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Studie: Bundesweiter Drogenschnelltest mit hoher Fehlerquote

Der jetzt auch in der Schweiz eingesetzte "Drugwipe" hat bei Cannabis eine Fehlerqoute von mehr als 20%

Der bundesweit von der Polizei eingesetzte Drogenschnelltest "Drugwipe" ist nach Ansicht von Rechtsmedizinern untauglich. Eine Studie der Universität Köln hat Presseberichten zufolge herausgefunden, dass die Fehlerquote des Tests im zweistelligen Bereich liegt. "Für die Erkennung der meisten Drogen ist Drugwipe nicht geeignet", so Professor Herbert Käferstein.Der Professor sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", die Polizei "dürfte den Test nicht mehr verwenden."

Kiffer waren keine Kiffer
Die Kölner Wissenschaftler hatten laut "Focus" in mehr als 330 Fällen Ergebnisse von Blutanalysen mit den entsprechenden Anzeigen des Speicheltests verglichen. Bei Cannabis traten in mehr als 20 Prozent der Analysen Abweichungen auf: In 10,6 Prozent der Fälle zeigte Drugwipe "falsch-positive" Ergebnisse an: Obwohl der Getestete kein Cannabis genommen hatte, schlug das Gerät an. In zehn Prozent der Fälle war es umgekehrt.Eine Fehlerquote von fast 18 Prozent registrierten die Forscher bei Ecstasy und Amphetaminen. Bei Kokain lag Drugwipe in gut 14 Prozent der Fälle daneben. "Fast fehlerfrei funktioniert der Test nur bei Opiaten", so Käferstein.

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Artikel modifiziert Donnerstag 7. Oktober 2010 23:45, Erscheinungsdatum Dienstag 19. Oktober 2004 22:28

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