Verschiedenes zu Cannabispflanzen
Beim indoor Anbau von Cannabis unter Kunstlicht gibt es so viele kleine Phänomene, kleine Probleme, die keine mehr sind, wenn man sie erst einmal kennt. Hier wird nun einiges kurz angeschnitten und erläutert.
Hitzeschäden
Stecklingsschwäche
Austrocknung
Blütenschimmel
Schimmel
Weiterveredlung: Ice-O-Later
Katastrophaler Jahreswechsel 2004 zu 2005
Hitzeschäden
http://www.hanftube.de/download.html
Link zum Downloadbereich.
Bei hochsommerlicher Hitze wird die Lüftung die Temperatur in Wohnungsgrowkammern oft nicht unter 30 Grad bringen können und dieses scheint für junge Pflanzen eine kritische Temperatur zu sein. Ältere Pflanzen sind stabiler gegen Hitze aber jüngere sind im Wurzelbereich noch nicht leicht verholzt und deswegen empfindlich. Junge dünnfaserige Wurzellatur scheint Hitzeempfindlich zu sein. Die vorhandenen Wurzeln versorgen die Pflanze nicht und deren Stiel schrumpelt etwas wobei die Blätter herabhängen. Ob diese Schwäche nun im Wurzelbereich oder im oberirdischen Bereich liegt: einmal betroffene Pflanzen erholen sich nicht. Trocken stehende Pflanzen zeigen die selbe Symptomatik wobei diese sich nach dem gießen sofort wieder aufrappeln.
Wenn die Symptomatik zu sehen ist, ist es für die betroffene Pflanze bereits zu spät. Aber auch wenn ältere unter- und oberirdisch schon etwas verholzte Pflanzen die Hitze ertragen, werden sie dennoch durch diese beeinträchtigt. Deswegen ist es auch für ältere Pflanzen wichtig, Temperaturen bis 26°C nicht weit zu überschreiten wobei dieses für jüngere Pflanzen lebenswichtig sein kann.

- Wieso?

- Da sind doch Wurzeln

- Die Hitze ist es!
Oben: Von einem Tag zum anderem läst die Pflanze die Blätter hängen und stirbt ab. Am Tag zuvor sah sie noch so aus, wie die anderen im Bild zu sehenden Pflanzen.
Mitte: Dieses geschieht, obwohl die Pflanzen Wurzeln gehabt haben, die Ausfälle werden gegen frische Stecklinge ausgetauscht. Unten: Leider scheint dieses nicht nur ein Problem erdiger Substanzen zu sein sondern tritt auch in Steinwolle auf.
Bei hochsommerlichen Temperaturen steht im Anbauzimmer die Hitze. In der Beleuchtungsphase, die noch am Tag ist wobei sie im weiteren Verlauf in die Nacht gelegt wird steht die Hitze mit ca. 30°C in den Wuchskammern obwohl die Lüftung auf voller Stufe durchläuft. Ältere Pflanzen können dieses verkraften auch wenn anzumerken bleibt, dass in diesen hochsommerlichen Abschnitten des Jahres die Ertrage etwas zurückgehen. Die Pflanzen schaffen es mit der Hitze nicht üppig und saftig zu wachsen, sie wachsen etwas magerer und holziger.
Jungpflanzen sind aber empfindlicher. Wenn es ihren Wurzeln bei 30°C in dem Wuchsmedium zu warm wird sterben sie einfach ab oder stellen ihre Arbeit ein. Somit vergingen Wochen und die Blütekammer konnte schon nicht mehr mit Jungpflanzen vollgestellt werden, da deren Ausfälle einfach zu hoch waren. Die herrlichsten Jungpflanzen starben einfach von einem zum anderen Tag ab.
Als die Temperaturen dann etwas zurückgingen und dieses Problem verschwand kam die Erkenntnis, dass es sich hierbei nicht um eine Krankheit handelte sondern um Überhitzungsschäden. Für die Jungpflanzen ist es viel besser, wenn die Temperatur bei 24 bis 26°C liegt und diesen Bereich nicht verläst. Wenn es kälter ist wachsen sie langsamer aber wenn es wärmer wird kann es sie in Massen dahinraffen. Ein simpler Trick der Überhitzung auszuweichen liegt in dem, die Beleuchtungszeit in die kühle Zeit des Tages von 17 bis 11 Uhr zu legen. Nun soll es mit einer starken Lüftung auch im Hochsommer gelingen die Temperatur weitgehend bei unter oder bis zu 28°C zu halten. Wenn es gar nicht anders geht kann nur für die Jungpflanzen eine Klimaanlage zum Kühlen für die heißesten Tage des Jahres in Betrieb genommen werden, es soll möglichst auf diesen energiefressenden Schritt verzichtet werde.
In diesem Problem findet sich auch der Grund, weswegen Stecklinge oder Saat gut im Badezimmer oder einem separaten Raum bewurzelt werden können. In dem gut gelüfteten Growzimmer schwanken die Temperaturen besonders von der Tag zur Nachtphase. Die Stecklinge und auch die Saat sind zuerst sehr empfindlich zu diesen Temperaturschwankungen. Eine in ihrer Temperatur stabilere Räumlichkeit ist in dieser Situation dann sehr viel geeigneter um stabile Ergebnisse zu erzielen.
//Wenn die Steinwolle auf einem Ebb- und Flow Tisch so gewässert werden kann, dass sie komplett überflutet wird werden die durch die Verdunstung sich oben ablagernden Salze und die dann entstehenden Algen weggespült, so dass dieses Problem nicht mehr auftritt. Wenn dieses nicht möglich ist kann die Steinwolle ein mal in der Woche von oben dränierend gegossen werden, um gegen dieses Problem vorzubeugen.
Stecklingsschwäche
Zu diesem Kapitel sei vorgemerkt, dass dieser Inhalt eigentlich schon so aus dem gesamten Werk hervorgeht und hier nun noch einmal gebündelt wird.
Frisch geschnittenen Stecklinge oder gerade eingepflanzte gewurzelte Stecklinge lassen manchmal die Blätter hängen und wollen eingehen. Dieses soll aber nicht geschehen. Dieses kann natürlich daran liegen, dass der Steckling Wasser benötigt und sobald er dieses erhält sich sofort wieder rappelt. Bei eingepflanzten Stecklingen kann es sein, dass der Boden eigentlich noch über genügend Feuchtigkeit verfügt aber dass der Steckling in seinem Steinwollblöckchen noch nicht hinreichend in diesen gewurzelt hat und in diesem trocken steht. Dann ist er so zu gießen, dass Wasser in den Steinwollwürfel gelangt.
Wenn nun die zu bewurzelnden Stecklinge im kleinen Gewächshäuschen die Blätter hängen lassen ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, weswegen der Deckel mit seinen Öffnungen ziemlich geschlossen wird, wobei darauf zu achten ist, dass die Pflanzen in diesem nicht überhitzen. Wenn dieses nicht ausreicht oder der Deckel wegen der Wärme nicht ganz geschlossen werden kann soll etwas Wasser in das Gewächshäuschen eingelassen werden oder ein feuchtes nicht schimmelndes Fließ kann unter die Stecklingstabletts gelegt werden. Es kann aber auch ein kleiner Ultraschallbefeuchter auf das Gewächshäuschen nebeln um für Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Die Stecklinge können Schrittweise an die trockene Außenluft gewöhnt werden. Nachdem diese stabil stehen kann auf die Befeuchtung verzichtet werden um dann ein paar Tage später den Deckel des Propagators etwas versetzt aufzusetzen und ein paar Tage später mit einem Keil die Luftspalte noch zu vergrößern, bis der Deckel abgenommen werden kann. Da dann die Luft richtig zirkulieren kann steigt die Verdunstung in der Steinwolle und diese muss öfters gewässert werden. Wenn es einem nicht möglich ist, dieses Täglich zu kontrollieren sollte der Deckel erst auf dem Gewächshäuschen bleiben um ihn zwei Tage vor dem einpflanzen etwas zu versetzen und einen Tag vor dem Pflanzen hoch zu keilen.
Dann werden die Stecklinge mit einer etwas niedrigeren Luftfeuchtigkeit besser fertig. In Situationen, dass die Stecklinge mit ihren Triebspitzen zu schimmeln beginnen ist es dringend anzuraten den Stecklinge frühzeitig den Deckel etwas versetzt aufzusetzen. Im feuchten Kellerklima kann auf die Propagatorendeckel zum Stecklingsschnitt verzichtet werden und in feuchteren Jahreszeiten werden meist keine Einpflanzprobleme auftreten aber wenn es etwas trockener ist und die Stecklinge nicht vorab auf diese Situation vorbereitet wurden kann es wieder zu dem folgendem Bild auf der linken Seite kommen.


Die Stecklinge wurden gut gegossen und dennoch lassen einige die Blätter hängen. Sie sind die trockene Luft nicht gewöhnt gewesen, die zusätzlich durch die Erwärmung durch die 250 Watt Armatur noch trockener wird. Nun ist es aber noch nicht zu späht, um etwas zu machen. Der Große Ultraschallbefeuchter hat im Sommer Pause, wegen der Wärme wird intensiver abgelüftet und somit würde dieses Gerät ständig laufen wobei die befeuchtete Luft direkt nach draußen gelüftet werden würde. In dieser Situation ist es Sinnvoller, den kleinen Ultraschallbefeuchter vor die Pflänzchen zu stellen, dieser soll zuerst auf eine hohe Feuchtigkeit eingestellt werden wobei nach 12 Stunden der vier Liter Tank lehr ist. Danach wird er auf niedrigere Feuchtigkeit eingestellt, so dass er nicht durchgehend befeuchtet. Nach weiteren 12 Stunden soll er entfernt werden könne ohne dass die Pflänzchen darunter leiden, dieses ist im rechten Foto bereits wirksam zu sehen.
Nun wird natürlich nicht jeder 100€ für solch ein Extra für das zusätzlich noch bei regelmäßiger Benutzung eine Umkehrosmose Anlage anzuraten ist um nicht ständig demineralisirtes Wasser kaufen zu müssen erübrigen wollen. Dieses ist auch nicht zwingend notwendig. Wenn die Pflanzen etwas vom Boden aufgebockt in einer Teichfolienwanne stehen kann in diese Wasser gelassen werden um zusätzlich noch ein paar feuchte Handtücher in der Beleuchtungskammer aufzuhängen. Es bleibt jedoch wesentlich bequemer, wenn die Stecklinge schrittweise vor dem Einpflanzen an die Außenluft gewöhnt werden.
// Wenn bereits angewachsene Stecklinge plötzlich die Blätter hängen lassen und diese dann nicht trocken stehen wird dieses auch nicht an trockener Luft liegen. Im Hochsommer kann die Hitze sich sehr stauen und die Jungpflanzen verkraften dieses im Wurzelbereich nicht und kippen deswegen um. Die Temperatur ist zu senken, die Beleuchtung kann weitgehend in die Nacht verlegt werden. Dieses wird bereits im Kapitel Hitzeschäden im „Nutzhanf: Ausschweifungen“ erläutert.
Austrocknung
Es wird gelegentlich erwähnt, dass die Pflanzen auch in der Vorblüte in schnell austrocknendem Cogr stehen und dieses Austrocknen nicht passieren soll.

- gegen Austrocknun geschützt
An diesen beiden Jungpflanzen kann ein Unterschied gezeigt werden. Die linke wächst kraftvoll und üppig während die rechte magerer und schlanker gewachsen ist. Dieses ist durch Feuchtigkeit mitbedingt. Es handelt sich dabei nicht nur um die Feuchtigkeit der Luft sondern auch um die Feuchtigkeit des Bodenklimas. Diese Pflanzen sind grade umgetopft worden und die linke wurde auch vorher schon gegen die starke Verdunstung durch die weisse Decke geschützt.
Zu Anfang wurden die Töpfe der Pflanzen, nach dem Erkennen des Problems mit der Austrocknung der CoGr Erde, oben mit Frischhaltefolie umwickelt, die mit einem Nagel durchstochen wurde um die Pflanzen gießen zu können.
Der vorher verwendete Frischhaltefolienkrampf wurde nun durch einen bequemeren Weg ersetzt. Eine billige Wachsdecke, die sonst auf Tischen liegt und oft in Möbelhäusern erhältlich ist, wird einmal auf Größe geschnitten und kann dann immer wieder verwendet werden. Diese soll knapp in den Töpfen anliegend bemessen sein. Bei regelmäßigem gießen soll der Boden als gesamtes nicht austrocknen. Da dieses Wachstuch sich bei längerer Benutzung gerne aufrollt soll diese dann unter Gewichten wie ein paar Ziegelsteine ein paar Tage lang geplättet werden.
Frage: Wann wird dieses Sinnvoll?
Wenn ein Bodenmix verwendet wird, der nicht an der Oberfläche deutlich abtrocknet bevor der gut gegossene Topf deutlich leichter wird um erst dann wieder zu gießen, wird diese Technik nicht benötigt. Wenn im vor Feuchtigkeit noch schweren Topf die Oberfläche trocknet ist das Verwenden dieser Technik anzuraten, da es gegen Trauermücken, deren Larven gerne in der Grenzschicht von feucht zu trocken leben, vorbeugt und der Wuchs der Pflanze besser wird.
Trockenheit der Luft und des Bodens wirken sich auf den Wuchs der Pflanze aus. Diese wächst holziger mit schmaleren weniger saftigen Blättern und ist anfälliger, auch die Fingerzahl der Blätter nimmt ab. Ansonsten ist das Erdvolumen auch nur so groß, wie es über feuchte aber nicht klitschnasse Erde verfügt. Feuchtigkeit und Luft sind für die Wurzeln notwendig.

- Angehende Mütter

- kleine Jungpflanzen
Wenn die Töpfe größer sind schneidet man in die Wachsdecke nicht nur von der Seite zur Mitte und in diese ein kleines Loch sondern kann zusätzlich auch in jedes viertel noch ein kleines Luftloch schneiden. Dieses ist wesentlich bequemer als die Frischhaltefolie, die auf dem runden Topf zu sehen ist. Der Boden kann über die Seiten und die Löcher genügend atmen.
Selbst wenn das CoGr oder der Erdmix unter der Wachspapierdecke im noch schweren Topf stellenweise oberflächlich antrocknet ist dieses besser, als wenn auf diese Technik verzichtet wird. Die Feuchtigkeit zieht in dem Boden auch nach oben aber wenn diese dort zu schnell verdunstet trocknet der Boden trotzdem an. Aber wenn weniger Wasser verdunstet breitet sich diese Trockenheit nicht so sehr in die Tiefe aus. Dieses ist für die Pflanzen besser. Besonders im Sommer kommt man bei den mit CoGr gefüllten Töpfen mit dem gießen sonst gar nicht mehr hinterher und kann große Pflanzen morgens und abends gießen.
Blütenschimmel
Wenn einem auffällt, dass immer wieder unter den dicht an die Pflanzen gehangenen Armaturen die dicken Blüten beginnen zu schimmeln kann dieses zu einem gewissen Teil an der Hitze der Armaturen liegen. Wenn es zu üppiger Blütenbildung kommt und diese einer gewissen Wärme ausgesetzt werden, kann es passieren, dass die Blüte stärker als normal beginnt zu schwitzen. In dicken Blüten kann diese Feuchtigkeit schlecht entweichen und mit der Wärme beginnt die Blüte innen zu gammeln und dann zu schimmeln. Wenn dieses wiederholt auffällt, obwohl die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist, sollte probiert werden, die Armaturen etwas höher zu hängen.
Dieses kann auch bei mit unter 50% Luftfeuchtigkeit eher trockener Luft passieren. Wenn die Blüte sich so zupackt, dass die Feuchtigkeit nicht nach Außen weichen kann fängt es im Innern der Blüte an zu gammeln und dann zu schimmeln. Dieses ist dann aber sehr von der Blütencharakteristika abhängig.
Eine gute Luftfeuchtigkeit zum Ende der Blüte scheint somit dennoch bei 50 bis 65% zu liegen, da die Blüte sich bei dieser Luftfeuchtigkeit so zu entwickeln scheint, dass sie die Feuchtigkeit von Innen nach Außen abgeben kann.

- Verschimmelt
In dem vorherigen Foto kann deutlich gesehen werden, dass die hintere Blüte im Innern gammeln muss. Die vorderen haben noch junge Blütenfäden und gesunde Blütenblätter wobei der vergammelnden Blüte die Blütenblätter bräunlich verwelkend herunterhängen. Nicht bei jeder Pflanzen kann dieser Blütengammel an den absterbenden Blütenblättern erkannt werden, es kann aber vorsichtig in die Blüten gesehen werden, wenn diese dazu auseinander gebogen werden. Einst sind die üppig gewachsenen Blüten, die relativ dicht unter dem Reflektor schmorten bei der Ernte wegen des innerlich wütenden Gammels auseinander gefallen. Dieses war von Außen nicht zu sehen, nachdem die schlimmsten Stellen der Blüten entfernt wurden war von den üppigen Blüten eine gute Hälfte herausgeschnitten. Wenigstens waren die kleineren Blüten nicht auch innerlich verschimmelt.
Damit dieser Gammel, der zu Schimmel führt sich nicht zu richtig fiesem Schimmel ausbreitet, der die Blüte total zerstört und dann durch Sporenentwicklung andere Blüten befällt sollen betroffene Blüten entfernt werden, alle vom Gammel betroffenen Blütenknollen werden von der Pflanzen geschnitten. Diese Blütenrettung zur Vermeidung von schlimmeren Schäden ist auf den folgenden Fotos zu sehen.

- gerettet


In den oberen drei Fotos ist die vorzeitig geerntete Blüte zu sehen. Im Foto oben ist sie mit den Blütenblättern zu sehen, mittig sind die zu verschimmelten Teile der Blüte in groß zu sehen. In dem unteren Foto ist die Blüte fertig geerntet zu sehen, sie liegt zur linken Seite. In der Mitte sind wieder die verschimmelten Stücke der Blüte zu sehen, zur rechten Seite liegen die Blütenblätter, die großen Hauptblätter sind in dem Foto nicht zu sehen. An den Blüten sind angegammelte Stellen zu sehen, diese würden an der Pflanze weiter vergammeln sind aber in dem zu sehenden Zustand noch o.k.. Luftig getrocknet breitet sich dieser Gammel nicht weiter aus und die Blüten sind nicht deutlich schlechter als unangegammelte. Wenn die betroffenen Stellen aber schon von einem weißen Pelz überzogen sind oder dieser schon dunkel wird sollen diese Blütenstellen unbedingt herausgeschnitten werden, so wie die in der Mitte zu sehenden. Der Gammel bildet den Nährboden für Schimmel der zuerst wie ein weißer Pelz aussieht. Wenn der Schimmel reift wird dieser dunkel und deutlich giftiger.
Alle zwei Tage sollen die Blüten gründlich auf Schimmel abgesucht werden, wenn eine Anfälligkeit zu diesem besteht. Durch diese Aufmerksamkeit konnte die zu sehende Blüte weitgehend gerettet werden und die in der Blüte reifenden Pflanzen sind vor diesem Sporenherd geschützter. Wenn die betroffenen Blüten herausgelesen werden wird der Ernteverlust gering sein und das Ergebnis nicht halbieren, dieses kann ansonsten passieren.
Schimmel
Durch den Ultraschall Befeuchter wurde die Luft in der Jungpflanzen Box stark befeuchtet. Da es Winter ist wurde die Luftöffnung über den Reflektor verschlossen, damit die Jungpflanzen Box nicht zu stark auskühlt. Da die feuchte Luft steht entwickelt sich Schimmel.


Mit trockener Luft wäre dieses nicht passiert, jedoch soll die Luft nicht trocken sein, auch mit zirkulierender Luft passiert dieses meistens nicht. Solch ein Schimmel wird desto giftiger, je länger nichts dagegen unternommen wird. Schimmel ist zuerst meist nicht sehr gefährlich aber bildet die Grundlage für den nächst schädlicheren Schimmel, bis hin zu dem äußerst schädlichen Schwarzschimmel. Somit kann unentdeckter Schimmel, der einige Zeit gegammelt hat durch die Sporenentwicklung in der Luft Gesundheitsschädlich werden. Deswegen soll die Möglichkeit des Schimmelns möglichst gemieden oder gemindert werden. Gegen aufgetretenen Schimmel ist sofort energisch vorzugehen, damit dieser sich nicht ausbreitet oder verschlimmert. Dieser oberflächliche Schimmel kann mit einem nassen Schwamm abgerieben werden aber damit würden die Sporen verrieben werden, die dann bei nächster Gelegenheit erneut schimmeln. Sinnvoller ist es, diesen Schimmel mit Desinfektionsspray zu befeuchten und dann gründlich mit einem feuchten Schwamm abzureiben wobei der Schwamm regelmäßig auszuspülen ist. Trotzdessen wird die Luft weiterhin befeuchtet, jedoch weniger intensiv.
Schimmel bildet sich in feuchten und stickigen Situationen. Sobald es trocken ist kann Schimmel sich nicht bilden, sobald es zugig ist werden die ganzen schädlichen Schimmelsporen weggeweht, sodass dieser sich nicht entwickeln kann. In einer gut gelüfteten Growkammer schimmelt es deswegen selbst dann nicht, wenn anfällige Stellen mal etwas feucht werden. Wenn diese Punkte bedacht werden kann Schimmel weitgehend vermieden werden.
Weiterveredelung: Ice-O-Later
Unter der Weiterveredelung von Marihuana ist gemeint, dass aus dem Pflanzenmaterial die Wirkstoffe, das THC, extrahiert werden um den Rest wegzuwerfen. Dazu gibt es einige Möglichkeiten, in diesem Kapitel wird mit einem Ice-O-Later gearbeitet. Jeder dieser Extrahiervorgänge wird aber bewirken, dass zwei Teile gewonnen werden. Zum einem wird es einen aufgewerteten Teil geben und zum anderen wird ein Rest überbleiben. In diesem Rest wird sich noch ein Rest vom THC befinden, der dann verloren geht. Deswegen sollte man sich gründlich überlegen, welches Material weiterveredelt wird, nicht nur, weil es in der Masse weniger wird sondern auch weil ein Teil des THCs dabei verloren geht.
Vorweg: Mit dem Ice-O-Later zu arbeiten ist Arbeitsaufwand und wenn von dem ansonsten unverwertbarem Graß hinterher nur ca. 8% der Masse überbleibt ist dieses sehr deprimierend.


In dem Foto oben kann der Ice-O-Later Sack gesehen werden, es handelt sich hierbei um den grobmaschigen Sack, zwei weitere befinden sich unter diesem um die durchrieselnden Harzkristalle aufzufangen. Im unteren Foto ist gerade gewonnenes Ice-O-Later Hasch zu sehen, welches noch trocknen muss.
Das Graß wird in trockenem Zustand etwas zerkleinert, ein Küchenhäcksler wäre dazu geeignet. Das Material darf aber nicht staubig werden sondern soll nur bröselig sein. Es wird Eis angesetzt und Wasser kaltgestellt. In das kalte Wasser setzt man bis zu 200 Gramm Pflanzenmaterial, welches vorher im Gefrierfach lag, an, wenn ein 20 Liter Ice-O-Later verwendet wird. Das Eis wird in kleine Stücke zerschlagen und dem Wasser beigefügt. Dieses wird nun in kurzen Abständen gut umgerührt. Bei bis zu 3°C lösen sich die Kristalle mit dem Wasser auf. Vielleicht wird das Eis, da die Harze kristallisieren sollen bevor die Brühe bei über 3°C in den Ice-O-Later Sack gekippt wird, herausgenommen. Über das zuführen von warmen Wasser kann die Brühe erwärmt werden. (Bei dieser Variante kann das Pflanzenmaterial auch zu Staub zerkleinert werden, da sich das Harz wieder zu Kristalle zusammensetzt, es sei denn, dass die Pflanzenteile dann so klein sind, dass sie durch das Sieb passen.)
Vermutlich soll die Brühe aber kalt mit dem Eis in den Ice-O-Later gekippt werden, da die Kristalle sich nicht auflösen sondern herauslösen? Die Beschreibung aus einer Zeitschrift konnte dieses nicht klären und der Hersteller des Ice-O-Laters verzichtete auf eine Beschreibung zu diesen Arbeitsschritten.
Bei diesem Test wurde das Wasser teilweise kalt oder schon erwärmt in den Ice-O-Later gekippt und ein Unterschied fiel dabei nicht auf. Das zu veredelnde Material kann in zwei Hälften getrennt werden wovon dann die erste Hälfte kalt und die zweite erwärmt in den Ice-O-Later Sack gegeben wird. Für die zweite Siebung wird dieses umgekehrt gemacht und nun kann gesehen werden, in wie weit dieses einen Unterschied macht. Durch das doppelte sieben wird aber dennoch fast alles aus den Pflanzen herausgeholt.
Zumindest wird die Brühe dann alle 10 min. umgerührt, damit die Kristalle durch das grobe Sieb rieseln. Wie lange dieses gemacht werden soll würde wohl die Erfahrung zeigen. Wieder kann ein Test gemacht werden: Ein Pflanzenschwung wird in dem ersten Durchlauf zwei mal umgerührt und der andere fünf mal. Nun kann gesehen werden, ob aus dem selben Pflanzenmaterial mit öfterem umrühren mehr herausgeholt werden kann.
Die Ice-O-Later Siebsäcke sollen dann angehoben werden, damit das Wasser nach dem Umrühren herauslaufen kann. Dazu wäre es schön, wenn diese Siebsäcke vier stabile Ösen hätten, an denen sie aufgehangen werden können. Besonders bei den dünnmaschigen Sieben dauert es, bis das Wasser durch diese abgelaufen ist. Es kann dann zuerst umgerührt werden um später die Siebmembran abzulöffeln damit diese frei wird und das restliche Wasser durch diese ablaufen kann. Dünnmaschige Siebe machen die Arbeit sehr langwierig, da sie sich so zusetzen, dass kein Wasser mehr durch sie abläuft. Es kann am besten so gearbeitet werden, dass nur die beiden größeren Siebsäcke verwendet werden und das Restwasser wird wider gekühlt oder zu Eis gefroren um es wiederzuverwenden. Nachdem das gesamte Pflanzenmaterial genügend gesiebt wurde wird das Restwasser in kleinen Portionen durch den letzten Siebsack gefiltert, sodass die Siebmembran bei der Arbeit ständig abgelöffelt werden kann. Vorher kann das Wasser im Eimer auch abgestanden haben um zu sehen, ob sich im Wasser gelöstes Harz am Boden absetzt.
Die Kristalle werden in dem feinerem oder feineren Sieben aufgefangen. Dieses Material wird auf Backpapier gelöffelt, Küchentücher saugen zwar die Feuchtigkeit aber wenn die Masse noch zu breiig ist saugen sie diese auf. Man wiederholt das kühlen und sieben bis kaum noch etwas herausgesiebt wird. Das gewonnene Material ist sehr hochwertig jedoch soll bedacht werden, dass es nicht alles ist, was im Graß war sondern nur ein Teil. Der Rest ist immer noch in diesem oder in dem Wasser das sich bräunlich färbt und dann weggekippt wird.
Wenn minderwertiges Material aufbereitet werden soll kann auch erst eine Pollinatorform verwendet werden um den Rest dann noch ein mal durch den Ice-O-Later zu sieben um auch die letzten Reste heraus zu sieben. Dieses wäre dann etwas weniger Zeitaufwändig als zwei bis drei Ice-O-Later Siebungen zu machen.
Ein Pollinator ist vom Prinzip her ein Sieb, welches geschüttelt wird oder eine Siebtrommel die sich dreht. Dabei fallen die Kristalle aus dem Blüten oder Blättermaterial und werden aufgefangen. Blüten oder Blätter können vorher zerbröselt werden, damit die Kristalle besser heraus fallen. Kleine Geräte können in den Kühlschrank gestellt werden. Das Pflanzenmaterial soll vorher im Eisfach gelegen haben und zudem trocken sein. Es wird kurz für 30 Sekunden gesiebt, da dieses die erste Qualität ist um dann erneut für die zweite Qualität zu sieben, für die dritte kann auch einige Minuten gesiebt werden. Mehrere Ladungen können hintereinander gesiebt werden um dann den Pollinator gründlich zu reinigen. Das Pflanzenmaterial soll wieder im Gefrierfach gekühlt haben um dann die nächste Siebstufe aus dem Material heraus zu extrahieren.
Um auch noch das letzte Harz herauszuholen, dass in dem Pflanzenmaterial eingelagert ist können die Reste dann wie oben beschrieben mit dem Ice-O-Later weiterverarbeitet werden
Das Ausgangsmaterial waren Grassreste, die zur Nutzung zu schlecht gewesen sind. Während einer Überdüngungsphase waren die Blüten von sehr schlechter Qualität und zu diesen kommt noch etwas Outdoormaterial. Zu bemängeln war nicht nur, dass in diesem Pflanzenmaterial, welches sich weitgehend aus Blüten zusammensetzte, wenig THC enthalten war sondern auch der Turn nicht besonders förderlich war. Von ca. 500 Gramm Pflanzenmaterial konnten ca. 50 Gramm Ice-O-Later Hasch gewonnen werden. Dieses hingegen ist von guter Qualität in der Intensität und Wirkung. Diese Technik eignet sich somit dazu, schlecht wirkendes Blütenmaterial zu einem sauber wirkenden Produkt aufzuwerten.
Die Siebung, aus dem großmaschigeren Netz der Größe 73 ist die stärkere gewesen und es fiel auch mehr Masse an als bei dem dünnmaschigeren Netz der Größe 25. Das erste Sieb hat eine Größe von 220, in diesem bleiben die Pflanzenreste zurück. Die Größe von 220 bedeutet, dass die Öffnungen in dem Siebsack 0,22 zu 0,22mm groß sind. Dennoch war das Material nicht von überdurchschnittlicher Stärke, da das Ausgangsmaterial einfach schwach gewesen ist. Wenn nun von einem hochwertigen Grass Ice-O-Later Hasch gewonnen wird wäre dieses auch von höchster Qualität.
Wenn das THC in der Pflanze schwach ist kann es nach der Ice-O-Later Siebung auch nicht das stärkste sein. Zumindest soll sich mit diesem Ergebnis nicht zum testen der dickste Kopf gestopft werden. Wegen der Arbeitsintensität ist diese Technik jedoch etwas für Liebhaber wobei es wie bei jeder Arbeit mit Erfahrung schneller und besser gehen wird.
Katastrophaler Jahreswechsel 2004 zu 2005
Pünktlich mit dem neuem Jahr geschieht das Übel, in dem sich bestätigt, dass falscher Geiz Ärger mit sich bringen kann. Im letzten Jahr wurden zwei Quecksilberdampf Armaturen erworben und mit diesen je eine Quecksilberdampf Röhre. Durch den Zufall wurde eine der Billigröhren gegen eine von Philips gewechselt. Die erste Billigröhre wurde ausgetauscht gegen die zweite, da sie nach ca. sechs Monaten nur noch ein Drittel der Intensität im Gegensatz zu einer neuen Röhre hat. Diese befand sich fünf Monate später drei Wochen vor dem Wechsel und wurde dann die erste Röhre, die geplatzt ist, wobei anzumerken bleibt, dass es erst die zweite Billigröhre gewesen ist, die verwendet wurde und dieses nur deswegen, da mit der neuen Armatur oft Billigröhren mitverkauft werden.
Als Trost bleibt, dass kein Quecksilber ausgetreten ist. Dieses befindet sich im inneren Glaszylinder und nur der Äußere ist geplatzt. In Leuchtkörpern befindet sich normalerweise ein Teilvakuum mit einer Edelgasmischung mit eventuellen anderen Substanzen. Die Mutterbox wurde nicht abgelüftet, da es wegen der Jahreszeit nicht notwendig ist. Somit konnte der Innhalt der Quecksilberdampf Röhre auf die Blattmasse wirken. Diese ist grün bleibend und gelb werdend vertrocknet und roch dann für zwei Tage wie Stroh. Dieses wird nun durch den gashaltigen Inhalt der Röhre verursacht oder zusätzlich dadurch, dass der mittlere Zylinder noch kurz weiterläuft und die Pflanzen dabei verbrennt.


Auf diesen beiden Fotos ist deutlich zu sehen, dass die obere Blattmasse bereits stark durch die geplatzte Quecksilberdampfröhre betroffen ist. Dieser Prozess breitet sich jedoch noch ein paar Tage aus. Die Pflanzen wurden gut gewässert aber ohne die Blattmasse wird nicht viel Wasser benötigt. Als Folge beginnen einige Pflanzen mit den Wurzeln zu verfaulen, die Hälfte der Mutterpflanzen stirbt somit ab. Die verbleibenden Pflanzen wären durchgekommen da sie einfach mit neuen Spitzen austreiben, jedoch hätte die Regeneration lange gedauert und so ist es einfacher, übrig gebliebene Jungpflanzen als neue Mütter einzusetzen. Nur die Ursprungsmutter einer neuen Sorte wurde noch nicht sofort entfernt.
Auf dem nachfolgendem Foto ist diese Saat Mutterpflanze zu sehen, nachdem sie sich bereits erholt hat. Neben ihr steht eine aus einem Steckling neu herangezogene Mutterpflanze.

Es bleibt anzumerken, dass dieses Problem eventuell selbst verursacht wurde. Gegen Schädlinge wurden die Pflanzen auch vor dem zerplatzen der Röhre mit Neem-Öl eingesprüht. Die Röhre könnte etwas abgekriegt haben und somit ein paar Tage später deswegen geplatzt sein. Dieses ist im Vorfeld jedoch noch nicht passiert und somit bildet sich die Schlussfolgerung: mit einer Qualitätsröhre wäre dieses nicht passiert. Durch einen glücklichen Zufall wurden aber vorher reichlich Stecklinge genommen. Von diesen können die Triebspitzen als Stecklinge genommen werden um die Restpflanzen neu ausgetrieben in die Blüte zu stellen. Ansonsten konnten gerade gewurzelte Stecklinge abgeschnitten werden um sie noch ein mal zu bewurzeln. Somit kann der Rhythmus, alle drei Wochen neue Pflanzen in die Blüte zu stellen, eingehalten werden.
Ein anderer Ausweg ist jedoch gescheitert: Von einigen Sorten können Stecklinge genommen werden, nachdem diese bereits ca. zehn Tage in Blüte stehen. Es standen zwei Jungpflanzen von einer neuen Sorte als Austauschpflanzen für eventuelle Ausfälle in der Blüte. Diese konnten zu einigen Stecklingen ausgeschlachtet werden. Diese sind auch gut durchgewurzelt angewachsen. Mittig im folgendem Bild ist jedoch der Blüteansatz zu sehen, der eigentlich mit 18 Stunden Beleuchtung wieder verschwinden soll. Die Jungpflanze wächst zwar aber würde in der Blüte vermutlich weniger Wuchskraft haben, da sie schneller als ansonsten einmal angeblüht die Blüten bilden würde.

In diesem Bild ist eine Jungpflanze des neuen Steinschlag Grases zu sehen. Als Steckling ist diese Pflanze von einer zehn Tage in der Blüte stehenden Pflanze geschnitten worden und wollte dann die angesetzte Blüte nicht wieder abbrechen. In Einzelfällen fangen die Pflanzen sogar bei 18 Stunden Beleuchtung an, zu blühen und dieses so stark, dass der Wuchs versiegt. Solch eine Blüte bleibt jedoch bei 18 Stunden Beleuchtung kraftlos. Es gibt Gräser, die, wenn sie einmal angefangen haben zu blühen, nicht wieder damit aufhören, wobei einige Sorten dieses machen, dass Afghani 1 hätte dieses besser aber auch nicht ganz mitgemacht.
Trotz des katastrophalen Ausfalls der Mutterpflanzen konnte durch übergebliebene Jungpflanzen und Stecklinge dennoch die Blütekapazität so ungefähr ausgelastet werden wobei auch noch einige dieser Pflanzen zu neuen Mutterpflanzen herangezogen wurden um dann den Normalzustand wieder herzustellen.
Es bleibt bei der Schlussfolgerung: Mit einer Qualitätsröhre wäre dieses nicht passiert. Zur Zerstörung der Mutterpflanzen sind die ausgetretenen Gase auch allgemein giftig. Deswegen und da die Billigröhre schnell abbaut sollen diese nicht verwendet werden und beim Kauf von neuen Armaturen sollen deren Billigröhren entweder weggelassen werden oder durch r9jrm bessere Röhre gegen ein kleines Aufgeld ausgetauscht werden.
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