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Strukturierung einer Growanlage

Die Strukturierung der Arbeit ist nicht unwichtig. Zuerst muss man genau planen, wie die Kammer zu bauen ist, dann aber muss genau geplant werden, wie man anbaut. Hat man eigene Mutterpflanzen, dann werden die Stecklinge auf Termin geschnitten, die Kapazität muss unentwegt genutzt werden.

Strukturierung einer Growanlage

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In vorherigen Kapiteln wurden Gedanken zum Anbau zusammengetragen. Dieses ist keine klare Anweisung, wie z.B. eine Blütekammer zu bauen ist. Dieses wäre auch unsinnig da jeder seine eigenen räumlichen Möglichkeiten und zudem auch eine eigene Vorstellung hat. Somit wurden Arbeitsweisen zum Anbau geschildert und Möglichkeiten zum Bau einer Anbauanlage erläutert. Auch wenn dieses erst etwas wild zusammengewürfelt erscheint ist dieses zum einen nicht alles was wichtig ist aber zum anderen ist es schon sehr wichtig um sich mit diesem Kapitel zu befassen.

Die ersten Grundlagen sind erläutert um die weitere Vorgehensweise auf die gegebenen Möglichkeiten und Vorstellungen abzustimmen.

Als Anfänger soll in kleinem Stiel begonnen werden und zwar deswegen:

eine billige 400 bis 600 Watt Armatur 80 bis 150€ 225 bis 400³h Lüfter, Filter 150 bis 225€ Wuchsmedien und Dünger 50 bis 100€ Kabel, Planen, Holz 50 bis 100€ Reale Minimuminvestition: 330 bis 575€

Darin sind nicht einmal PH oder EC Messgerät oder Giessystem enthalten (180€). Trotz Fachliteratur ist der Erfolg nicht garantiert, da dieser auf Erfahrung aufbaut. Besonders wenn noch wenige Erfahrungen vorhanden sind sollte man sich nicht mit einer zehn Armaturenanlage mit teuren technischen Komponenten verausgaben da man trotz theoretischem Wissen in der Praxis auf dem Arsch landen kann. Mieten oder Stromrechnungen müssen dann dennoch bezahlt werden um nicht darauf verklagt zu werden. Man kann nicht ein Buch lesen und erwarten, dass man alles auf anhieb meisterlich kann, wenn es hier und da Leute gibt die einem dieses vormachen so ist dieses oft nur unbeständiges Glück gewesen wobei sich auch bei diesen Personen Können über Erfahrung aufbaut.

Und nun zur Strukturierung womit die Abstimmung der einzelnen Komponenten zueinander gemeint ist.

Am bequemsten ist es Stecklinge nach Bedarf zu kaufen, diese wurzeln und etwas heranwachsen und dann blühen zu lassen. Die Vorgehensweise ist bereits beschrieben. Jedoch werden entweder kurz vor der Ernte oder zur Ernte neue Pflänzchen benötigt und bestellt um diese entsprechend nachzukaufen, um direkt den nächsten Schwung blühen lassen zu können, um seine Kapazitäten durchgehend zu nutzen.

Nun wird man Abhängigkeit vom Nachschub und dessen Qualität erkennen und diese eventuelle Variable kann das Ergebnis mindern und dazu animieren selber Stecklinge zu nehmen. Also werden Mutterpflanzen herangezogen um selber gute Stecklinge von gleichbleibender Qualität nehmen zu können. Man nimmt einen Kalender und wägt den vermuteten Erntetermin ab. Nun wird zurückgerechnet wie lange die Stecklinge vermutlich brauchen um für die Blüte bereit zu sein und erhält so den Schnitttermin. Es kann dabei auch auf Mondfasen geachtet werden, dieses ist aber nicht notwendig und lenkt nur davon ab seine begrenzten Kapazitäten voll zu nutzen und dieses ist wichtiger.

Es empfiehlt sich, doppelt so viele Stecklinge zu nehmen wie gebraucht werden. Nicht alle werden anwurzeln und es sollen nur die kräftigsten verwendet werden, der Rest wird verschenkt oder weggeworfen. Wenn die Mutterpflanze / n auf der Höhe ist/sind, kann es an der Zeit sein kräftige Stecklinge zu neuen Müttern heranzuziehen, da die alten eventuell zu hoch wachsen oder über das stetige schneiden von Stecklingen und somit weiteres vergabeln ihre Triebe schwächer werden.

Wenn mit mehreren Armaturen gearbeitet wird, werden die Stecklinge nach Größe zu diesen sortiert um die Armaturen dann auf eine gleichmäßig bewachsene Fläche zu justieren. Es können aber auch immer die Pflanzen in Blüte gestellt werden, die grade soweit sind. Aber dann entsteht das Problem, dass eine Gießanlage nur einheitliche Nährstofflösung fördert und somit nur eine Altersstufe versorgen soll. Deswegen sollen ganze Armaturbereiche zu einer Altersstufe zusammengefasst werden und für die zuständige Gießanlage soll ein eigener Tank aufgestellt werden. Mit den Armaturen wird mit mehreren Altersstufen gearbeitet. Dieses hat den Vorteil die Mutterpflanzen die sonnst zurückgeschnitten werden müssen, besser nutzen zu können. Jedoch hat dieses auch Nachteile. Die Jungpflanzen können nicht in der selben Kammer mit 18 Stunden Licht herangezogen werden, Schädlinge wandern von den älteren zu den jüngeren Pflanzen.

Für ein paar Armaturen lohnt es sich nicht für jede Altersstufe Räumlich zu unterteilen. Es kann aber eine Vorkammer gebaut werden in der die Pflanzen wurzeln, wachsen und die ersten 10 bis 14 Tage der Blüte bei blau rotem Mischlicht verbringen können. Die Kästen können dann in die große Blütekammer die mit rotem Licht betrieben wird getragen werden. Die noch jungen Pflanzen sind biegsam und gut zu transportieren, solange keine langen Strecken zurückgelegt werden müssen.

Die Mutterpflanzen können optimal ausgelastet werden, wenn alle zwei bis drei Wochen Stecklinge geschnitten werden. Wenn nur alle vier Wochen welche benötigt werden, können die Mutterpflanzen dann einfach gelichtet werden. Dieses ist besser, da die einzelnen Triebe enorm in die Höhe wachsen und den kräftigsten besser nach einer Woche die Spitze genommen wird um sie zu bremsen. Die Mutterpflanzen haben dann noch zwei bis drei Wochen um neu auszutreiben, mit Erfahrung zu den einzelnen Genetiken wird gesehen, wie die einzelnen Mutterpflanzen auszulichten sind.

Die genaue zeitliche Abstimmung ist die Kunst die nicht immer gelingt. Es kann aber so kalkuliert werden, dass die Jungpflanzen erst ein paar Tage nach der Ernte in die Blüte gestellt werden um etwas flexibler zu werden. Wenn man wenig oder regelmäßig für mehrere Tage keine Zeit hat, nach allem und vor allem nach wurzelnden Stecklingen zu sehen, können die Stecklinge besser gekauft werden. Mit Gießanlage genügt es bei Vorangeschrittenen auch, sich am Wochenende um die Zucht zu kümmern wobei es aber nicht schadet auch währenddessen alles kurz zu überprüfen.

Der Unterschied, ob mit Mutterpflanzen gearbeitet wird oder nicht ist in der Strukturierung einer Grassanlage, ob ein Bereich für Mutterpflanzen da sein soll oder nicht. Gewächshäuschen die über Leuchtstoffröhren beleuchtet werden sollen dennoch vorhanden sein um nachgekaufte Stecklinge erst einmal unterbringen zu können. Es kann auf einen Jungpflanzenbereich verzichtet werden, wenn in jeder Blütekammer nur mit einer Altersstufe gearbeitet wird. In den Blütekammern können die Stecklinge zu Jungpflanzen herangezogen werden. Diese können in kleineren Töpfen oder in Steinwollblöcken unter einigen der Armaturen mit etwas mehr Abstand herangezogen werden. Sie können aber auch direkt auf die Steinwoll- oder CoGr Matten gestellt werden, wenn mit diesen gearbeitet wird.

Die Blüte unterteilt sich noch in die Wuchs und Blühphase, die Jungpflanzen wachsen zuerst wobei sie die Blüten bilden und dann nur noch mit diesen wachsen. In den ersten zwei Wochen wird mit Wuchsdünger dann mit Blütedünger gegossen wobei sehr darauf zu achten ist, dass nicht überdüngt wird. Manchmal brauchen die Pflanzen mehr oder weniger als sonst obwohl eigentlich die selben klimatischen Gegebenheiten geschaffen wurden. Im Hochsommer wird normalerweise weniger Dünger aber dafür mehr Wasser benötigt. Wachsende Pflanzen kann etwas mehr Platz zu den Reflektoren gelassen werden, zu denen sie heranwachsen. Die Reflektoren müssen wegen des Wachsens der Jungpflanzen nach oben angepasst werden können und müssen deswegen zugänglich sein. Wenn die Pflanzen ausgewachsen sind sollen die entsprechenden Abstände eingehalten werden.

Die Ernte und Entsorgung der entsprechenden Materialien soll geplant sein um diesen Schritt schnell zu bewältigen damit schnell wieder frische Pflanzen unter den Röhren stehen können. Wenn mit einer Armatur fünf Ernten im Jahr gezogen werden ist diese so groß wie fünf Armaturen mit denen eine Ernte im Jahr gezogen wird. Deswegen ist dann das Timing sehr wichtig. Wenn die Pflanzen jedoch von Schädlingen befallen waren kann es nicht schaden, wenn erst eine kleine Pause gemacht wird um die neuen Pflanzen dann profilaktisch gegen diese Schädlinge zu behandeln.

Es gibt jedoch auch eine andere Situation: Es ist Platz ohne Grenzen vorhanden aber man möchte nicht das ganze Jahr lang die Pflanzen überwachen. Wenn dann massig angebaut werden soll, können entsprechend viele Armaturen installiert werden. Es ist darauf zu achten, dass die Stromleitungen nicht überlastet werden und für genügend Ab- und Zuluft gesorgt werden kann. Die attraktivste Zeit für dieses Vorhaben wäre das Frühjahr. Im Sommer ist es zu heiß, im Herbst suchen sich Schädlinge gerne ein Winterquartier und im Winter ist die erwärmte Zuluft oft arg trocken. Nach dem Winter sind die meisten Schädlinge erfroren, die Luft ist mild und kann ohne vorzuheizen in die Anlage gelüftet werden. Die massige Ernte kann eingelagert werden um diese über das Jahr verteilt zu nutzen.

Man kann sich in Grow Shops zu diesen Thematiken beraten lassen, wenn Probleme auftreten. Es soll dann aber beachtet werden, dass es sich teilweise um Verkäufer handelt und nicht immer um erfahrene Insider und dass Betreffende zu eventuellen Problemen lediglich Ferndiagnosen tätigen können die auch mal völlig falsch sein können. Entsprechende Verkäufer haben eventuell auch völlig andere Vorstellungen dazu, wie Grass angebaut werden muss.

Ansonsten liegt auch oft kostenloses Anschauungsmaterial von Herstellern aus, von dem man sich aber nicht zu sehr blenden lassen soll. Informativer und umfassender wäre das besuchen einer Hanf Messe, viele Hersteller preisen hier ihre Produkte an, zu denen sie auch Anschauungsmaterial oder Proben verteilen. Auch von diesen soll man sich nicht zu sehr blenden lassen. Nicht, dass die funktionierende Growanlage für irgend welche High Teck Geräte über den Haufen geworfen wird und die versprochenen Ergebnisse nicht erzielt werden. Zudem können sich solche Techniken auch als genauso Arbeitsaufwändig wie herkömmliche Systeme entwickeln. Am laufenden Band werden Kompaktsysteme, Gerätewunder und ganze Produktpaletten zu Düngemitteln auf solchen Messen angepriesen die oft so wie sie kamen auch wieder gehen.

Bevor man gewichtige Ergebnis vorweisen kann, soll besser im kleinen billigen herkömmlichen Stiel gearbeitet werden, bevor unerfahren im Übermut alles in den Sand gesetzt wird. Neuheiten können auch am Rande erst angetestet werden.

Ergänzend:

Wie man eine Growanlage bauen muss, das muss also jeder für sich selber sehen. Jeder hat andere Möglichkeiten und andere Vorstellungen. Damit aber alles richtig funktioniert muss man mit einem Zeitplan arbeiten. Wenn man die Stecklinge selber schneidet, dann werden diese nicht dann geschnitten, wenn die Mütter gerade passend sind, sie werden so geschnitten, dass sie dann, wenn sie als Jungpflanzen gebraucht werden da sind.

Ganz zu Begin dieses Kapitels wurde erläutert, wie viel denn eine Anlage mit einer Armatur kosten würde. Wenn man nun also mit dem Anbau beginnt sind zum einem die Fixkosten zu ermitteln, was der Aufbau der Anlage einmalig kosten würde. Aber auch die laufenden Kosten müssen mit kalkuliert werden. Zudem muss berücksichtigt werden, dass der erste Versuch vielleicht noch nicht gelingt. Man sollte sich also alles genau überlegen und die gewünschte Anlage von 10 Armaturen zu Beginn vielleicht erst einmal mit zweien in Betrieb nehmen, wenn man noch keine Erfahrungen hat.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Dienstag 13. September 2011 13:53, Erscheinungsdatum Mittwoch 1. April 2009 00:36

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Die Ernte

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EC- PH- Wert, düngen

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