USA - Montana stimmt für Medical Marijuana
Bei der US-Wahl am 2. November standen in drei Bundeststaaten auch Abstimmungen zum Thema Cannabis an. Noch steht das definitive Endergebnis nicht fest, aber nach Auszählung von ca. 98% der Stimmen zeichnen sich bereits klare Ergebnisse ab. In Montana wurde danach Medical Marijuana mit 68% legalisiert, in Alaska, wo Cannabis für Patienten schon erlaubt ist, wurde eine weitergehende Legalisierung für den privaten Gebrauch knapp abgelehnt, ebenso in Oregon. Damit ist nun Cannabis für Patienten in insgesamt 10 US-Bundestaaten legal, neben Montana sind dies Alaska, California, Colorado, Hawaii, Maine, Montana, Nevada, Oregon, Vermont, and Washington.
In einigen weiteren Landkreisen und Gemeinden wurden kommunale Abstimmungen durchgeführt: so erhielt in Detroit die Medical Marijuana Initiative mit 60% der Stimmen, in Ann Arbor (Michigan) 70%. Weitere Städte stimmten über Entkriminalisierung des privaten Gebrauchs ab: in Columbia (Missouri) wurde eine Höchststrafe für Besitz von 250$ beschlossen, auch in Oakland (Kalifornien), Massachussetts und anderen Regionen waren Initiarive erfolgreich, die Cannabis-Besitz statt mit Gefängnis nur noch mit Bußgeldern ahnden. In Oakland stimmten 64% der Wähler dafür, dass sich die Gemeinde für eine Regulierung und Besteuerung des Cannabisanbaus einsetzt und der Strafverfolgung - die laut Bundesgesetzen nach wie vor zwingend ist - von der Polizei die niedrigste Priorität eingeräumt wird.
Das "Marijuana Policy Project", das die bundesweiten Initativen koordiniert und finanziell unsterstützt hat, wandte nach eigenen Angaben 2 Mio. US-$ auf, weitere 200.000 $ gingen an die regionalen Initativen. "Die Lehre aus diesem Wahltag ist", so der Leiter des MPP, Rob Kampia, "dass moderate Medical Marijuana Gesetze in Gemeinden und Bundesländern immer durchkommen. Noch nie gab es so viel Unterstützung für ein Ende der Marijuana Prohibition".








