Wurzelfäule
Die Wurzeln der Cannabispflanzen sind der Bereich, den man normalerweise nicht sehen kann. Aber auch hier kann die Pflanze krank werden und das zeigt sie einem auch. Dieses wird hier geschildert, es werden Lösungen auf gezeigt.
Wurzelfäule
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Die Pflanzen zu beobachten ist wichtig um Mängel und Fehler zu erkennen um diese dann beheben oder wenigstens mindern zu können. Viele Mängel, die oberirdisch auftreten, befinden sich im Wurzelbereich, in den schlecht hineingesehen werden kann. Neben falschen Wasserwerten kann unter anderem Wurzelfäule zum Problem werden wobei diese, wenn sie erkannt wird, meist umgangen werden kann.


Auf dem ersten Foto sind zwei Jungpflanzen zu sehen. Die linke wird in den Spitzen hell und die rechte hat ein sattes grün. Dieses helle Grün der linken Pflanze ist eigentlich auch ganz normal bei Pflanzen, die mit den Spitzen schnell wachsen. Auf dem zweiten Foto sind die selben Jungpflanzen zu sehen. Bei der Linken sind keine Wurzeln zu finden die bei der Rechten aber deutlich zu sehen sind. Dieses ist der Grund weswegen die linke Pflanze mit den Triebspitzen heller wird. Sie wird zwar noch etwas wachsen, dann aber zurückbleiben, da die Wurzeln nicht mehr dazu in der Lage sind die benötigten Nährstoffe aufzunehmen. Dadurch, dass die Wurzeln der Jungpflanze wegen zu hoher Feuchtigkeit faulen oder nicht wachsen ist diese beeinträchtigt und wegen mangelnder Versorgung kann die Pflanze das Chlorophyll in den Triebspitzen nicht bilden und wird blass und sogar weiß.
Ist Fäulnis einmal aufgetreten bildet diese das Klima in dem sie sich ausbreitet. Wenn man Reservepflanzen hat werden die kranken Pflanzen aussortiert. Die Fäulnis läst sich aber auch beheben wobei die Pflanze aber im Gegensatz zu den Gesunden zurückbleiben wird. Bei diesen Steinwollblöcken kann kräftig gegossen werden um das andere Wasser herauszuspülen. Mit Nährstofflösung wird etwas nachgespült. Dann schleudert man Wasser aus dem Steinwollballen heraus damit die Wurzeln luftig sind und stellt die Pflanze an einen trockenen Ort, sodass auch von unten Luft an die Steinwolle kommt. Steht die Pflanze in Erde soll diese erst gegossen werden wenn sie bald trocken stehen würde.
Wenn dieses ein Dauerproblem ist: an welchen Stellen leiden die Pflanzen an Wurzelfäulnis und an welchen nicht? Vermutlich stehen die betroffenen Pflanzen nach dem gießen noch in einer Pfütze der Netzspannung des Wassers oder es wird zu häufig gewässert. Man kann die Jungpflanzen in den Steinwollblöcken auf die lehren Stecklinstabletts stellen, sodass nach dem Gießen das Wasser aus diesen abtropfen kann. Außerdem wird nach Möglichkeit erst dann gegossen wenn die Steinwolle noch feucht aber leicht und luftig ist. Für eine Gießanlage sortiert man die Pflanzen die zum Gießinterwall noch klitschnass sind aus um diese separat zu gießen.

Dieses kann auch in der Blüte passieren wie in diesem Bild zu sehen ist. Der Jungpflanze sind die Wurzeln verfault, somit können keine Nährstoffe aufgenommen werden wobei die Pflanze aber von den faulenden Wurzeln noch ausreichend mit Wasser versorgt wird. Ohne Nährstoffe kann die Pflanze kein Chlorophyll bilden weswegen sie in den Triebspitzen unter einer starken 400 Watt Natriumhochdruck Armatur nicht blass grün sondern schon weiß noch ein wenig mitwächst bevor sie damit aufhört.
Zu einem früheren Zeitpunkt ist dieses nur bei der Wuchsphase in der Blüte bei Cogr Matten regelmäßig passiert. Es wurde über den gesamten Beleuchtungsabschnitt in Interwallen gewässert. Da die Wurzeln Luft benötigen und die der Jungpflanzen empfindlich sind kam es dazu, dass ca. 10% der Pflanzen Wurzelfäulnis hatten. Die Fäulnis tritt immer in feuchten stickigen Situationen auf. Dieses ist aber umgehbar. Wenn man die Geißinterwalle bündelt, auf den Beginn der Beleuchtungsphase und dann nach acht Stunden wiederholt werden die Wurzeln Luft haben. Diese können zwar regelmäßig der Nässe ausgesetzt werden benötigen aber Abschnitte, in denen sie im Wurzelbereich atmen können.
Nach Änderung des Gießens ist diese Fäulnis deutlich seltener aufgetreten. Die oben im Foto zu sehende Pflanze konnte sich trotz der verfaulten Wurzeln wieder rappeln, Wurzeln sind nachgewachsen aber die schon in der Blüte stehende Pflanze ist im Vergleich zu den anderen Pflanzen zurückgeblieben und konnte nur wenig Ertrag erbringen.
Nun kam es wieder zu einem Fall der Fäulnis bei der Pflanze links vorne auf der Cogr Matte. Die Pflanze in Erde sollte eine Mutterpflanze werden für die aber der Platz ausging.


Die verkümmerte Pflanze hätte geringen Ertrag gebracht und nun bot es sich an, diese gegen die im Topf zu tauschen, ca. 5-7 Tage nachdem Beginn der Blüte für die anderen Pflanzen. Bei der kranken Pflanze unten im Bild sind keinerlei Wurzeln zu sehen. Neben dem Topf lehnt dessen Boden der vorsichtig herausgeschnitten wurde, somit wird die gesunde Pflanze nun gut anwurzeln können.

Links hinten ist diese Pflanze nun zu sehen die mehrere prächtige Triebe hervorbringt und die anderen Pflanzen verblassen läst, ca. 69 Gramm Ertrag ist ein sehr gutes Ergebnis dafür, dass die Pflanzen einander bedrängen und somit nur begrenzt Raum haben. Der durchschnittliche Ertrag pro Pflanze liegt unter der 600 Watt Armatur, die zwei m² beleuchtet bei ca. 32 Gramm.
Zu beachten bleibt, dass Wurzelfäulnis nicht der einzige Schaden ist, den die Pflanzen durch zu hohe Feuchtigkeit nehmen. Eine permanent tropfnass gegossene größere Pflanze kann mit den Wurzeln nur stark eingeschränkt atmen und arbeiten wobei die Pflanze dann wenig wächst und die Blätter von unten nach oben blass und gelb werden und dann absterben. Größere Pflanzen haben leicht verholzte, faserige Wurzeln, die bei Feuchtigkeit zwar noch eine Zeit lang arbeiten, dieses aber nur sehr eingeschränkt. Junge Pflanzen sind noch nicht so weit, sodass ihre Wurzeln bei stehender Nässe auf einen Schlag verfaulen können. Oder sie können vor diesem Punkt keine Nährstoffe mehr aufnehmen und kriegen Punktuell in ihrem Wachstumsschub somit keine Nährstoffe und wachsen so noch einige cm blass grün bis gelb oder sogar weiß werdend weiter.
Eigentlich alle Bodenmedien bieten das beste Klima, wenn sie feucht und luftig sind. Wenn die Pflanzen groß sind, kann man sie gut klitschnass gießen, wenn sie dann nach bis zu drei Tagen soweit trocken sind, dass sie wieder gegossen werden müssen.
Eines wäre noch zu beachten: wenn man nun Pflanzen in der Blüte so düngt, dass die Dränagewasserwerte bei ca. vier EC liegen und diese richtig trocken werden bis wieder gegossen wird ist dieses falsch. Die Pflanzen brauchen zwar den hohen EC Wert, damit der Dünger sich in die Wurzeln reindrückt aber sie nehmen dennoch mehr Wasser als Dünger auf. Dieses bedeutet, dass der EC Wert im trocknenden Wuchsmedium bis zum nächsten gießen eventuell ansteigt und sich das Bodenklima dann verändern würde. Es ist also dennoch regelmäßig zu gießen, bei Steinwolle oder Cogr 10 bis 20% dränierend, bei Erde oder ähnlichem, sodass dieses nicht oberflächlich antrocknet sondern als gesamter Körper feucht bleibt. Das Bodenvolumen ist für die Pflanzen praktisch gesehen so groß wie dessen feuchter aber nicht klitschnasser Bereich. (Wachsende Pflanzen kann man zum Beleuchtungsbeginn wässern, Blühende ausgewachsene Pflanzen zudem noch 8 Stunden später mit einem kleineren Giessintervall.)
Es gibt noch eine andere Möglichkeit des Gammels bei Steinwolle als das die Wurzeln verfaulen.

Auf der Oberfläche der Steinwolle bildet sich eine grüne Algenablagerung die im weiteren Verlauf eine schimmelnde Oberfläche bildet wovon die Pflanze nicht direkt eingeht aber dennoch stark beeinträchtigt ist.
Die Ursache ist zu suchen und findet sich darin, dass das Wasser durch die Steinwollblöcke nach oben gesogen wird und verdunstet. Somit lagert sich der Dünger und Kalk ab und es bilden sich Algen die dann anfangen zu schimmeln. Die Pflanzen werden dann stark beeinträchtigt.
Dieses kann eventuell behoben werden, wenn die Pflanzen nun von oben gegossen werden und als erstes gut dräniert werden. Zumindest kann dieses Problem so von Anfang an vermieden werden. Man kann diese Pflanzen auch in Erde setzen und hoffen das dieses Problem sich somit löst.
Dieses Problem ist auch in der Blüte aufgetreten und ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Bewässerungspricker für diese Pflanze verstopft ist. Deswegen zieht sich das Wasser durch die Steinwolle nach oben anstelle dessen, dass es in die Matten fließt. Die Oberfläche der Steinwollblöcke verschimmelt dann mit der Zeit immer weiter. Die Erträge dieser Pflanzen waren generell sehr gering, die betroffenen Pflanzen sind nicht besonders kräftig oder üppig gewachsen. Deswegen ist es besser regelmäßig zu überprüfen, dass die Gießanlage komplett frei ist, dieses kann generell nach der Ernte vor dem neuen Einsatz oder bei diesem geschehen. Die Gießanlage kann unter anderem mit Ataclean gespült werden, während dessen kann jeder Pricker darauf geprüft werden, Wasser zu führen. Zur Sicherheit können zwei Pricker pro Pflanze verwendet werden in der Annahme, dass immer nur einer verstopfen wird.
//Wenn die Steinwolle auf einem Ebb- und Flow Tisch so gewässert werden kann, dass sie komplett überflutet wird werden die durch die Verdunstung sich oben ablagernden Salze und die dann entstehenden Algen weggespült, so dass dieses Problem nicht mehr auftritt. Wenn dieses nicht möglich ist kann die Steinwolle ein mal in der Woche von oben dränierend gegossen werden, um gegen dieses Problem vorzubeugen.
Erkrankende Pflanzen
Als lebende Organismen wachsen die Pflanzen nicht immer gleich und manchmal werden sie krank. Auf folgenden Fotos ist zu sehen, dass es nun wieder soweit ist.




Die Ursache ist erkannt worden, es handelt sich um die bereits bekannte Wurzelfäule. Die in den Triebspitzen gelb werdenden Blätter signalisieren, dass sie von der Pflanze nicht mehr genügend versorgt werden und sie deswegen nicht richtig wachsen können. Da der für das Wuchsmedium vorgesehene Dünger verwendet wird können Mangelerscheinungen ausgeschlossen werden. Die weißen Ablagerungen gehören nicht zu diesem Krankheitsbild, dieses ist Kupferkalk das gegen den falschen Mehltau aufgetragen wurde, auch dieser gehört in diesem Kapitel nicht zum Krankheitsbild. Nun stellt sich die Frage: Was verursacht die Wurzelfäule an den in den Triebspitzen ausbleichenden Pflanzen?
Mehrere Faktoren bilden zu dieser Frage die Antwort. Dieses Erkranken findet hauptsächlich nach dem schneiden der Stecklinge oder dem entnehmen der Triebspitzen statt. Daran kann es nun eigentlich nicht direkt liegen, da dieses früher nie zum Problem wurde. Zuerst wurde vermutet, dass es daran liegt, dass in dem Gießwasser für die auf CoGr wachsenden Mutterpflanzen das Cana Zym vergessen wurde. Es sind immer nur die ältesten Mütter betroffen gewesen die sowieso kurz vor der Ausmusterung standen. Für den Moment schien es dieses gewesen zu sein aber auch Stecklinge sind von diesem betroffen, diese waren beim eintopfen nicht üppig bewurzelt und dieses ist sonst auch kein Problem gewesen.
Also finden sich die tragenden Ursachen zu diesem Problem in etwas anderem und zwar in der Qualität des CoGr und der Umgebungstemperatur. In dem unteren Foto von oben ist im linken Topf altes CoGr zu sehen, welches nach ca. acht Monaten Nutzung soweit zersetzt ist, dass es von Pilzen zerfressen wird. Das an der Oberfläche weiß zu sehende sind Pilzgeflechte aber kein Schimmel. Das CoGr wird Mehlig und Gehaltlos, da seine Struktur verloren geht, im rechten Topf ist hochwertiges frisches CoGr zu sehen. Dieses ist luftiger und bietet den Wurzeln ein angenehmes Klima.
In dem aktuellen Schwung CoGr Matten ist das Material nicht so schön faserig wie es ansonsten gewesen ist. Es ist im Nasszustand eher etwas erdig. In diesem Zustand ist es weniger Luftig. Dieses wäre ansonsten nicht ganz so schlimm aber es wird Winter und die Zuluft ist kälter als sonst. Dieses wird den Pflanzen in der Nachtphase zu Verhängnis besonders dann, wenn diese gerade durch einen Stecklingsschnitt strapaziert werden oder es sich noch um junge Pflänzchen handelt aber vor allem dann, wenn es sich um alte Pflanzen handelt die viel Wurzelmaterial haben. Wenn diesen dann die Triebe für Stecklinge genommen werden benötigen sie von einem zum anderen Moment weniger Wurzeln und diese fangen komplett an zu verfaulen. Wenn dieses in der Blüte auftritt, auf Erde, Steinwolle, CoGr oder ansonsten, kann dieses daran liegen, dass es in der Nachtphase auf 20°C oder weniger zusteuert. Dann muss in der Nachphase geheizt werden. Dazu bietet es sich an, in zwei Blütekammern versetzt zu beleuchten, so können diese sich gegenseitig wärmen.
Für die Vorblüte können die Lampen einfach Tag und Nacht durchlaufen. Stark befallene beziehungsweise unterkühlte Jungpflanzen hat dieser Schritt ins Leben zurückgerissen. Die in dem schlammigen CoGr unterkühlten Wurzeln konnten mit durchgehender Wärme wieder genesen. Den Pflanzen ist es mit etwas unter 20°C eigentlich nicht zu kalt aber in tropfnassgegossenem CoGr kann die Temperatur über die Feuchtigkeit ganz anders auf die Wurzeln greifen.

In diesem Foto ist ein kleiner Katalyt Ofen zu sehen, der im Campingbedarf erhältlich ist. Er erreicht eine Heizleistung von 890 Watt wenn er nicht auf die kleinere Stufe gestellt wird. Für einen großen Katalyt Ofen wäre erstens kein Platz und zweitens hätte dieser zu viel Leistung. Dieser kleine Ofen verbraucht auf der größeren Stufe 65g/h, dieses würde für sieben Tage Dauerbetrieb reichen wenn eine 11Kg Propangasflasche verwendet wird, die kleinere Stufe wird weniger Gas verbrauchen.
Der Heizkörper befindet sich zur Hälfte in der Abluftschneise und würde nur mit hohen Verlusten arbeiten. Ein elektrischer Heizlüfter würde nur noch mehr Strom benötigen, durch das Heizen mit Gas wird zusätzlich noch CO² freigesetzt, welches in der kalten Jahreszeit sehr willkommen ist. Die Temperatur ist nun bei einer notwendigen Minimallüftung bei angenehmen 20°C in der Zuluftschneise und in der Vorblüte wird den ganzen Tag beleuchtet. Somit verblasst dieses Problem.
Wenn dieses Problem ansonsten auftritt kann dieses an schlecht ablaufenden Gießwasser liegen, im Wasser stehend fangen die Wurzeln schnell an zu verfaulen. Dieses wäre dann zu prüfen. Ansonsten soll seltener gegossen werden. Nachdem das Wuchsmedium etwas angetrocknet aber noch nicht eingetrocknet ist kann dieses mit Wasser richtig ersäuft werden wenn die Pflanze zu diesem Wuchsmedium groß genug ist um nach drei Tagen merklich Wasser aus diesem gesogen zu haben. Ansonsten soll das Wurzelmedium nicht völlig ersäuft werden.
Abschließend wird zu diesem und den vorherigen Kapitel noch ein Foto angefügt, auf dem zwei enterdete Wurzelballen und eine Jungpflanzen zu sehen sind:

Der in dem Foto links zu sehende Wurzelballen gehörte zu einer ausgeblühten und geernteten Pflanze, es sind nur die stärksten Wurzeln zu sehen, die anderen sind beim enterden abgerissen. Deutlich kann gesehen werden, dass die Wurzelstränge dick und faserig sind im Gegensatz zu denen des Wurzelballens in der Mitte. Dessen Wurzeln sind fein und empfindlich. Die dicken faserigen Wurzeln verzweigen wohingegen die feineren gut Nährstoffe aufnehmen können, fallen diese aber aus kann die Pflanze mit den Faserigen Wurzeln überbrücken, wenn sie welche hat.
In der Mitte ist der Wurzelballen der rechts zu sehenden Jungpflanze zu sehen. Diese ist kältebedingt blass geworden. Durch das zuheizen war sie ein Einzelfall, sie stand in einer Luftschneise. Sie hatte genug Wurzeln, diese sehen auch gesund aus. Trotzdessen, dass nun optisch kein Fehler zu finden ist handelt es sich dennoch um ein Vorstadium der Wurzelfäule. Die Wurzeln sind zwar noch nicht abgestorben aber sind durch die kalten Temperaturen in dem nassen CoGr beeinträchtigt und können gewisse Nährstoffe nur unzureichend aufnehmen. Diese sind zwar im CoGr vorhanden aber nützen der Pflanze dann wenig.
Anzumerken bleibt, dass in diesem Winter bei den in CoGr gesetzten Jungpflanzen eine erhöhte Anfälligkeit für dieses Problem besteht, dass in der Blüte jedoch nicht auftritt. Normalerweise können es die Pflanzen haben, wenn es in der Nachtphase unter 20°C abkühlt wobei dieses aber nicht förderlich ist. Eventuell sind die in CoGr gesetzte Jungpflanzen empfindlicher, da dieses oder der verwendete Dünger das Problem mitbedingen. Dennoch wird dieses Problem auch in anderen Situationen bei kühlen Nachtphasen auftreten können und sich durch zuheizen und bedachtes Wässern beheben lassen.
//Nachtrag: Wenn die Blätter in den Spitzen blas werden, dann kann dieses auch ein Eisenmangel sein. Also wurde Eisen zugefügt, das Problem konnte dadurch alleine nicht behoben werden. Es lag in diesem Fall wirklich an der in der Nachtphase zu geringen Temperatur, durch das Heizen und nicht durch das Eisenkonzentrat konnte das Problem gelöst werden. Aber vermutlich ist es dennoch auch ein Eisenmangel, bei der Kälte kann Eisen vermutlich weniger gut aufgenommen werden. Somit konnte auch die Jungpflanze mit intakten Wurzeln durch die Kälte bedingt nicht mehr richtig arbeiten, Wärme hätte sie retten können.
Ergänzungen zu Wurzelfäule und Erkrankende Pflanzen
Zu diesem ist ein knappes halbes Jahr vergangen und neue Erkenntnisse konnten gewonnen werden, die aber vorheriges ergänzen und nicht widerlegen. In einem Merkblatt von Canna wird der Mangelzustand von Eisen erläutert und dieser passt genau zu dieser Krankheit der blasser werdenden Blätter. In dem letzten Foto führte dann weniger die Wurzelfäule als der Eisenmangel zu den erblassenden Triebspitzen. Dieses ist jedoch dasselbe Erscheinungsbild wie bei Wurzelfäule. Die Wurzeln können zwar noch Wasser aufnehmen aber sind nicht mehr dazu in der Lage, die Pflanzen genügend zu versorgen. Vermutlich wird sich dann besonders Eisen schwer aufnehmen lassen.
Auch gesunde Wurzeln können ihre Probleme bei der Aufnahme von einzelnen Substanzen haben, deswegen soll der PH Wert immer beachtet werden, damit die Wurzeln ein angenehmes Bodenklima vorfinden können, in dem der Dünger sowie die Spurenelemente gut aufnehmbar sind. Wenn der Boden nun zu nass ist haben die Wurzeln keinen Sauerstoff den sie aber benötigen. Somit können sie dann wieder nur eingeschränkt arbeiten und können dann vermutlich nur wenig Eisen aufnehmen, weswegen sie dann von unten nach oben mit ihren Blättern blass werden und ihren Wuchs einstellen. Dieses scheint auch so zu sein, wenn den Wurzeln zu kalt wird, denn eine Erhöhung der Temperatur konnte das Problem der blass werden Triebspitzen beheben.
Somit kann es nun sein, dass die Erscheinung des Eisenmangels nicht direkt Eisenmangel im Boden ist sondern dass die Pflanze diesen nur nicht genügend aufnehmen kann. Demnach ist dem Gießwasser nicht nur lediglich Eisen zuzuführen sondern es ist auch die Gesamtsituation zu prüfen, in der dieses Problem auftritt. In dieser Situation werden die Pilzkranken Pflanzen regelmäßig mit Kupferkalk besprüht. Es kann sein, dass dieses oder die Pilzkrankheit zu einem erhöhten Eisenbedarf führt, der besonders dann zu Mangelerscheinungen führt, wenn dieses Temperaturbedingt nur schlecht aufgenommen werden kann. Zumindest ist dieses Problem nach dem Zugeben von Eisen über das Gießwasser zwar zurückgegangen aber nicht ganz verschwunden. Ältere Mutterpflanzen erliegen immer noch der Spitzenblässe.
Da dieses Problem nur in der Vorblüte auftritt ist auch nur für diese der Eisengehalt zu erhöhen. Canna vertreibt zum einen „Eisen Fe“, dieses enthält flüssiges Eisenchelat. Der Eisengehalt liegt bei 0,06%, dieses sind 0,6 Gramm Eisen pro Liter. Ein Kg Nägel währe billiger aber die Aufnahmefähigkeit des Eisens ist wichtig. Rost von Nägeln würde der Pflanze zwar etwas helfen aber besser hilft ihr Eisen, welches sie auch aufnehmen kann. Dieses scheint zumindest für die Rotfärbung des Düngers verantwortlich zu sein, der in der Blüte verwendet wird. Der „Trace Mix“ von Canna enthält den selben Eisengehalt wohingegen noch andere Spurenelemente vorhanden sind, Preislich ist dieser nicht viel teurer. ´
Es ist nicht notwendig, diese Spurenelemente zur Vorbeugung zu verwenden aber wenn zu diesen eine Mangelerscheinung vorliegt wird diese durch das zuführen dieser Spurenelemente aufgehoben oder zumindest gemindert. Es bleibt aber darauf zu achten, die Pflanzen mit diesen Substanzen nicht zu überdosieren.
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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.










