Sind Drogentests in der Schule nützlich?
Es gibt kein einziges überzeugendes Argument für die Durchführung von Tests zur Feststellung von Cannabiskonsum in der Schule. Tatsächlich sind solche Tests höchst problematisch, einerseits aus rechtlichen Gründen (Schutz der Privatsphäre!), andererseits muss auch ihr erzieherischer Wert angezweifelt werden. Es braucht keine Tests, um festzustellen, ob es einem Schüler gut geht oder nicht, oder ob er den schulischen Anforderungen genügt und die Regeln befolgt. Die verantwortlichen Personen sollten imstande sein, Massnahmen anzuwenden, welche die Privatsphäre nicht verletzen und das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler nicht gefährden.
Ausserdem sagen solche Tests nicht viel aus:
Spuren von Cannabis können noch Tage, oder sogar Wochen nach dem Konsum nachgewiesen werden. Ein Test sagt also über den gegenwärtigen Zustand der betroffenen Person nichts aus.
Aus einem Test kann weder auf einmaligen noch auf regelmässigen Konsum geschlossen werden.
Die Tests können sehr leicht verfälscht werden, z. B. durch Zugabe von Wasser in die Urinprobe.
Die abschreckende Wirkung von Tests ist mehr als zweifelhaft. Die Angst vor den Folgen eines positiven Tests wird den Konsum nicht in jedem Fall verhindern oder einschränken.
Im Allgemeinen wird in den Schulen der Hanfkonsum ebenso wenig toleriert wie das Bekifftsein während des Unterrichts oder anderer schulischer Veranstaltungen. Es wird den Schülern empfohlen, folgende grundlegende Regeln zu beachten:
Kein Konsum vor und während des Unterrichts.
Kein Konsum während Schul- oder Studienreisen, Lagern und von der Schule organisierten Festen.
Keine Abgabe von Cannabis oder Handel damit im Umfeld der Schule. Diese Regeln gelten selbstverständlich ebenso für die Schüler, wie für die Lehrer und das übrige Personal einer Schule.
Quelle: Broschüre "Schule und Cannabis", Eidg. Amt für Gesundheitswesen, SFA und réseau suisse "éducation+santé".











