Vielversprechende Ergebnisse der Cannabinoid-Forschung
Vor zehn Jahren noch waren Cannabinoid-Forscher wie Daniel Piomelli von der Universität Irvine (Kalifornien) noch weitgehend allein auf weiter Flur - und mußten bei Vorträgen auf Konferenzen manchen Witz über sich ergehen lassen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei - bei der Jahreskonferenz der "Society for Neuroscience" Anfang November in London wurden fast 200 Papiere zu diesem Thema eingereicht. Die Wissenschaftler präsentierten überzeugende Hinweise, dass Cannabinoide in der Lage sein könnten, zahlreiche schwere Krankheiten zu therapieren, wie etwa ALS - eine Erkrankung der motorischen Nervenzellen im Gehirn - Parkinson, Multiple Sklerose oder Fettsucht. Noch ist das Cannabinoid-System im Gehirn nicht ausreichend erforscht, doch die Ergebnisse dieser Studien sind sehr vielversprechend: "Es ist nicht da, um uns stoned zu machen, deshalb muß es andere interne Gründe geben", so die Neurowissenschaftlerin Andrea Giuffrida. Einer der Gründe könnte sein, das Cannabinoide die menschlichen Neuronen vor Schaden schützen. Bei Versuchen zur ALS-Therapie etwa stellte sich heraus, dass Cannabinoide in der Lage sind, die Krankheit lange aufzuhalten, während bisherige Medikamente nur eine sehr kurze Überlebenszeit versprechen.










