Wohnzimmer Growkammer Ernte
Noch immer mindert der Effekt die Ernteergebnisse stark. Könnte nicht eine neue Pflanze dagegen resistenter sein? Die Saat wurde angesetzt, Stecklinge konnten genommen werden, nun werden die Saatpfalnzen in die Blüte gestellt um sie blühen zu lassen, um zu sehen, ob es vielleicht doch resistente Pflanzen gegen den Effekt gibt.
Wohnzimmer Growkammer Ernte
Anschlusskapitel zu „Sämlinge, Mutationen“
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In dem Kapitel „Sämlinge, Mutationen“ wurde abschließend erklärt, dass zwei Gründe zu dieser Bepflanzung führten: Zum einem sollte die Wohnzimmer Growbox zur Veranschaulichung nicht nur gebaut sondern auch bepflanzt werden. Zum anderen wurde gehofft, dass etwas räumlicher Abstand dazu genügen würde um den verhassten Effekt mit neuen Pflanzen abzuschütteln, dieses hat nicht geklappt. Dennoch wurde das Projekt nicht abgebrochen und zwar half folgender Gedanke beim Abwarten: Bei dem Effekt handelt es sich um eine Pilzkrankheit und jede Pflanzengenetik wird anders auf solch eine Krankheit reagieren. Einige Pflanzen werden sehr empfindlich gegenüber diesem Problem sein wohingegen andere eine stärkere Abwehr gegen dieses Problem haben und mit diesem besser fertig werden können.
Nun musste zuerst die Blüte eingeleitet werden um diese dann abzuwarten um zu sehen, inwieweit sich diese Hoffnung bestätigt oder wieder zerschlägt. Dieses ist inzwischen geschehen. An dieser Stelle wird noch angemerkt, dass die Pflanzen mit Kupferkalk behandelt werden und dass sich der Kalk auf den Blättern ablagert, deshalb sind einige der auf den Fotos zu sehenden Blätter mit einer weißen Schicht überzogen. Dieses ist nicht die Krankheit die für das Menschliche Auge unsichtbar zu sein scheint. Zudem wurde der Kupferkalk nur bis zu dem Punkt aufgetragen, an dem die Blüte beginnt, ab da an nicht mehr. So viel Verantwortung gegenüber den Nutzern muss bleiben.

Die Saat wurde am 18.02.06 gesät und auf dem linken Foto ist es bereits der erst April. Den Pflanzen wurde die Spitze genommen, damit sie stärker mit den Trieben wachsen. Bevor die Pflanzen in die Blüte gestellt werden sollen sie mehrere kräftige Triebe haben um jeweils zwei entbehren zu können die als Stecklinge genommen werden. Die zu sehenden Pflanzen sind nun soweit und die Stecklinge können genommen werden. Am fünften April wird die Blüte eingeleitet. Das Foto auf der rechten Seite stammt vom achten April und es kann gesehen werden, dass die unteren Triebe alle entfernt wurden und den Pflanzen nur die obersten vier gelassen werden. Dieses geschieht nicht nur zum Stecklingsschnitt sondern auch deswegen, weil der Platz in der Blütekammer der Growbox für die 20 Pflanzen knapp werden wird. Aus diesem Grund wurden am 20.04.06 die vier kleinsten Pflanzen zu Gunsten der verbleibenden Pflanzen entfernt. Die allerkleinste Pflanze durfte jedoch bleiben, da sie aus einer sehr guten White Widow Genetik entspringt.
Die Pflanzen werden nun unter 400 Watt Beleuchtung angenehm temperiert heranwachsen und dann reifen können, die kleineren werden hochgestellt um eine einheitliche Pflanzendecke zu bilden. Die Pflanzen genießen nun alle dieselben Bedingungen, regelmäßig werden die Töpfe angehoben um die leichter werdenden zu gießen. Jeden Samstag wird die eine Hälfte der Pflanzen auf Brettern auf die Badewanne gestellt um diese hier und die anderen in der Kammer durchspülend zu gießen, als Wuchsmedium wurde CoGr gewählt, weswegen die Töpfe auch mit einer Wachspapierdecke gegen die Verdunstung abgeschirmt werden. Zur Vorsicht wurde eher mit 2,2 als mit 2,4EC gedüngt.


Im grün im Grün ist nicht viel zu erkennen, im oberen Foto sind die Pflanzen 31 Tage in der Blüte. Sie sind voll ausgewachsen und haben schon sichtlich Blüten angesetzt. Im unteren Foto sind nur noch elf der sechzehn Pflanzen an ihrem 63 Blütetag zu sehen. Ein paar Tage zuvor wurden sie mit Wasser gespült und werden nun bis auf eine geerntet. Zwei der Pflanzen waren mit 56 Tagen fertig, drei benötigten 59 Tage und nur eine war nach 69 Tagen durchgereift, der Rest wurde mit 63 Tagen am 07.06.06 geerntet. Dieses sind vom Tag des Säens mit109 Tagen keine vier Monate und von jeder Pflanze wurde die Genetik durch die genommenen Stecklinge gesichert.
Die meisten Pflanzen entstammen aus Inzuchtsamen vom Afghani 1, diese Genetik scheint wenig stabil zu sein und somit sind die Wuchseigenschaften der einzelnen Pflanzen zueinander unterschiedlich, nicht nur in der Größe sondern auch in der Blüte. Diese setzt bei einigen Pflanzen langsamer ein als bei den anderen und unterscheidet sich auch sehr von Pflanze zu Pflanze. Dieses ist bei den Inzuchtsamen die einem Powerplant entstammen anders. Die Pflanzen haben zwar unterschiedliche Wuchskraft aber die Blüten ähneln einander sehr. Dennoch ist der Wuchs und auch die Blüte jeder dieser Pflanzen anders als die der Mutter. Das White Widow hat ähnliche Wuchseigenschaften wie die Inzuchtmutter aber die Blüte ist weniger weiß aber ähnlich kompakt wie die der Mutter.
Die gesamten Pflanzen werden nun aber nicht alle an Fotos veranschaulicht, da nur die Ertragreichsten interessant sind, die auch über einen intensiven angenehmen Turn verfügen. Als Vergleich zu diesen beiden Pflanzen wird noch die ertragsschwächste Pflanze gezeigt, die der Afghani 1 Genetik entstammt.
Es wird schon erklärt, dass Inzuchtsamen rein weiblich sind und diese vereinzelt anfallende Saat deswegen interessant ist, um sich mal eine neue Mutterpflanze zu suchen, die garantiert nicht zwittern wird. Diese Saat sollte aber nicht zur Weiterzucht verwendet werden, da diese nicht auf Inzucht bauen sollte. Bislang wurde angenommen, dass diese Saat sich in ihren Eigenschaften zueinander sichtlich streut. Das Powerplant scheint aber eine starke gemeinsame Linie zu finden die aber nicht der Linie der Mutter entspricht. Somit kann nun schlussgefolgert werden, dass die Afghani 1 Genetik in sich schon sehr instabil sein wird und bei den ganzen Veranlagungen, die in dieser Genetik ruhen ist es somit ein Zufall gewesen, dass die tragenden Eigenschaften der Pflanze dominierten. Dieses passt dann auch zudem, dass jede Pflanze, die aus dem Beutel der Afghani Saat hochgezogen wurde völlig anders ausfiel und eine gemeinsame Linie nicht angesehen werden konnte.
Das Powerplant sowie das White Widow scheinen aber eine recht stabile Genetik gehabt zu haben, dieses beweist sich in der Ähnlichkeit der Powerplant Pflanzen zueinander und durch die Ähnlichkeit der White Widow zu ihrer Inzuchtmutter.


Auf den vorherigen beiden Fotos sind die beiden gewichtigsten Pflanzen aus diesem Blüteschwung zu sehen. Die oberste ist die Größte und mit 25,5 Gramm Ertrag die gewichtigste. Hätten alle Pflanzen, die jeweils ungefähr die selbe Fläche eingenommen haben diesen Ertrag erbracht hätten die 400 Watt Beleuchtung 408 Gramm Ertrag auf 63 Tage erbracht. Die Blüte ist bereits stark durchgereift und sehr kompakt gewachsen aber vom Gewicht auf das Volumen dennoch nicht die Schwerste. Die Pflanze ist insgesamt 95cm groß geworden und trägt Blüten von der Stärke von bis zu 5cm Durchmesser. Sie hat einen angenehmen etwas pikant stechenden Geruch. Die Pflanze verfügt im Gegensatz zu ihrer Inzuchtmutter Power Plant über einen stabilen Wuchs mit dem sie nicht gestützt werden muss. Sie hat dickere Blüten, die dafür etwas weniger harzig sind, wobei dieses vielleicht auch nur optisch so aussieht, da die Blüte im Trockenzustand intensiv wirkt. Die Mutter wuchs klein und buschig, ihre Stängel waren dünn aber dafür so biegsam, dass sie auch mit nur mittelgroßen Blüten zur Ernte hin hochbebunden werden musste. Jede der fünf Inzuchtpflanzen wächst hingegen stabil und weniger buschig, die Blüten werden dicker als die der Mutter, es entsteht aus der Mutter sozusagen eine ganz andere aber sehr stabile Wuchseigenschaft.
Die zweite Pflanze ist mit 45cm Größe wie schon bemerkt die kleinste von den 16 Pflanzen, eine White Widow. Sie harzt zwar nicht so intensiv wie ihre Inzuchtmutter aber von der Form, Dichte und Schwere der Blüte kommt sie ihr sehr nahe. Auch der Wuchs ähnelt dem der Mutter sehr. Sie wächst nicht mit viel Höhe und bildet dabei aber viele Triebansätze, mit denen sie zum Haupttrieb eine längs geschlossene Blüte bildet, so wie es in dem Foto zu sehen ist. In der Blüte hat sie geringe Wuchskraft und wuchert sich mit ihren Trieben und Blättern selber etwas zu aber dafür bepackt sie sich intensiv mit schweren Blüten. Dieses ist eine von den Pflanzen, bei denen man die Stecklinge ohne das kürzen der Spitze auf 30cm in der Vorblüte heranwachsen lassen würde, damit sie in der Blüte wenigstens 50cm Höhe zustandebringen würden. Die dann wohl tannebaumförmig wachsende Pflanze macht mit ihren vier Haupttrieben aber auch kein schlechtes Bild.
Diese haben den Vorteil, dass die von der Pflanze eingenommene Fläche nicht spitz sondern waagerecht abgeschlossen wird. So kann die ganze Fläche dann eine ebene Wuchsdecke im „see of green“ bilden. Mit 21,7 Gramm war sie die Zweitgewichtigste, mit 16 Pflanzen hätte dieses einen Ertrag von 347,2 Gramm auf 400 Watt erbracht und dieses würde einen dann schon zufrieden stellen. Die Blüte hat dunkle Blütenfäden ist aber ansonsten recht hell. Der Geruch ist eher mild süßlich aber kommt nicht ganz so zur Geltung. Bei der Nutzung ist die Blüte weniger mild als die des Powerplants aber dafür etwas intensiver und läst nicht auf sich warten, so wie es das Powerplant ein wenig tut.
In den folgenden beiden Fotos sind jeweils fünf Gramm der beiden Pflanzen zu sehen, die kein schlechtes Bild gemacht haben.


Diese beiden Pflanzen haben nun trotz dessen, dass sie genau wie alle anderen Pflanzen dem Effekt ausgesetzt gewesen sind einen sehr zufriedenstellenden Ertrag erbracht. Nun bleibt zu hoffen, dass sie diesem Problem auch weiterhin trotzen werden. Die anderen Pflanzen scheinen durch dieses Problem stärker beeinträchtigt gewesen zu sein. Die stärkste Afghanin konnte noch 19 Gramm bieten wohingegen die Schwächste mit 6,4 Gramm wirklich weit abgeschlagen war, auf 16 Pflanzen umgerechnet wäre der Gesamtertrag mit 102,4 Gramm für denjenigen, der es kann eine Beleidigung. Diese Pflanze würde ohne dieses Problem wohl dennoch nicht mit auf dem Siegertreppchen stehen aber hätte vermutlich wohl doppelt bis dreifach so viel Ertrag erbracht. In dem folgendem Foto ist sie zu sehen, die Blüte ist sehr schmal obwohl die Pflanze sich in ihrer Wuchsphase normal entwickeln konnte und auch zum Abreifen mit dem Blattwerk äußerlich gesund blieb.
Dennoch konnten die Blüten sich nicht üppig entwickeln und sackten beim trocknen noch in sich zusammen. Diese Pflanze hat nicht eine einzige kompakte Blüte erbracht sondern nur lächerliche 6,4 Gramm Blütengebrösel. Diese Blüten werden deswegen aber nicht automatisch schlecht sein, sogar ganz im Gegenteil können sie sehr gehaltvoll sein aber mit dem Ertrag ist diese Pflanze zu unattraktiv. In dieser Situation ist es sinnvoller, den gewichtigeren Pflanzen die gesamte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Somit sieht es nun erst einmal so aus, als ob im Kampf gegen den Effekt ein Zwischenerfolg erzielt werden konnte. Nun werden erst die Mutterpflanzen herangezogen um dann die Blüte auf die anderen Genetiken umzulagern. Es bleibt zu hoffen, dass diese beiden Pflanzen dem Problem weiterhin trotzen können um nachdem die Afghanis komplett verschwunden sind diese Krankheit zu überwinden. Wenn diese Pflanzen durch dieses Problem nur schwach getroffen werden können sie es hoffentlich überwinden sobald sie nicht mehr von anfälligen Pflanzen mit Sporen überzogen werden. Nun gilt es wieder, die Monate abzuwarten, um dann sehen zu können, inwieweit sich die Hoffnungen in der Realität verwirklichen lassen.
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