Stecklingsschnitt und Mutterpflanzenlichtung
Im Basisteil wurde das Schneiden von Cannabis Stecklingen bereits erklärt, auch der Umgang mit den Mutterpflanzen. Aber in diesem Erweiterungsteil wird dieses Thema noch einmal angeschnitten um es allen deutlich zeigen zu können.
Stecklingsschnitt und Mutterpflanzen Lichtung
http://www.hanftube.de/download.html
Link zum Downloadbereich.
Im Basisteil wurde bereits erklärt, wie Stecklinge zu schneiden und zu bewurzeln sind und das die Mutterpflanze nach dem Stecklingsschnitt so zurückzuschneiden ist, dass drei Wochen später erneut kräftige Triebe zum Stecklingsschnitt geschnitten werden können.
In diesem Kapitel wird dieses nun an Fotos veranschaulicht.

- frisch geschnitten
Im oberen Foto sind Mutterpflanzen, gewurzelte Stecklinge und frisch geschnittene Stecklinge zu sehen.
Zur linken Seite stehen hinten zwei für die Blüte nicht benötigte Jungpflanzen neben den Mutterpflanzen. diese Jungpflanzen durften noch etwas wachsen um ihnen die kräftigsten Triebe kürzen zu können. Diese werden als Stecklinge bewurzelt, die Jungpflanzen werden weggeworfen, da für sie nun keine Verwendung mehr besteht. In den kleinen vier Liter Töpfen wachsen sie magerer als wenn sie mit ca. 15cm in die größeren Töpfe gepflanzt werden, für Mutterpflanzen werden somit jüngere gedrungene Jungpflanzen verwendet. In der Mitte der Mutterpflanzen steht hinten eine, der zwar schon die kräftigsten Triebe genommen wurden aber die noch nicht gelichtet wurde. Die weniger kräftigen Triebe könnten auch noch zum Stecklingsschnitt verwendet werden aber zuerst werden die kräftigsten genommen und von diesen waren zu diesem Stecklingsschnitt genügend vorhanden. Vor dieser steht eine kleine Jungpflanze im großen Topf, diese wird zur Mutterpflanze herangezogen, da sie einen kräftigen Wuchs hat und die zu alt werdenden und knorrig verwachsenen Mutterpflanzen ausgemustert werden und dann ein Ersatz für diese benötigt wird. Zur rechten hinteren Seite stehen zwei weitere kleine Mutterpflanzen. Diesen wurde nicht nur schon die kräftigen Triebe zum Stecklingsschnitt genommen, sie wurden auch schon so gelichtet, dass kräftige Triebe nachwachsen werden.
Die weißen Papierblätter wurden deswegen zwischen die Pflanzen gehangen um das zu sehende nicht im grün auf grün untergehen zu lassen. Somit kann nun gesehen werden, an welchen Stellen die Triebe an der linken und rechten Pflanze genommen wurden. Bei der rechten kleinen Mutterpflanze vor dem weißen Papier kann gesehen werden, dass sich zu ihrer linken Seite unter dem geschnittenen Trieb schon zwei weitere entwickelten. Damit diese nun nicht zu lang werden wurde ihnen ebenfalls die Spitze genommen. So werden anstelle der beiden Triebe vier wachsen und passend zum nächsten Stecklingsschnitt auf passender Größe herangewachsen sein.
Links vorne im Pappkarton sind die Pflanzenreste vom Stecklingsschnitt und dem zurückschneiden der Mutterpflanzen zu sehen. Es sind nicht alle Mutterpflanzen und Stecklinge zu sehen, von denen diese Reste stammen.
Mittig liegen nun sieben Stecklinge auf dem schwarzen Stecklingstablett, die schon bewurzelt sind. Sie wurden ca. 14 Tage vorher geschnitten und sind die zurückgebliebenen, die kräftigsten und am schnellsten bewurzelten Stecklinge sind bereits in CoGr eingepflanzt worden. Die zurückgebliebenen Stecklinge sind nun soweit gewurzelt, dass sie auch eingepflanzt werden könnten. Wenn noch zwei Tage gewartet wird wären sie noch besser gewurzelt, dieses würde Ausfälle minimieren. Wenn die Wurzeln in den ersten Tagen noch nicht in das CoGr gewachsen sind und es in der Steinwolle trocken wird lassen die Stecklinge schon mal die Blätter hängen. Wenn dieses so ist sollen sie zwei mal am Tag auf dieses kontrolliert werden um die betroffenen Stecklinge am Stiel zu gießen, damit die Steinwolle wieder feucht wird. Wenn die Stecklinge beim einpflanzen mehr Wurzeln haben passiert dieses seltener. Da es für die zuvor beschriebenen Stecklinge keine Verwendung mehr gab wurden sie letztendlich weggeworfen.
Auf dem vorherigen Foto bleiben in dieser Beschreibung dann noch die Stecklinge und Sonstiges über und mit diesem geht es nach dem nächsten Foto auch weiter.

- Stecklingsschnitt
In diesem Foto sind nun die gerade geschnittenen Stecklinge, ein paar nicht benötigte Triebe sowie das Schneidewerkzeug und Clonex zu sehen.
Die Triebe werden von der Pflanze mit der alten Skalpellklinge etwas länger heruntergeschnitten als sie benötigt werden. Mit einer Schere wird das Blattwerk gestutzt, wenn dieses zu üppig ist um die ungewurzelten Steckling durch dieses nicht zu sehr zu belasten. Von den nicht mehr benötigten Trieben ist dieses mit den linken im Foto geschehen wohingegen der rechte noch sein ganzes Blattwerk hat. Nun können die Triebe mit dem neuen Skalpell auf Länge geschnitten werden um ihn dann erst einen knappen Zentimeter in Clonex, dem Wurzelhormon zu tauchen und dann in die Steinwollblöckchen zu stecken. Nun werden die Stecklinge noch mit dem stumpfen Skalpellende angedrückt und sind fertig geschnitten. Wenn die ungewurzelten Stecklinge nun üppig viel Blattmasse haben müssen sie diese versorgen ohne das diese ihnen viel nutzt. Ohne Wurzeln können sie die Blätter nicht richtig versorgen und somit auch nicht richtig nutzen. Etwas Blattmasse benötigen sie aber, es ist für die Pflanzen leichter, sich nach dem Wurzeln einfach neue wachsen zu lassen. (Der im Foto zu sehende Skalpell ist im Landwirtschaftshandel mit beliebig vielen Klingen erhältlich.)
Clonex hat für den Deutschen Markt leider keine Zulassung und darf nicht gehandelt werden. Leider scheint es kein alternatives flüssig Wurzelhormon zu geben. Alternativ finden sich Wurzelpulver. Um schnell damit arbeiten zu können ist der Trieb ein Stück in Wasser zu tauchen um diesen dann Abgetropft in das Stecklingspulver zu stecken. Dann wird der Trieb noch mit dem frischen Skalpell etwas gekürzt um ihn dann in die Steinwolle zu stecken. Somit wird er mit dem Pulver aber mit frischer, sauberer Schnittstelle in der Steinwolle anwurzeln können.
Es wurde bereits am Rande angedeutet, dass von einigen Pflanzen, nachdem diese bereits ca. 10 Tage in der Blüte stehen, Stecklinge geschnitten werden können, die unter 18 bis 24 Stunden Licht am Tag die nur soeben begonnene Blüte wieder abbrechen und ganz normal zu einer Jungpflanze heranwachsen. Zur Veranschaulichung wurden somit drei untere und somit belanglose Triebe von bereits 10 Tagen blühenden Afghani Pflanzen genommen. Diese drei Stecklinge sind rechts auf dem Steckligstablett mit nicht zurückgeschnittenen Blattwerk zu sehen. Die vier Stecklinge zur linken Seite sind von den in dem ersten Foto zu sehenden Mutterpflanzen. Die aus der Blüte stammenden Stecklinge sind nicht ganz so kräftig wie die anderen, da es sich bei ihnen um die untersten und unwichtigsten Triebe handelt. Wenn es die Pflanze zulässt können so in Notsituationen ein paar Stecklinge dazugeschnitten werden aber im Allgemeinen sollte darauf verzichtet werden. Die einmal blühenden Pflanzentriebe sollte man nicht aus der Blüte zurück reissen um neue Jungpflanzen zu ziehen, bei einigen Sorten geht dieses nicht einmal. Es ist wie gesagt nur eine Notlösung.

- bewurzeln
So wie es in dem Foto zu sehen ist werden die Stecklinge dann in ein Gewächshäuschen gestellt. Ein Ultraschallbefeuchter kann vor diesem den Raum bei Trockenheit befeuchten. Durch die Lüftungsschlitze ragt an dem schwarzem Kabel ein Fühler in das Gewächshäuschen. Mit diesem wird die Temperatur über den Blättern gemessen. Diese soll 24 bis 26°C betragen, wenn sie kälter wird kann bei unter 22°C zugeheizt werden, da es sich um ein beheizbares Gewächshäuschen handelt. Dann soll die Temperatur in diesem aber nicht über 24°C steigen, da es einen Unterschied macht, ob diese Wärme so vorhanden ist oder von unten zugeheizt wird. Zudem sollen die Stecklingstabletts in zwei weitere gestellt werden, damit sie nicht direkt auf dem beheizten Boden stehen. Anstelle der Verwendung eines Ultraschallbefeuchters kann auch ein feuchtes Fließ in die Gewächshäuschen gelegt werden, dieses kann besonders beim zuheizen nicht schaden. Wenn ein immer feucht bleibendes Fließ unter den Stecklingstabletts gelegt wird scheint die Temperatur in dem Gewächshäuschen dennoch bis 26°C ansteigen zu dürfen, das Flies darf dann nur nicht komplett antrocknen. Wenn es in dem Gewächshäuschen zu warm wird sollen die Lüftungsschlitze weiter geöffnet werden oder ansonsten kann ein kleiner Holzkeil oder ähnliches zwischen den Boden und der Haube gesteckt werden, damit die Luft zirkulieren kann. Dann muss die Räumlichkeit, in der dieses Gewächshäuschen steht aber eine gewisse Luftfeuchtigkeit haben, damit die gerade geschnittenen Stecklinge nicht die Blätter hängen lassen. Beleuchtet werden diese Stecklinge durch zwei Leuchtstoffröhren, die ein Pflanzenlichtspektrum haben.
In dem feuchtem, wenig gelüfteten Gewächshäuschen kann es zum Problem werden, dass den Pflanzen die Seitentriebknospen braun werden und diese wegen der ungelüfteten feuchten Luft verfaulen. In Extremsituationen verschimmelt einem sogar die Triebspitze des Stecklings, sodass dieser wertlos wird. Es kann dann helfen, die Dunsthaube ein bis zwei mal am Tag kurz herunter zu nehmen, damit die Luft zirkuliert. Die Dunsthaube kann auch etwas versetzt oder mit einem Spalt auf den Boden gesetzt werden. Dann kann die Luft gut zirkulieren. Wenn der Raum in dem dieses Gewächshaus steht zu kalt ist kann dieser beheizt werden, wenn dessen Luft zu trocken ist kann diese befeuchtet werden.
Da die Stecklinge nicht alle zum selben Punkt gut durchgewurzelt sind und manchmal auch Ausfälle zu beklagen sind ist es sehr sinnvoll, wenigstens doppelt so viele Stecklinge zu schneiden wie für die Blüte benötigt werden. Dieses hat schon in so einigen Situationen ermöglicht, die Blütekapazitäten trotz Stecklingsausfalls voll stellen zu können. Die Nachzügler können auch ein paar Tage später in die Blüte gestellt werden, dieses hat dann den Vorteil, dass diese auch ein paar Tage später geerntet werden können und sich dieser zeitraubende Arbeitsschritt so besser etwas dehnen läst.
Die Steinwollblöckchen sollen einen Tag vor dem Stecklingsschnitt in PH Wert angeglichenem Wasser gebadet werden, das einen PH Wert von ca. 6 haben soll, um dann abzutropfen. Es kann aus den Blöckchen auch etwas Wasser geschleudert werden damit diese luftiger werden. Wenn das Badewasser lauwarm ist und dieses ein wenig aus den Steinwollblöckchen geschleudert wird muss mit dem Stecklingsschnitt nicht einen Tag gewartet werden. Der EC Wert des Wassers soll 0,6 bis 0,8 betragen. Das Wasser kann bei Bedarf leicht mit Steinwolldünger angesetzt werden oder mit Demineralisiertem Wasser verdünnt werden um diesen Wert zu erreichen. Es können auch 0,5 ml Rizotonic oder anderer Wurzelstimulator pro Liter Badewasser zugefügt werden. Dieses ist zwar früh aber es scheint nicht zu schaden. Das Badewasser der Steinwollblöckchen wird noch zum Wässern der Stecklinge benötigt. Wenn die zu schneidenden Stecklinge nicht besonders holzig sind und biegen würden können die vorgestanzten Löcher in den Steinwollblöckchen nachgestanzt werden. Die Stecklinge sollen zwei Zentimeter in diese hineingesteckt werden um dann zu den Seiten angedrückt zu werden. Zu diesem wird wohl kein Foto notwendig sein.
Leider scheinen die Hersteller dieser Steinwollblöckchen deren Stecklingstabletts alle mit einem großen Loch in die Einlassungen für die Steinwollwürfel zu versehen. Früher gab es auch Tabletts, die für diese einen Boden hatten, in dem die Steinwollblöckchen durch Plastikverstrebungen mit Abflusslöchern etwas höher standen. Bei der neuen Variante wachsen die Wurzeln einfach gerade herunter. Wenn die Stecklingstabletts nicht direkt auf dem etwas verdreckten Boden rumrutschen sollen und deswegen etwas aufgebockt gewesen sind wachsen die frischen Wurzeln ein bis zwei Zentimeter aus den Steinwollwürfeln heraus. Diese brechen dann beim hantieren oder einpflanzen schnell weg, deswegen wird in den oberen Fotos auch immer noch mit den alten Stecklingstabletts gearbeitet. Die aus dem Steinwollblöckchen wachsenden Wurzeln wickeln sich um diesen. Wenn dieses ebenfalls als störend angesehen wird kann versucht werden, in diese Stecklingstabletts ein kleines Stück Plastik zu legen, dass einen Boden bildet. Das überschüssige Wasser kann nach wie vor abfließen.

In diesem Foto ist zu sehen, wie die Stecklinge erste Wurzeln bilden, diese wickeln sich in den Stecklingstabletts um die Steinwollblöckchen. Zum einpflanzen wäre es noch ein wenig früh, zwei Tage sollen den Stecklingen noch zum weiteren durchwurzeln gelassen werden.
Nun wurde schon erwähnt, dass auch von einigen Sorten ca. 10 Tage nach Blütebeginn noch Stecklinge genommen werden können, die dann bei 18 Stunden Licht wider in die Wuchsphase zurückfallen und zu Jungpflanzen herangezogen werden können die dann wieder in die Blüte gestellt werden können. Deswegen wurden bereits solche Jungpflanzen herangezogen um dieses an Fotos zu veranschaulichen. Je nach Sorte und somit Veranlagung klappt dieses halt unterschiedlich gut. Das Steinschlag macht dieses nicht mit und blüht einfach in der Vorblüte weiter wobei es an Wuchskraft in dieser und auch für eine weitere Blüte verliert. Deswegen wird dieses nun an den Afghanis probiert. Die am 10 Blütetag geschnittenen Stecklinge schaffen es auch nicht ganz aus der Blüte heraus aber sie wachsen etwas besser als die Steinschlag Pflänzchen.
In den unteren Fotos werden nun die in der Blüte geschnittenen Stecklinge gegen die aus der Vorblüte geschnittenen verglichen.

- Blütesteckling links

- Blütesteckling

- In Blüte

- Blüten im Vergleich
Ganz oben steht der Blütesteckling am Tag vor dem erneuten Blütebeginn links neben dem Vorblütesteckling der etwas üppiger entwickelt ist. Nicht zu sehen ist, dass der Blütesteckling ein paar Blütenfäden ausprägt und somit nicht ganz aus der Blüte wieder herausgekommen ist. Oben ist dieser Blütesteckling nun nach ca. dreiwöchiger Blüte zu sehen. Von guten 20cm ist er auf gute 40cm herangewachsen, dieses ist keine herausragende Leistung. Ansonsten ist zu bemerken, dass die Fingerzahl der Hauptblätter auf eins zurückging wohingegen die Fingerzahl der jungen Blütenblätter wieder auf fünf ansteigt. Die Pflanzen wachsen zum Ende der Blüte nur noch mit der Blüte und den Blütenblättern die dabei dann oft an Fingerzahl abnehmen. Somit scheint auch der Blütesteckling, der ein wenig in der Blüte stecken blieb erst einmal mit der Fingerzahl abzubauen, mit weniger Blattmasse ist dieser auch weniger potent. Der neue Blüteimpuls scheint diesen aber etwas aus diesem Zustand herausgerissen zu haben.
Im Foto unten kann gesehen werden, dass die anderen Jungpflanzen in der selben Zeit schon auf über 60cm herangewachsen sind, diese werden auch noch etwas wachsen wohingegen der Blütesteckling mit dem Höhenwachstum am abschließen ist. Im Foto ganz unten sind die Triebspitzen beider Pflanzen zu sehen. Die untere ist die vom Vorblütesteckling, diese bildet gerade erste Blütenfäden und wird noch etwas wachsen. Die obere Triebspitze stammt vom Vorblütesteckling der mit seiner Blüte schon etwas weiter entwickelt ist, dafür fehlt ihm diese Zeit zum wachsen.
Somit bestätigt es sich, dass von einigen Pflanzen auch in der Blüte noch Stecklinge geschnitten werden können um diese dann auch blühen zu lassen. Einige Sorten werden ganz aus der Blüte herauswachsen, einige bleiben wie dieses Afghani etwas in der Blüte stecken wohingegen einige Pflanzen einfach bei 18 Stunden Licht kraftlos weiterblühen und dabei aufhören zu wachsen. Diese Blüten werden dann aber sehr mager und auch Gehaltlos sein.
Stecklinge aus der begonnenen Blüte zu nehmen ist im allgemeinen weniger gut als diese von Vorblütepflanzen zu nehmen. Dieses kann in einigen Situationen aber als Notlösung dienen, wenn von den Mutterpflanzen durch Ausfälle mal nicht genug Triebe genommen werden können und die Pflanze aus der Blüte wider in die Vorblütewuchsphase zurückfällt.
Ansonsten kann nun auch noch auf die These eingegangen werden, dass die abgeernteten Pflanzen aus der Blüte herausgeholt werden können um diese danach neu blühen lassen zu können, nachdem diese neu ausgetrieben sind. Dieses wird dann in den aller meisten Fällen nicht möglich sein, wenn die Pflanze aus der einmal begonnenen Blüte nicht mehr herausfindet. Zudem müsste die abgeerntet Pflanze auch noch neu austreiben, dieses wird schwierig, wenn jeder Trieb vorher durchblühte und somit zum neuen Austreiben wertlos wird. Es wird nun nicht ausgeschlossen, dass es einzelne Pflanzen gibt, die nach der vollendeten Blüte bei 18 Stunden Licht wieder austreiben aber es wird bezweifelt, dass diese Pflanzen dann noch kraftvoll wachsen werden. An dem Punkt, an dem die Pflanze mit ihrem Leben abschließt wird ihre jugendliche Kraft sich wohl nicht wiederfinden lassen, die eine Jungpflanze aber mitbringen würde. Somit wird nun schlussgefolgert, dass selbst wenn die einzelne Sorte sich in die Wuchsphase nach dem Ausblühen zurückholen ließe eine gesunde Jungpflanze in jeder Situation kraftvoller wachsen wird als die „widerbelebte Leiche“.
Für groß gewachsene Pflanzen bietet sich etwas anderes an um etwas mehr aus ihnen heraus zu holen, wenn diese im oberen Bereich schneller abgereift sind. Schon wieder unterscheiden sich die Pflanzen in diesem Punkt zueinander, die einen reifen oben und unten recht gleichmäßig ab wohingegen einige oben deutlich schneller reif sind. Dann können diese auch erst oben geerntet werden, die oft luftigen noch nicht durchgereiften unteren Blüten können mit mehr Licht noch mal richtig durchblühen und fest sowie gehaltvoll werden. Somit kann die Quantität etwas gesteigert werden und auch die unteren Blüten können ihr volles Potential entfalten. Wenn nun aber schon die nächsten Jungpflanzen bereitstehen kann auf dieses verzichtet werden um diese direkt in die Blüte zu stellen. Im Endeffekt wird mit dem schnelleren Ernten der neuen Pflanzen mehr Ertrag erwirtschaftet als mit dem Zweiphasenernten.
Dieses kann jedoch auch jeder für sich selber herausfinden, was in der gegebenen Situation gerade das Beste ist. Wenn so üppig angebaut wird, dass zum ernten die Zeit ausgeht kann zuerst die obere Hälfte geerntet werden um die untere danach zu ernten um diesen Arbeitsschritt sinnvoll etwas auseinander ziehen zu können.
http://www.hanftube.de/download.html
Link zum Downloadbereich.
Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.










