Wie die Junge SVP die Hanflegalisierung sieht
Die kruden und völlig unwissenschaltichen Ansichten des SVP-Politikers Adrian Billerbeck, Sekretär Junge SVP Baselland, Reinach (BL)
Die Diskussion um die Legalisierung und Entkriminalisierung von Cannabiskonsum ist schon seit einiger Zeit im Gange. Auf der Strasse tut man zur gleichen Zeit so, als ob es nie ein Verbot gegeben hätte. Als Passant muss ich den beissenden Gestank von gerauchten Joints nicht nur auf der Strasse, sondern auch schon im öffentlichen Verkehrsmittel ertragen. Die Polizei befindet sich in einem Dilemma. Sie schliesst zwar einen Hanfladen nach dem anderen, der Konsum wird hingegen stillschweigend geduldet. Über die Folgen von Cannabiskonsum wird nicht oder nur ungenügend informiert.
Stand der Wissenschaft
Seit mehr als 40 Jahren versucht die Wissenschaft, die Folgen von Cannabiskonsum zu untersuchen. Alleine in der Zeit zwischen 1964 und 1982 gab es 6’500 Studien. Am Ziel ist man aber noch lange nicht. Die Resultate, welche man bis heute gesammelt hat, lassen sich zu zwei Grunderkenntnissen zusammenfassen.
1. Die beobachteten Zusammenhänge zwischen Cannabiskonsum und möglichen Folgeschäden sind erschreckender als angenommen. Die Folgeschäden beinhalten Wachstumsstörungen bei Jugendlichen, Unterdrückung des Immunsystems, gegenüber Tabakrauchern fünf- bis zehnfach erhöhtes Lungenkrebsrisiko, Zerstörung des körperlichen Vitaminhaushaltes, Schädigung des Erbguts und der Fortpflanzung, Verdacht auf (bleibende) Hirnschäden usw.
2. Cannabiskonsum kann nicht mit Alkoholkonsum verglichen werden, obwohl dies die Befürworter einer Cannabislegalisierung sehr gerne tun. Alkohol besteht aus einer einzigen Substanz: Ethanol. Cannabis dagegen enthält über 400 chemische Bestandteile, von denen nicht alle erforscht sind. Beim Rauchen verwandeln sich die 400 Bestandteile in weitere 2’000 Substanzen und beim Abbau im Körper werden wiederum hunderte Substanzen erzeugt. Ein wahrer Chemiecocktail. Weiter ist Alkohol eine körpereigene Substanz (wer hätte das gedacht?) und baut sich relativ schnell ab (0.1 Promille in einer Stunde). THC, der eigentliche psychoaktive Wirkstoff von Cannabis, ist eine körperfremde Substanz. Abbauprodukte von Cannabis können, je nach Konsummenge, für immer im Körper bleiben.
Ich will hier die verheerenden Wirkungen von Alkoholmissbrauch nicht verharmlosen. Es ist aber eine Tatsache, dass Alkohol in geringen Mengen ein ganzes Leben lang ohne Folgen konsumiert werden kann und nur als Rauschmittel ? schlimme Folgen haben kann. Cannabis wird hingegen bewusst nur zur Erzeugung eines Rausches eingenommen und verursacht hierbei auch bei unregelmässigerem Konsum eine breite Palette von Störungen und Krankheiten. Offenbar wird Alkohol bei der SVP nur unbewusst als "Rauschmittel" eingenommen...
Kontrolle verlieren und entkriminalisieren
Auf die Frage, wie es zur Forderung einer Legalisierung und Entkriminalisierung von Cannabiskonsum kam, bekommt man von den Befürwortern meistens folgende Antwort: Man lebe in einer realistischen und fortschrittlichen Gesellschaft. Die Behörden könnten niemals den Cannabiskonsum unterbinden, noch hätten sie das nötige Personal dazu. Der Cannabiskonsument müsse auch selber wissen, was gut für ihn sei, sprich man will hier die Eigenverantwortung fördern. Weiter könne man die mehreren hunderttausend Cannabiskonsumenten in der Schweiz nicht einfach als Kriminelle darstellen. Zudem gebe es Geld in die Kasse des Bundes, indem man den Cannabisverkauf besteuert. Es mag vielleicht seltsam klingen, aber bei der neuen Promillegrenze für Autolenker von 0.5 haben die Behörden plötzlich genug Personal, um die Einhaltung dieser Grenze zu kontrollieren. Hat man als Autolenker jetzt 0.8 Promille, gilt man als unverantwortlicher Krimineller und wandert je nach dem ins Gefängnis oder muss den Führerausweis abgeben.
Neue Gesetze und Verordnungen
Es sind nur noch wenige Schritte nötig, bis die Legalisierung und Entkriminalisierung durch ist. Das Volk muss noch darüber abstimmen (dort heisst es dann neues Betäubungsmittelgesetz), aber die verschiedenen Beratungsstellen für Eltern, Jugendliche und Drogenabhängige bereiten sich schon auf eine Annahme des Gesetzes vor. "Kiffen gehört halt zur heutigen Pubertät" ist man dort oft der Meinung. Die Befürworter (Linke und die bürgerliche Mitte) wollen nebst der Legalisierung und Entkriminalisierung die Prävention bei Jugendlichen steigern und den Verkauf von Cannabis an unter 18- Jährige mit neuen Gesetzen und Paragraphen verbieten. Dies ist wohl jetzt schon zum Scheitern verurteilt, wenn man sieht, wie der Staat den Alkoholkonsum bei Jugendlichen im Griff hat. Erst kürzlich war zu lesen, dass die Preise auf Alcopops erhöht werden sollen.
Ausblick
Es ist klar, dass bei einer Legalisierung und Entkriminalisierung die letzte Hemmschwelle wegfällt und der Cannabiskonsum, so hart dies jetzt auch tönt, praktisch salonfähig gemacht wird. Für die Lehrerschaft (der grösste Teil gehört der Basis von linken Parteien an) ist die jetzige Situation mit kiffenden Schülern schon nicht mehr zumutbar. Die Leistungen und die Konzentrationsfähigkeit gehen zurück, die Schülerinnen und Schüler, welche längere Zeit unter dem Einfluss von THC stehen, werden über kurz oder lang dem Unterricht nicht mehr folgen können. Der für die Legalisierung eingeplante Jugendschutz wird, wie schon angetönt, eine Illusion bleiben und die Zahl der bekifften Schüler wird weiter zunehmen. Dies kann für den Strassenverkehr und verschiedene Sportanlässe zur akuten Gefahr werden. Die daraus entstehenden, verunglückten Schulkarrieren, Persönlichkeitsentwicklungen und Berufsbildungsgänge kann sich die Gesellschaft nicht leisten.
Die jetzigen Cannabiskonsumenten kann man nur schwer oder gar nicht mehr vom Gegenteil überzeugen. Es sollte aber das Ziel unserer Gesellschaft sein, mit einer starken Präventionsarbeit und einem Cannabiskonsumverbot, welches nicht halbmotiviert oder lasch durchgezogen wird, dafür zu sorgen, dass Leute - vor allem Jugendliche - von dieser Droge ferngehalten werden:










