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Vom Märchen, Cannabis sei giftiger als Tabak

2004/08/04 - Hanf-Info
Antwort von Hanf-Info auf Leserbrief im Bund v. 4.8.04 (Dr. iur. Anton Rudolf, Bern)

Die von Herrn Rudolf in seinem Leserbrief aufgestellten Behauptungen über Hanf (Cannabis) stimmen so nicht.

Seit 1993/94 ist die Gefährlichkeit von Cannabis in zahlreichen weiteren wissenschaftlichen Studien untersucht worden, die den "Slogan" des EGA, dass Cannabis nicht schädlicher sei als Alkohol oder Tabak, bestätigt haben.

Dass Cannabis inzwischen 15-mal stärker geworden sei, ist eher eine Erfindung der Cannabis-Repression als eine botanische Tatsache. Hanf, der auf natürliche Weise im Garten und auf dem Acker gezogen wird, erreicht bestenfalls bis zu 3% des psychotropen delta-9-THC.

Wie Tabak enthält auch der Rauch von Cannabis Teer und karzinogene Stoffe - dies soll hier nicht bestritten werden. Man muss bedenken, dass Cannabis im Alltag viel seltener geraucht wird als Tabak. Oder kennt Herr Rudolf jemanden, der 20 bis 60 joints pro Tag raucht?
"Durchschnittliche" Cannabiskonsumenten konsumieren vielleicht 2-3 joints pro Woche. Selbst die stärksten Cannabiskonsumenten rauchen höchstens 12 bis 20 joints pro Tag (und teilen sie oft untereinander... wer kennt nicht die Grüppchen von jungen Leuten, die auf der "Pläfe" oder anderswo zusammen sind und gleichzeitig Cannabis und frische Luft inhalieren). Dazu kommt, dass Teer von der Lunge wieder ausgeschieden wird. So dürfen selbst starke Cannabis- und Tabakraucher darauf hoffen, dass sich ihre Lunge erholt, wenn sie eines Tages zur Besinnung kommen und das Rauchen reduzieren oder ganz unterlassen.

Es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass Cannabis das Immunsystem oder die Lunge schwächt. Wenn jemand 20 Cannabis-Zigaretten pro Tag raucht, dann sind es zweifellos der Rauch und die schlechte Luft, die schädlich sind für die Lungen und nicht das Cannabis. Bewiesen ist hingegen, dass Cannabis seit alters her in allen medizinischen Traditionen als Heilmittel verwendet wird, unter anderem auch als Expectorans (den Auswurf förderndes Mittel) in Hustensäften und gegen Asthma.

Ob die wirtschaftlichen und sozialen Belastungen, die Herr Rudolf wegen des angeblichen Verlustes des Kurzzeitgedächtnisses sowie der Lern- und Bildungsfähigkeit ausgemacht haben will, wirklich auf den Cannabiskonsum zurückzuführen sind? Muss hier nicht Cannabis als Sündenbock für die sozialen und pädagogischen Probleme unserer Gesellschaft herhalten?

Offensichtlich ist der Schreiber dieses Leserbriefs den von repressiven Kreisen und den ihnen in vorauseilendem Gehorsam zudienenden mainstream-Medien erfundenen Märchen über Cannabis als "gefährliche Droge" aufgesessen. Dieser Leser benötigt dringend objektive über Information Hanf/Cannabis, weshalb wir ihm einen Besuch unserer website www.hanf-info.ch empfehlen.

Artikel modifiziert Montag 9. August 2004 13:54, Erscheinungsdatum Freitag 6. August 2004 18:09

Forum des Artikels

Vom Märchen, Cannabis sei giftiger als Tabak
Cannabis ist im Grunde nicht schädlicht...
Die Psyche kann natürlich beeinträchtigt werden. Nur eher in der Entwicklung und bei Massenhaften konsum!

Aber wann Cannabis verbrennt, kommen giftige oxide usw in die Lunge und die sind schädlich! Und das Teer von Cannabis ist aggressiver als von Tabak, weil es sich direkt auf den Bläschen der Lunge verankert!

Wann ihr gesund rauchen wollt!
Die Stoffe verdampfen ab einer bestimmten Temperatur und verbrennen erst bei höheren Temperaturen.
Also könnt ihr mit speziellen Verdampfern fast 100% unschädlich Cannabis konsumieren.
ODER: ihr macht eucht Kuchen. Man muss es können aber wenn dann haun sie richtig rein!

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1 April 2009

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