THC gegen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bei chronischer Lungenkrankheit
Patienten mit der schweren Lungenkrankheit COPD (chronic obstructive pulmonary disease) leiden häufig unter Appetitlosigkeit und Abmagerung (Kachexie). Die Folgen sind ein verschlechterter Allgemeinzustand und eine vorzeitige Sterblichkeit. In einer klinischen Studie verbesserte THC den Appetit und das Befinden und führte zu einer Gewichtszunahme.
Die Studie unter der Leitung von Dr. Karl-Christian Bergmann von der Allergie- und Asthmaklinik Bad Lippspringe, Deutschland umfasste 18 COPD-Patienten zwischen 49 und 81 Jahren ein, die im Durchschnitt 48,5 kg wogen. In den sechs Monaten vor Aufnahme in die Klinik wiesen 7 Teilnehmer ein konstantes Gewicht auf, und 11 hatten im Durchschnitt 2,3 kg abgenommen.
Sie erhielten in der Klinik zweimal täglich 3,3 bis 4,2 mg THC in Tropfenform von der Firma THC Pharm, jeweils eine halbe Stunde vor dem Frühstück und Abendessen. Die durchschnittliche Dauer der Behandlung betrug 16 Tage und führte zu einer deutlichen Zunahme des Appetit und einer Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Leistungsfähigkeit (mittlere Zunahme der Gehstrecke um 36 Prozent). Die Gewichtszunahme betrug durchschnittlich 1,5 kg, was angesichts der kurzen Behandlungsdauer beachtlich ist. Die Nebenwirkungen waren gering.
(Quelle: Vortrag von K-C Bergmann am 17. März 2005 beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in Berlin)












