4x neu angefangen :P Achja.. sonstiges: Habe einen Vorstellungstermin in einer Ep.Klinik (Uni Gö) am 20.07.2011 Dort werden dann Unterlagen & Co durch geschaut, dann sieht man weiter, weil hier zzt keiner Rat weiß. Amphetamine o. sonstige chemische Drogen nehme ich nicht! UND Dieses Ab & Zu Runterrauchen habe ich bei fokalen Epilepsien (Zucken bei vollem Bewusstsein nur in einem Arm o. Bein o.ä.) beobachtet, provoziert solche Zuckungen anscheinend.. Bei fokaler Epilepsie ist also wahrscheinlich wieder je nach Patient doch abzuraten. Dazu aber noch etwas: vor Kurzem gab es nur ca 3Arten von Epilepsie? Jetzt kann man schon von ca10 auf den aktuellsten MED-Seiten lesen ;)

Auf diese Nachricht antworten
6 Juli 2011 von LoLa89
  Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
hallo, hab auch epilepsie, bin aber anfallsfrei, hilf mir selber nur ein bisschen bei den nebenwirkungen der medikamente mit THC.

Frag deinen Neurologen ob bei deiner Epilepsie TOPAMAX (also das Medikament) empfehlenswert wäre, wird oft eingesetzt und ist gut vertäglich, fast alle werden Anfallsfrei.

Wegen der Verhütung kann ich dir ein IMPLANOM empfehlen, wird direkt unter die Haut eingesetzt enthält Gestagen, und beeinflusst die Antiepileptika dosierung nicht.

Bei Mir ist die Epilepsie aus einer Migräne mit Aura entstanden ich kann dich gut verstehen.

Anbei (ich hoffe es funktioniert)
geb ich dir noch einen Link den ich im Internet gefunden habe, ich hoff ich hab dir geholfen alles gute für dich!

http://www.anfallsverhuetung.de/

Auf diese Nachricht antworten
  8 10 2011 von Freegitti
 
Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
und wie kommt dann die führerscheinstelle in berlin dazu den führerschein einzufordern ,wenn gelegendlicher cannabiskonsum durch eine blutanalyse festgestellt wurde , mit der begründung : es ist aus ärztlicher sicht festgestellt worden das " rauschgiftkonsumenten " ( es liegt legetlich gelegentlicher cannabiskonsum vor ) sich und ihre umwelt gleichermassen gefährden wie anfallskranke ? - wenn mann doch epilepsi mit cannabis extrem unterbinden kann?welche ärzte sagen denn sowas?

Auf diese Nachricht antworten
19 August 2010 von toni
  Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
Hoff mein heut geposteter Artikel (2-teilig :P) wird hier noch veröffentlicht, da ich sonst nirgends darüber joa.. diskutieren? kann.. und mir wirklich mühe gegeben hab das alles mal zusammenzufassen und endlich irgendwo loszuwerden!
Wieso jetzt aber noch der 3.Eintrag: ..Öhm ja- Wie kommts dass ihr überhaupt noch eure Führerscheine habt?!? Ich hatte meinen noch GARNICHT ANGEFANGEN und wurd schon kurze Zeit nach dem 1.GrandMal schriftlich aufgefordert ihn wieder abzugeben! LOL!
Anfallskranke wurd ich aufgeklärt, dürfen am Straßenverkehr nicht teilnehmen, da sie zu jeder Zeit einen Anfall erleiden können und somit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden und wenn es nur einmal im Jahr ist! Aufgrund dessen durfte ich meinen Führerschein auch nicht unter Aufsicht machen! -.-
Und ganz ehrlich bekifft, um keinen Anfall zu bekommen, muss man nicht umbedingt ans Steuer.

Auf diese Nachricht antworten
  6 07 2011 von LoLa89
 
  Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
1:
Es gibt versch. Formen von Epilepsie bei denen der Konsum bei jeder auch anders wirkt. Bei starker, chronischer Epilepsie (häufig GrandMal-Anfälle) soll sich das Anfallsleiden verschlechtern. Dies würde ich aber je nach Patient beobachten!! Ich habe seit meiner frühen Jugend gemerkt das etwas nicht stimmt: Ich wurde trotz einer Hypoxie während der Geburt, mit linkseitiger Lähmung, RestlessLegsSyndrom in früher Kindheit, bekannter Schizophrenie in der Familie und anderen neurol. Defiziten nicht weiter untersucht. Ich bin fast umgekippt so starke Auren? Auras? hatte ich plötzl. in der Pubertät so ab 15, die sich alle angefühlt haben wie ein starkes Dejavu und dann wie nackt aufer Bühne stehen.. aber nein, das ist alles nur ne Kreislaufschwäche die durch mein Übergewicht kommt, hieß es von allen möglichen Ärzten!! Dieses Gefühl war aber so vereinnahmend(!) und extrem, ich WOLLTE eine Behandlung! Schließlich ging ich zum Psychologen: Red ich mir alles ein? Bin ich einfach so labil und emotional dass der Schulstress mich belastet? Werd ich schizo?? Es hieß plötzlich Borderline!! Ein anderer meinte wiederrum einfach "frühreif" und könne deshalb mit meinen mich ärgernden Mitchülern nicht umgehen?! Ab da war mir alles egal, ich hab angefangen zu kiffen an meinem 16. und plötzl. merk ich: Heey ich kann diesen "Kreislauf" ja komplett wegkiffen!! Das Gefühl wurde sozusagen zurück nach unten gedrückt bis es sich wieder im Bauchraum auflößte! Ich begann ab und zu & ab und zu auch regelmäßiger zu konsumieren. Die darauf folgenden 2 Jahre.. nix war mehr! Ich hab mich gesund und munter gefühlt, dazu muss ich aber auch sagen, ich hab ohne es zu wissen eine Art "ketogene Diät" gemacht! Nicht wirklich die ketogene, sondern ich begann nur gesunden Zucker, gesunde Fette und s.Teil2

Auf diese Nachricht antworten
  6 07 2011 von LoLa89
 
Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
Hallo Leute ,ich selber leide seit 22Jahre an Epilepsi "Grand Male" und habe 18Jahre Carbamazepin 1200mg am Tag ein nehmen müssen und hatte trotzdem alle 6Wochen Anfälle,nun mit Hanf bin ich 4 Jahre Anfall frei.leider gibt es noch keine genauen Studien an Menschen daher bekommt man keine Cannabis Genehmigung in Deutschland.Weiß jemand etwas über eine Studie mit Epileptiker und den Wirkstoff
Dronabinol oder Cannabis ???
L.G von T.aus D.

Auf diese Nachricht antworten
10 November 2009 von T. aus D.
  Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
Moin!
Dein beitrag ist zwar schon ein bisschen älter aber vll. kannst du noch drauf antworten.
Ich bin auch epileptiker ... und hab das auch schon gehört mit dem Hanf.. wie nimmst du denn dein Hanf ein? ist es medizinisches oder selbst angebautes?

Gruß T aus H

Auf diese Nachricht antworten
  11 06 2011
 
  Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
Wissenschaft: EPILEPSIE

Nach einer tierexperimentellen Studie beeinflussen Endocannabinoide direkt bestimmte Nervenzellen im so genannten Hippocampus des Gehirns, um vor epileptischen Anfällen zu schützen. Die Forscher schlossen daraus, dass diese Beobachtung " einen viel versprechenden therapeutischen Angriffspunkt für die Behandlung von Störungen, die mit einer exzessiven erregenden neuronalen Aktivität verbunden sind, begründen könnte." (Quelle: Monory K, et al. Neuron 2006;51(4):455-66.)

In einem Tiermodell für EPILEPSIE verhinderte THC und ein synthetisches Cannabinoid vollständig die epileptischen Krampfanfälle. Die Krampfanfälle waren in den Tieren durch Pilocarpin induziert worden. Ein Cannabinoid-Rezeptor-Blocker (SR141716A) erhöhte sowohl die Krampfdauer als auch ihre Häufigkeit, was nahe legt, das das Endocannabinoid-System hinsichtlich der Krampfaktivität tonisch aktiv ist. (Quelle: Wallace MJ, et al. J Pharmacol Exp Ther. 2003 Sep 3 [elektonische Publikation vor dem Druck.)

Nach Zellexperimenten mit Zellen, die an der Entstehung eines epileptischen Anfalls beteiligt sind, hemmte die Gabe von zwei Endocannabinoiden eine anhaltende epileptische Aktivität. In diesem Modell waren die anti-epileptischen Medikamente Phenobarbital und Phenytoin unwirksam. (Quelle: Deshpande LS, et al. EUR J Pharmacol. 2006 Nov 22; [Elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

In einem Modell für einen Status epilepticus mit Nervenzellen des Hippocampus (eine bestimmte Gehirnregion) zeigten Forscher der Commonwealth-Universität von Virginia (USA), dass sich eine Resistenz gegen Benzodiazepine jedoch nicht gegen ein synthetisches Cannabinoid entwickelt. Die Wirksamkeit des Benzodiazepins Lorazepam war bis zu 30 Minuten lang hoch, sank jedoch auf zehn bis 15 Prozent nach einstündiger Dauer des epileptischen Status. Die Wirksamkeit des Cannabinoids WIN55,212-2 wurde innerhalb von mehr als zwei Stunden nicht reduziert. (Quelle: Deshpande LS, et al. Exp Neurol, 9. Januar 2007; [Elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

In tierexperimentellen Studien wurde gezeigt, dass erhöhte Anandamid-Spiegel vor durch ein Nervengift ausgelösten Krampfanfällen schützen. Anandamid ist ein Endocannabinoid, das sowohl an CB1- als auch an CB2-Rezeptoren bindet. (Quelle: Karanian DA, et al. J Pharmacol Exp Ther, 1. Juni 2007; [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

Wissenschaftler der Kliniken für Neurologie der Universität von New York berichteten von einem 45 Jahre alten Mann mit einer Gehirnlähmung und EPILEPSIE, der eine deutliche Verbesserung durch die Verwendung von Cannabis zeigte. Sie schreiben, dass "dieser Fall andere anekdotische Daten unterstützt, nach denen die Verwendung von Marihuana eine nützliche Zusatzbehandlung bei einigen Patienten sein kann". (Quelle: Mortati K, et al. Rev Neurol Dis 2007;4(2):103-6.)

Es gibt zunehmende Hinweise, dass die Störung des Endocannabinoidsystems zur Entwicklung epileptischer Anfälle führt, was anzeigt, dass Endocannabinoide eine schützende Rolle bei der Unterdrückung einer krankhaften Erregbarkeit der Nerven spielen. Neuere Forschung zeigt, dass der CB1-Rezeptor im Vergleich mit gesunden Personen im Hippokampus von Epileptikern auf ein Drittel herunterreguliert war. (Quelle: Ludányi A, et al, J Neurosci 2008;28(12):2976-90.)

Grundlagenforschung an der Virginia-Commonwealth-Universität (USA) legt nahe, dass eine Störung des Endocannabinoidsystems bei der Entstehung einer EPILEPSIE eine Rolle spielt. (Quelle: Falenski KW, et al. Brain Res 2009;1262:64-72.)

Nach Forschung an der Universität von Rom (Italien) waren die Konzentrationen des Endocannabinoids Anandamid im Nervenwasser von Patienten mit unbehandelter, neu diagnostizierter EPILEPSIE des Schläfenlappens reduziert. (Quelle: Romigi A, et al. Epilepsia, 8. Oktober 2009 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

Links in Englisch:

Epilepsy patients are smoking pot
http://www.safeaccessnow.org/articl...

Experiences with THC-treatment in children and adolescents
http://www.cannabis-med.org/studies...

Chronic administration of cannabidiol to healthy volunteers and epileptic patients.
http://www.cannabis-med.org/studies...

Anticonvulsant nature of marihuana smoking.
http://www.cannabis-med.org/studies...

Cannabis may help epileptics
http://www.medicalnewstoday.com/art...

Hypnotic and Antiepileptic Effects of Cannabidiol
http://www.thecompassionclub.org/me...

Marijuana: an effective antiepileptic treatment in partial epilepsy?
http://www.cannabis-med.org/studies...

Marijuana and Epilepsy (anecdotal)
http://www.rxmarihuana.com/epilepsy.htm

Therapeutic Aspects of Cannabis and Cannabinoids
http://www.ukcia.org/research/There...

Treatment with CBD in oily solution of drug-resistant paediatric epilepsies.
http://www.cannabis-med.org/studies...

Marijuana Use More Prevalent With Epilepsy
http://www.medscape.com/viewarticle...

Auf diese Nachricht antworten
  10 11 2009 von André Fürst
 
> Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
mich hätte interessiert, was genau mit therapeutischem Hanf gemeint ist. Außerdem wüsste ich gerne, wie oft der Betroffene Cannabis konsumiert hat und über welchen zeitraum, denn das sich bei massivem Konsum eine psychische und eine leichte körperliche Abhängikeit entwickeln kann, ist ja bekannt. In diesem Zusammenhang stellt sich mir eben die Frage, ob es sich mit "therapeutischem Hanf" anders verhält.

Auf diese Nachricht antworten
14 März 2007 von erikeel
  > Selbstmedikation mit Hanf bei Epilepsie
 
Das ist so wie mit dem therapeutischem Opium wenn sie es in form von Pillen zu sich nehmen und 1000x mehr dafür bezahlen dann wird es nur eine geringe Abhängigkeit erzeugen, Ihr Docktor hat es gesagt und mit dem Cannabis kriegen sie auch keine Abhängigkeit solange sie Marinol in Pillenform konsumieren, der Docktor hat es gesagt und kassiert um Ihre leiden zu lindern.

Auf diese Nachricht antworten
  19 03 2007 von André Fürst
 

http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com